Krebshilfezentrum Kálida Sant Pau Centre in Barcelona

Wohltuende Umgebung mit Backstein

Die schottische Stiftung Maggie’s Centres bietet psychologische Unterstützung für Krebspatienten an. Seit 1996 hat die Organisation mit Hilfe von renommierten Architekturbüros weltweit bereits über 20 Gebäude errichten lassen, in denen die Patientinnen und Patienten emotionale, soziale und praktische Unterstützung erhalten. Das Kálida Sant Pau Centre in Barcelona nach Entwürfen von Miralles Tagliabue EMBT Arquitectos ist das erste Maggie’s Centre auf europäischem Festland und wurde in Zusammenarbeit mit der Kálida Foundation realisiert.

Gallerie

Architektur zur therapeutischen Unterstützung
Wie zahlreiche andere Maggie's Centres ist auch das in Barcelona an ein Klinikum angeschlossen, ergänzt das Krankenhaus als eigenständige Station und sticht durch seine bemerkenswerte architektonische Gestaltung hervor. Das 400 Quadratmeter große, in rötlichen Backstein gehüllte Gebäude befindet sich zwischen dem neuen und dem alten Teil des Sant Pau Krankenhauses. Die Anlage wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Architekten Lluís Domènech i Montaner im Jugendstil geplant. Seine Idee, besonders schöne Räume zu kreieren, wo Blumen und die Harmonie des Ortes dabei helfen, die Seele zu heilen, wird auch im neuen Kálida-Zentrum umgesetzt. Dafür loten die Architekturschaffenden die therapeutischen und psychologischen Einflüsse der Architektur auf den Menschen aus. Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass sie die Patienten und Patientinnen zusammenbringen und zum Austausch über ihre Erfahrungen anregen sollen. Das Hauptziel des Zentrums ist es, die Lebensqualität der Erkrankten und deren Familien zu verbessern. Die Architektin Benedetta Tagliabue ließ bei der Planung auch ihre eigenen Erfahrungen mit der Erkrankung ihres Lebens- und Büropüropartners Enric Miralles einfließen.

Geschützt hinter Mauern, Bäumen und Pergolen
Das Kálida Sant Pau Centre mit seinem von Backsteinmauern umschlossenen Garten ähnelt formal – in der Tradition des Jugendstils stehend – einer Blume. So finden sich in dem Baukörper viele Rundungen und unterschiedlich geneigte Dachflächen. Die Erkrankten erreichen den zweigeschossigen Bau über eine direkte Verbindung von der Onkologie des Krankenhauses. Durch den Garten gelangen sie zum Erdgeschoss des Zentrums, das etwas unter dem natürlichen Bodenniveau liegt. Die Absenkung ermöglicht es, eine sichere und private Atmosphäre für die Patientinnen und Patienten zu schaffen, umgeben und geschützt vom Garten, den Wänden und Pergolen.

Das Parterre setzt sich aus einer Sequenz von flexibel nutzbaren Räumen zusammen, die sich je nach Bedarf mit Schiebeelementen abtrennen oder verbinden lassen. Die Küche, ein großer Multifunktionsraum und die kleine Bibliothek sind rund um das doppelgeschossige Esszimmer arrangiert, das den Hauptraum darstellt. Vor allen Fenstern befinden sich Pflanzen, die die umgebenden Bestandsbauten verstecken und die Privatsphäre schützen. Die Räume des Obergeschosses ordnen sich wiederum um den zentralen doppelgeschossigen Raum an. Sie befinden sich auf derselben Höhe wie der Krankenhauskomplex. Holzlamellen bewahren hier trotz großer Fenster die Privatsphäre.

Verschiedenfarbiges Mauerwerk und Keramik
Die Gebäudehülle und die Gartenmauern bestehen aus zwei verschieden farbigen Backsteinen – einem dunkel- und einem hellroten –  sowie weiß glasierten Keramikeinlagen, die in unterschiedlichen Kompositionen aus Farben und Texturen zusammengestellt wurden. So wird der Flämische Verband der Mauersteine stellenweise in ein Gitter aus dreieckigen Öffnungen aufgelöst, das die intensive mediterrane Sonneneinstrahlung filtert. An anderen Stellen brechen Mauersteine aus dem Verband aus und schieben sich hervor oder stellen sich in einer Rollschicht auf. Selbst auf dem Dach findet sich ein Muster aus farbigen Fliesen. Das gesamte Projekt ist inspiriert vom Reichtum an Materialien, Texturen, Farben, Geometrien und der Landschaft. Mit dieser Sprache möchten die Verantwortlichen die heilenden Eigenschaften der Architektur betonen und die Erkrankten und Angehörigen bestmöglich unterstützen. -sh

Bautafel

Architektur: Benedetta Tagliabue y Joan Callís – Miralles Tagliabue EMBT, Barcelona
Projektbeteiligte: Patricia Urquiola Studio, Meiland (Interior Design); Miralles Tagliabue EMBT, Barcelona (Landschaft); Bernúz Fernández Arquitectes, Barcelona (Tragwerk); PYF, Barcelona (Technische Installationen); Borrell Jover, Barcelona (Budgetplanung und Messungen); Construcciones Pérez Villora, Sant Joan Despí (Bauunternehmen)
Bauherr/in: Fundació Kálida, Nous Cims, Fundació Privada de l’Hospital de la Santa Creu i Sant Pau, Maggie’s Centres
Fertigstellung: 2019
Standort: Carrer de Sant Antoni Maria Claret, 167, 08025 Barcelona, Spanien
Bildnachweis: Duccio Malagamba, Barcelona

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