Anforderungen zur Behaglichkeit

Die Behaglichkeit drückt das Wohlbefinden eines Menschen aus; sie ist maßgeblich durch äußere Einflüsse der Umgebung bedingt. Psychologische, physiologische, soziologische und ästhetische Einflüsse vermischen sich zu einer subjektiven Sinneswahrnehmung, die sich mathematisch nicht beschreiben lässt. Die Erfahrungen und eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen jedoch, dass es eine präzise charakteristische und thermische Umgebung gibt, die von den meisten Menschen als behaglich empfunden wird.

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Eine gleichmäßige Temperatur der Luft und der umfassenden Wände zwischen 22° und 25°C bei durchschnittlicher Kleidung, geringer Luftbewegung und bei mäßiger körperlicher Aktivität in einem gut beleuchteten Raum wirkt auf die meisten Menschen angenehm. Die thermische Behaglichkeit ist eine entscheidende Basisgröße für das körperliche und geistige Leistungsvermögen des Menschen. Im behaglichen Zustand arbeitet unser Stoffwechsel optimal. Wird dieser Zustand durch negative Reizungen beeinflusst, so sinken die körperlichen und geistigen Leistungen ab und führen bei längerer Dauer zur Ermüdung und erhöhter Unaufmerksamkeit.

Das Empfinden des Menschen wird nicht nur von den thermischen Aspekten beeinflusst. Die Luftqualität, der Lärmpegel, Jahres- und Tageszeit und das Wetter sind von erheblicher Bedeutung. Auch das Geschlecht, das Gewicht, der Gesundheitszustand, das Alter der Person und ihre Nahrungsaufnahme beeinflussen das Wohlbefinden. Auswirkungen auf unser subjektives Wohlbefinden haben auch die verarbeiteten Materialien und deren Farben. Holz wirkt wärmer und gemütlicher als Beton oder Stahl. Blaue und grüne Farben sind kälter, wirken aber zugleich beruhigend, gelbe und rote Farben sind wärmer, können aber eine gereizte Stimmung erzeugen. Weiße und schwarze Farben wirken neutral. Eine gut gewählte Farbgebung verbessert die Wahrnehmung, steigert die Motivation, verringert Fehlleistungen und erhöht damit die Sicherheit und fördert die Orientierung.

Fachwissen zum Thema

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Für ein behagliches Raumklima ist ein bestimmter Luftaustausch notwendig; als Richtwert ist ein Luftbedarf von 25-30 Kubikmeter pro Stunde (m³/h) je Person anzusetzen.

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In der nördlichen Hemisphäre erzielen Südfassaden im Winter die höchsten solaren Wärmegewinne, im Sommer lassen sie sich am leichtesten gegen Überhitzung schützen (im Bild: VM Häuser in Orestad/Kopenhagen, 2005; Architektur: BIG + JSD = PLOT, Kopenhagen).

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Für ein behagliches Raumklima ist ein bestimmter Luftaustausch notwendig; als Richtwert ist ein Luftbedarf von 25-30 Kubikmeter pro Stunde (m³/h) je Person anzusetzen.

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Verschattung

Die Verschattungswirkung von laubabwerfenden Bäumen wird häufig unterschätzt.

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