Vegetationssubstrate

Die Vegetationstragschicht einer Dachbegrünung besteht meist nicht aus einem natürlich vorkommenden Boden, sondern aus einem Substrat. Diesem überwiegend mineralischen Schüttstoff wird i.d.R. ein mehr oder weniger hoher Anteil an organischer Substanz beigemischt. Neben natürlich vorkommenden Stoffen (z.B. Lava oder Bims) werden heute vermehrt auch Recyclingstoffe (z.B. Tonziegel und Kompost) als Basis für Vegetationssubstrate verwendet. Entscheidend für die Qualität der Vegetationssubstrate sind Wasserspeichervermögen, Struktur­stabilität, Wasserdurch­lässigkeit und Korngrößen­verteilung.

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Die Stoffauswahl und die notwendige Schichtdicke hängen zum einen von den bautechnischen Erfordernissen ab, wie z.B. die statischen Möglichkeiten, Lagesicherheit bei Wind oder auch die Flugfeuerbeständigkeit. Zum andern spielt die vegetationstechnische Zielsetzung eine wichtige Rolle, so z.B. der Luft-/Wasserhaushalt, die Nährstoffversorgung oder der pH-Wert.

Das Vegetationssubstrat für Intensivbegrünungen ist in der Regel feiner, enthält mehr Nährstoffe und wird in größerer Schichtdicke aufgebracht als ein Substrat für Extensivbegrünungen. Soll die Vegetationstragschicht gleichzeitig Dränagefunktion übernehmen, muss der Gehalt an Feinteilen (Ton und Schluff) sogar auf höchstens 7-Massen-% begrenzt werden, ansonsten sind separate Dränschichten vorzusehen.

In der Dachbegrünungsrichtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen sind die wesentlichen Parameter und Prüfverfahren aufgeführt.

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