Um bei starker direkter und indirekter Sonneneinstrahlung das
übermäßige Aufheizen von Gebäuden zu vermeiden, ein gesundes und
behagliches Innenraumklima zu gewährleisten sowie Energiekosten für
die Kühlung gering zu halten, sind Maßnahmen zum sommerlichen
Wärmeschutz zu berücksichtigen.
Galerie
Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
01|06
Auch die Ausrichtung der Fassadenöffnungen spielt eine Rolle und kann den Wärmeeintrag reduzieren und zugleich eine kreative Fassadengestaltung begünstigen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|06
Die Ausbildung der Fensterflächen ist ausschlaggebend für den sommerlichen Wärmeschutz. Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz haben einen hohen Transmissionsgrad und führen entsprechen zu einem rapiden Aufheizen der Innenräume.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|06
Große Fensterflächen können beispielsweise durch Raffstores oder andere außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen verschattet werden.
Bild: Linzmeier, Riedlingen
04|06
Vorhänge als außenliegender Sonnenschutz.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|06
Lüftungsöffnungen können für eine manuelle oder automatisierte Nachtlüftung von Vorteil sein.
Bild: Julia Blöser, Berlin
06|06
Lange stand der winterliche Wärmeschutz im Fokus;
zunehmende Hitzewellen führen jedoch zu einer steigenden Bedeutung
des sommerlichen Wärmeschutzes, dessen Nachweispflicht nach DIN
4108-2:2013-02 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden
im §14 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (kurz: GModG) – ehemals
Gebäudeenergiegesetz (kurz: GEG) – festgelegt ist. Der
Nachweis soll dazu führen, dass der sommerliche Wärmeschutz bereits
in der Planungsphase Berücksichtigung findet. Er legt dar, wie viel
Solarenergie durch transparente Bauteile in das Gebäude gelangt;
werden die in der DIN-Norm definierten Grenzwerte für den
Sonneneintragskennwert überschritten, gilt der Nachweis als nicht
erbracht. Der Nachweis erfolgt rechnerisch über das vereinfachte
Sonneneintragskennwertverfahren, oder durch eine dynamische
thermische Gebäudesimulation, bei der das thermische Verhalten des
Gebäudes unter Anbetracht echter Wetterverhältnisse über ein Jahr
abgebildet wird.
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Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Auch die Ausrichtung der Fassadenöffnungen spielt eine Rolle und kann den Wärmeeintrag reduzieren und zugleich eine kreative Fassadengestaltung begünstigen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Die Ausbildung der Fensterflächen ist ausschlaggebend für den sommerlichen Wärmeschutz. Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz haben einen hohen Transmissionsgrad und führen entsprechen zu einem rapiden Aufheizen der Innenräume.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|06
Große Fensterflächen können beispielsweise durch Raffstores oder andere außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen verschattet werden.
Bild: Linzmeier, Riedlingen
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Vorhänge als außenliegender Sonnenschutz.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|06
Lüftungsöffnungen können für eine manuelle oder automatisierte Nachtlüftung von Vorteil sein.
Bild: Julia Blöser, Berlin
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Planungsrelevante Aspekte des sommerlichen Wärmeschutzes
Neben der Ausrichtung und dem Öffnungsgrad der transparenten
Bauteile spielen auch die Materialwahl und der Aufbau eine wichtige
Rolle für den Wärmeschutz. Massive Bauteile wie Mauerwerk, Beton
und Lehm besitzen durch ihre hohe Masse und Beschaffenheit eine
besonders gute Wärmespeicherfähigkeit. Sie nehmen die Wärme auf und
geben sie zeitversetzt weiter, sodass diese erst nachts freigesetzt
wird, wenn die Nachlüftung einsetzen kann.
Leichte Bauteile, wie Holständer- und Dachkonstruktionen können
dies durch ihre geringe Masse nicht leisten. Eine ausreichende
Dimensionierung der Wärmedämmung und der weitere Aufbau der
Bauteile sind hier entscheidend. So kann etwa die Art der
innenliegenden Außenwandbekleidung sowie das Material zu besseren
Werten führen. Obwohl eine gut gedämmte Wand den Wärmeeintrag von
außen nach innen durchaus reduzieren kann, ist die Dämmstoffart –
mit einem Innenraumtemperaturunterschied von maximal einem Grad
Celsius – nicht ausschlaggebend für die Wirksamkeit dieser. Der
Wärmeeintritt durch Fensterflächen stellt dabei die größte Gefahr
für die Überhitzung dar. Der Wärmeeintritt durch Fensterflächen
stellt die größte Gefahr für die Überhitzung dar.
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Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
01|06
Auch die Ausrichtung der Fassadenöffnungen spielt eine Rolle und kann den Wärmeeintrag reduzieren und zugleich eine kreative Fassadengestaltung begünstigen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|06
Die Ausbildung der Fensterflächen ist ausschlaggebend für den sommerlichen Wärmeschutz. Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz haben einen hohen Transmissionsgrad und führen entsprechen zu einem rapiden Aufheizen der Innenräume.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|06
Große Fensterflächen können beispielsweise durch Raffstores oder andere außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen verschattet werden.
Bild: Linzmeier, Riedlingen
04|06
Vorhänge als außenliegender Sonnenschutz.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|06
Lüftungsöffnungen können für eine manuelle oder automatisierte Nachtlüftung von Vorteil sein.
Bild: Julia Blöser, Berlin
06|06
In der Planung berücksichtigt werden
die Orientierung der Fenster
die Neigung der Fenster
die Verglasung
die Wirksamkeit und Nutzungsdauer des Sonnenschutzes
der Öffnungsgrad der Fassade
das Verhältnis von Fassadenöffnungen zur Grundfläche
die natürliche Raumlüftung und - kühlung
der Einsatz passiver Kühlungssysteme
die Wärmespeicherfähigkeit der raumumfassenden Bauteile
interne Wärmequellen wie Personenwärme, Abwärme von Computern
oder Beleuchtung
Maßnahmen zur Kühlung
Wenn das Raumklima im akzeptablen Bereich bleiben soll, sind
Maßnahmen zur Kühlung erforderlich. Diese können passive Maßnahmen
(also baulicher Natur) sein oder aktive Maßnahmen, die von der
Gebäudenutzung abhängig sind.
Passive Maßnahmen zum sommerlichen
Wärmeschutz Bauliche Maßnahmen sollten bereits in den frühen
Planungsphasen mitgedacht werden, hierzu gehören beispielsweise
Reduktion des Fensterflächenanteils, fassadeneigene Verschattungen,
automatisierte Nachtauskühlung, integrierte außenliegende
Sonnenschutzeinrichtungen – zum Beispiel Markisen und
Raffstores – sowie die gezielte Bauteiltemperierung.
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Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
01|06
Auch die Ausrichtung der Fassadenöffnungen spielt eine Rolle und kann den Wärmeeintrag reduzieren und zugleich eine kreative Fassadengestaltung begünstigen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|06
Die Ausbildung der Fensterflächen ist ausschlaggebend für den sommerlichen Wärmeschutz. Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz haben einen hohen Transmissionsgrad und führen entsprechen zu einem rapiden Aufheizen der Innenräume.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|06
Große Fensterflächen können beispielsweise durch Raffstores oder andere außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen verschattet werden.
Bild: Linzmeier, Riedlingen
04|06
Vorhänge als außenliegender Sonnenschutz.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|06
Lüftungsöffnungen können für eine manuelle oder automatisierte Nachtlüftung von Vorteil sein.
Bild: Julia Blöser, Berlin
06|06
Technische Anlagen zur Gebäudekühlung können ebenfalls effektive
Maßnahmen sein. Neben Klimatisierungsanlagen werden auch
Heizanlagen mit Kühltechnik verbaut, die beispielsweise als Free-
oder Passive-Cooling-Konzepte funktionieren. Letzteres wird vor
allem in Gebäuden mit hoher interner Wärmelast oder bei
Bestandssanierungen eingesetzt. Nach Möglichkeit sollte auf eine
einfache Klimatisierung verzichtet werden, um eine
energieeffiziente Nutzung zu gewährleisten.
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Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
01|06
Auch die Ausrichtung der Fassadenöffnungen spielt eine Rolle und kann den Wärmeeintrag reduzieren und zugleich eine kreative Fassadengestaltung begünstigen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|06
Die Ausbildung der Fensterflächen ist ausschlaggebend für den sommerlichen Wärmeschutz. Große Glasflächen ohne außenliegenden Sonnenschutz haben einen hohen Transmissionsgrad und führen entsprechen zu einem rapiden Aufheizen der Innenräume.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|06
Große Fensterflächen können beispielsweise durch Raffstores oder andere außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen verschattet werden.
Bild: Linzmeier, Riedlingen
04|06
Vorhänge als außenliegender Sonnenschutz.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|06
Lüftungsöffnungen können für eine manuelle oder automatisierte Nachtlüftung von Vorteil sein.
Bild: Julia Blöser, Berlin
06|06
Aktive Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz Aktive
Maßnahmen sind von Nutzer*innen des Gebäudes abhängig. Potenzial
liegt hier vor allem in der Nutzung außenliegender
Sonnenschutzeinrichtungen, etwa bei Vorhängen, Markisen oder
Raffstores, oder in der manuellen Nachtlüftung. Sie hilft, die
Temperatur des Gebäudes sowie die der Bauteile und
Einrichtungsgegenstände über die kühle Nachtluft zu reduzieren.
Hierzu wird der Kamineffekt genutzt; die unterschiedlichen
Temperaturen sorgen für einen natürlichen Luftaustausch. Wenn
möglich, bietet sich auch eine Befeuchtung des Außenraumes an, um
Innenhöfe und Gärten zur Kühlung der Außenluft zu nutzen.
Fachwissen zum Thema
Grundstücksbegrünung mit künstlicher Wasseranlage.
Bild: Yvonne Kavermann
Klimaschutz
Auswirkungen des Mikroklimas auf Gebäude
Immer wieder taucht der Begriff Mikroklima in der Architektur auf, doch was genau ist damit gemeint?
Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
Materialien
Mineralische Baustoffe
Ob als Brise-Soleil oder perforierte Wand – Sonnenschutz aus Naturstein, Mauerwerk oder Beton prägt die Architektur in besonderer Weise.
Durch die Entsiegelung städtischer Oberflächen kann Regenwasser lokal gespeichert werden und kühlt durch Verdunstung zusätzlich das Stadtklima, wie hier in Barcelona.
Bild: Sonja Malm, Hamburg
Klimaschutz
Schwammstadt
Nach diesem stadtplanerischen Konzept wird Regenwasser lokal gespeichert und nicht kanalisiert und abgeführt.
Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Bauphysik
Sommerlicher Wärmeschutz: Begrenzung des Energieeintrages und Energiezwischenspeicherung
Der Fensterflächenanteil, die Art der Verglasung, Sonnenschutz und thermisch aktivierbare Bauteile – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass Innenräume auch im Hochsommer behaglich sind.
Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Materialien
Textilien und Membranen
Kunststoffe, Metalle und pflanzliche Fasern können zu verschattenden oder reflektierenden Geweben, Netzen und Folien verarbeitet werden.
Die Verschattung von Fensterflächen durch tiefe Laibungen kann ein effektier Sonnenschutz sein und die Aufheizung der transparenten Bauteile, sowie die des Innenraums reduzieren.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Der Wärmeschutz ist nicht nur im Winter von enormer Wichtigkeit. Auch im Sommer gilt es, Innenräume vor Außentemperaturen zu schützen. Welche Maßnahmen helfen?
Bauphysikalische Grundlagen
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Thermografie-Aufnahme einer Altbaufassade
Bild: Verband Privater Bauherren e.V., Berlin
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Vermeiden von Bauschäden durch Feuchtigkeit
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Wärmebrücken sind örtlich begrenzte Bereiche in der wärmeübertragenden Hüllfläche eines Gebäudes, bei denen ein erhöhter...
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Bild: wienerberger, Uwe Strasser
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Wärmeübertragungsarten
Wärmeübertragung ist der Transport thermischer Energie aufgrund eines Temperaturunterschiedes und wird entweder durch Konvektion,...
Winterlicher Wärmeschutz
In unseren Breiten muss der Wärmeschutz an Gebäuden auf unterschiedliche klimatische Bedingungen reagieren. Ziel ist ein...