Formbeständigkeit

Reversible und irreversible Formänderungen

Einmal eingebaut, sollten sich Dämmstoffe bei Druck, Feuchtigkeit und Temperaturänderungen möglichst nicht verformen. Manche Formänderungen sind reversible, sie können sich also zurückbilden. Andere sind irreversibel, sprich bleibend.

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Reversible Formänderungen

Reversible Formänderungen stehen meist mit der linearen Wärmeausdehnung in Verbindung. In Abhängigkeit vom Herstellungsverfahren und von der Strukturhomogenität eines Hartschaumstoffs können sich Länge und Breite unterschiedlich stark ausdehnen. Daher wird bei der Auslegung von Konstruktionen der Einfachheit halber mit Mittelwerten gerechnet.

Irreversible Formänderungen

Schwund, auch Schrumpf genannt, ist eine irreversible Kontraktion, die verschiedene Ursachen haben kann. Sie tritt etwa bei Hartschaumstoffen direkt nach der Herstellung auf, bis sich das Molekulargefüge stabilisiert. Der Zeitraum bis zur Stabilisierung unterscheidet sich je nach Stoff. In manchen Fällen lässt er sich durch erhöhte Temperaturen oder durch besondere Konditionierungsmaßnahmen verkürzen. 

Hohe Wärmeeinwirkungen führen ebenfalls dazu, dass sich EPS-Hartschäume und ähnliche Dämmstoffe dauerhaft verformen oder sogar schmelzen. Bei unsachgemäß compoundierten Polyurethanschaumstoffen sind irreversible Formänderungen zu befürchten, wenn auf sie Feuchtigkeit oder Wasser einwirken, insbesondere bei höheren Temperaturen.

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Prüfung und Einflussfaktoren

Schaumkunststoffe werden beispielsweise einer speziellen Prüfung auf irreversible Formänderungen unterzogen. Nach 42-tägiger Lagerung im Raumklima dürfen sich Länge und Breite der Probekörper um maximal +1,0 % bzw. -0,3 % ändern. Der Einfluss von Feuchte und erhöhten Temperaturen wird allerdings nicht erfasst. Bei verschiedenen Dämmstoffen kann auch die Schnittrichtung die Formbeständigkeit beeinflussen, da teilweise Spannungen innerhalb des Werkstoffs von ihr abhängig sind.

Bei lose geschütteten oder in Hohlräume eingeblasenen Dämmstoffen dürfen nach dem Einbau auch langfristig keine Maßänderungen der Dämmschicht auftreten. Dadurch entstehende Hohlräume müssen aus bauphysikalischen Gründen (zum Beispiel. Konvektion) grundsätzlich vermieden werden.

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