Haus Meyer in Groß Munzel

Kompaktgerät zum Lüften, Heizen und Warmwasserbereiten

Zwischen dem Steinhuder Meer und Hannover liegt inmitten des Calenberger Landes das kleine Örtchen Groß Munzel. Heterogene Strukturen, geprägt durch weitläufige Hofanlagen, nördlich angelegte Gärten und im Süden der Grundstücke platzierte Häuser prägen das Erscheinungsbild des Dorfes. Hier plante der Architekt Holger Meyer am westlichen Ortsrand sein eigenes Wohngebäude mit Büro.

Gallerie

Anders als die meisten Gebäude in der dörflichen Umgebung wurde der Flachdachbau auf der nördlichen Seite des Grundstückes platziert und nimmt so mit einem weitläufigen Garten Bezug zu den südlich der Straße angelegten Hofstellen der Nachbargebäude. Auf einer fast quadratischen Grundfläche wurde der zweigeschossige Bau errichtet. Nach Süden, zum Garten hin, sind auf beiden Etagen große Räume angeordnet, die als Küche sowie Arbeits- und Wohnbereich fungieren. Im Norden sind die privaten Aufenthalts- und Rückzugsräume, die durch den Eingang und einer innenliegenden Sichtbeton-Treppe  von den halb-öffentlichen Bereichen getrennt werden. Die Innenräume sind allesamt hell und freundlich gestaltet. Böden und Filigrandecken sind in Sichtbeton belassen. Die Estriche wurden geschliffen und wie die Decken gewachst, wodurch eine seidenmatte Oberfläche entsteht.

Im Gegensatz zu den hellen Innenräumen ist die Fassade dunkel gestaltet: Großformatige, anthrazitfarbene und speziell für dieses Objekt gefertigte Sichtbetonelemente sind vor die tragende Unterkonstruktion aus Serienelementen gehängt. Der gesamte Außenwandaufbau ist 50 cm stark. Mit einer hocheffizienten Wärmedämmung und einer Luftschicht ausgestattet, wird ein U-Wert auf Passivhausniveau von unter 0,15 W/m²K erreicht. Die Komponenten der Gebäudetechnik wurden auf die hohe Wärmespeicherfähigkeit der massiven Bauteile abgestimmt.

Ein großes Vordach an der Süd- und Ostfassade löst die quaderförmige, monolithisch wirkende Strenge des Baukörpers auf und schafft einen fließenden Übergang zwischen Garten und halb-öffentlichem Innenraum. Es schützt die Terrasse und den Eingangs vor Witterungseinflüssen und dient außerdem als Sonnenschutz für den Wohnbereich im EG. Auf eine Verblendung der Attika und eine Einfassung des Gebäudes im Sockelbereich wurde verzichtet. Das nach innen entwässerte Flachdach liegt wie bei einer Wannenkonstruktion verborgen hinter der Attika.

Gebäudetechnik
Auf dem Dach des Hauses wurde eine Solaranlage installiert: Zwei Flachkollektoren mit einem Wirkungsgrad von 82,5%, bei einer jeweiligen Absorberfläche von 2,38 m². Auch sie sind von der Attika verdeckt und somit nicht sichtbar.

In einem Nebenraum des EGs ist das Lüftungsgerät aufgestellt, das auch die Funktionen Heizen und Warmwasserbereiten erfüllt. Es erzielt eine Wärmeleistung von 4,3 kW. Die stabile, schalloptimierte, gut gedämmte Gehäusekonstruktion ist schlicht in Weiß ausgeführt. Das Gerät versorgt die Wohnräume mit frischer, erwärmter Zuluft und sorgt für den Abtransport der verbrauchten Luft aus Küche, Bad und WC. Die in der Abluft enthaltende Energie wird bis zu 90% zurückgewonnen und für die Klimatisierung des Hauses sowie zur Erwärmung der Frischluft wiederverwendet. Für diese hohe Ausnutzung ist ein Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher zuständig, im zweiten Schritt eine integrierte Luft/Wasser-Wärmepumpe, deren Effizienz von der Restenergie aus der bereits ausgetauschten Luft erhöht wird.

Ein in das Gerät eingebauter Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern deckt den anfallenden Bedarf der Fußbodenheizung. Das hierfür benötigte Leitungssystem ließ sich in Aussparungen der vorgefertigten Innenwände integrieren.

Bautafel

Architekten: Holger Meyer Architekten, Barsinghausen
Projektbeteiligte: Betonfertigteilwerk Müller-Altvatter, Holzminden (Betonfertigteile); Helmut Schermeier, Minden (Baustatik); Ralf Dolgner, Wedemark (Gebäudetechnik); Stiebel-Eltron, Holzminden (Lüftungsgerät mit Wärmepumpe)
Bauherr: privat
Fertigstellung: 2010
Standort:
Groß Munzel
Bildnachweis: Markus Pietrek für Stiebel-Eltron, Holzminden

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