Wohnquartier Auwiesen in Wangen im Allgäu

Nahwärme und kompakte Baukörper im Energiestandard Effizienzhaus 55

Im Rahmen der Landesgartenschau 2024 in Wangen im Allgäu nutzte die Stadt die Gelegenheit, ein ganzes Areal städtebaulich und ökologisch aufzuwerten. Ziel war es, qualitätsvolle, nachhaltige und klimafreundliche Freiräume und Wohnangebote zu schaffen. Neben der Sanierung bestehender Gebäude und Flächen entstanden auch Neubauten. So realisierte das Stuttgarter Büro a+r Architekten ein Wohnquartier mit 22 Hofhäusern sowie drei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 33 Wohnungen, als Eigentum oder zur Miete. Die Gebäude entsprechen dem Energiestandard Effizienzhaus 55 und sind an die städtische Nahwärmeversorgung angeschlossen.

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Das neu entstandene Quartier Auwiesen grenzt an den Auwiesenpark an, der als Teil der Landesgartenschau neugestaltet wurde, und liegt ganz in der Nähe des Flüsschens Obere Argen. Drei öffentliche Plätze – der Vereinsplatz, der Quartiersplatz und der Nachbarschaftshof – bieten Raum für Austausch, Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Zusätzlich gibt es Car- und E-Bike-Sharing-Angebote sowie eine E-Bike-Ladestation. Die Gestaltung des Quartiers soll die Verbindung zwischen Natur und Wohnraum stärken.

Verschiedene Wohnformen in Holzbauweise

Die 22 Einfamilienhäuser sind in drei parallelen Doppelreihen angeordnet, sodass sie rückwärtig aneinandergrenzen. Jeder Grundriss ist so gestaltet, dass jedes Haus über einen kleinen, von der Straßenseite zugänglichen Hof verfügt. Die kompakte Hofhaus-Bauweise trägt sowohl zur Energieeffizienz als auch zu guter Belüftung und Belichtung der Räume bei.

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Die 33 Wohnungen befinden sich in drei baugleichen Baukörpern mit jeweils drei Stockwerken plus Dachgeschoss, die am südlichen Ende der Einfamilienhausreihen positioniert sind. Jede Wohnung verfügt über einen nach Süden ausgerichteten Balkon oder eine Terrasse. Eine vorgelagerte Aluminiumkonstruktion trägt die Balkonplatten und bietet zugleich Raum für Kletterpflanzen, die das Mikroklima verbessern und die Wohnqualität erhöhen sollen.

Um die soziale Durchmischung im Quartier zu verbessern, sind 16 Wohnungen als geförderter Wohnraum umgesetzt, 13 Wohnungen sind barrierefrei. Die Größe der Wohnflächen liegt zwischen 50 und 94 Quadratmetern.

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Alle Gebäude sind in Holzbauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad errichtet. Aus statischen Gründen wurden Untergeschosse und Treppenhauskerne aus Stahlbeton gefertigt. Das Tragwerk der beiden Gebäude basiert auf Holztafelwänden, Holzunterzügen und zwanzig Zentimeter starken Brettsperrholzelementen als Decken. Sämtliche tragenden Teile erfüllen durch ihre Dimensionierung die brandschutztechnischen Anforderungen, sodass die Decken und Unterzüge in Sichtholz ausgeführt werden konnten. Die Innenräume erhalten so eine natürliche und warme Atmosphäre.

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Nahwärmenetz auf Basis erneuerbarer Energien

Die Wärmeversorgung des Quartiers erfolgt über das Nahwärmenetz der Stadt Wangen im Allgäu, das derzeit schrittweise auf erneuerbare Energien (Biomasse, Solarthermie, Geothermie), Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Abwärme umgestellt wird. Das Wärmenetz stellt eine Temperatur von 75 °C bereit. Für die Mehrfamilienhäuser gibt es in der Tiefgarage eine gemeinsame Übergabestation mit Pufferspeicher und Frischwasserstation, von der aus die Wärme für Heizung und Warmwasser in die Wohnungen verteilt wird. Die Hofhäuser haben jeweils einen eigenen Anschluss an das Nahwärmenetz. 

Alle Gebäude verfügen über eine Fußbodenheizung, die über Thermostate in den einzelnen Räumen geregelt wird. In den Bädern gibt es zusätzlich elektrische Heizungen für ein schnelleres Aufwärmen der Raumluft. Eine Lüftungsanlage wurde nicht eingeplant, dafür jedoch Ablüfter in den Bädern, wodurch die feuchte Luft direkt nach draußen geblasen wird (Feuchteschutz). So erzielen die Hofhäuser einen Wärmebedarf von jeweils rund 15 kW pro Jahr, die drei Mehrfamilienhäuser insgesamt ca. 100 kW pro Jahr. -tg

Bautafel

Architektur: a+r Architekten, Stuttgart/Tübingen
Projektbeteiligte: architekturlokal selbach | kneer & partner, Ravensburg (LPH 8-9); Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (Außenanlagen); Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner, Wendlingen (Tragwerk); Ott Ingenieure, Langenau (Gebäudetechnik)
Bauherr*in: Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau, Stuttgart
Fertigstellung: 2024
Standort: Schwester-Melania-Straße, 88239 Wangen im Allgäu
Bildnachweis: Werner Huthmacher, Berlin; architekturlokal selbach | kneer & partner, Ravensburg

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Das Quartier Auwiesen in Wangen im Allgäu ist nicht nur ökologisch und energieeffizient, sondern soll auch ein lebendiges und funktionierendes nachbarschaftliches Miteinander fördern.

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In Zürich-Schwamendingen wurde ein Mehrfamilienhaus aus den 1970er-Jahren nach Plänen von Kämpfen Zinke + Partner in ein Gebäude mit Plus-Heizenergie-Bilanz nach Minergie-A Standard transformiert.

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Auf einem vormals brachliegenden, tortenstückförmigen Grundstück im Süden von Graz wurde nach Plänen von Scherr + Fürnschuss Architekten das Brauquartier Puntigam errichtet.

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Dezentrale Wärmeversorgung mit Abwärme einer Brauerei

Die Architekten Heike und Detlef Sommer entwickelten auf einem Grundstück in Berlin-Köpenick hochwertige, energieeffiziente und pflegeleichte Mietwohnungen.

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Eisspeicher in Kombination mit Solarkollektoren dient Wärmepumpe als Energiequelle

In Winterthur-Töss haben die Züricher Architekten Wild Bär Heule ein Mehrfamilienhaus in Form eines Turmhauses realisiert.

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Das erste innerstädtische Passivholzhaus Deutschlands steht im Innenhof einer Wohnanlage in Münchens Stadtteil Schwabing

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Auf 80 Pfählen aufgestellt ist das Ensemble Duett im Seebad Warnemünde von Löser Lott Architekten; ein schmaler Durchgang trennt die beiden Baukörper

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Energiegewinnung durch Geothermie für Decken- und Fußbodenheizung

Holz trägt das mehrstöckige, von Frantzen et al Architekten entworfene Wohnhaus in Amsterdam-Noord

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Mehrgeschossige Holzkonstruktion als Nullenergiegebäude

Das Wohnhaus füllt eine schmale Baulücke, die seit 1944 brach lag

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Lowtech-Energiekonzept mit Gas-Brennwertkessel

Das Gebäude wurde Anfang der 1970er Jahre gegenüber des Pforzheimer Hauptbahnhofs errichtet, hier die Südfassade

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Bei der Gliederung des Hotelkomplexes orientierten sich die Architekten an einem Kloster

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Südansicht des Olympia Towers

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Das Wohnhaus wurde in Massivbauweise im österreichischen Niedrigenergiestandard errichtet

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Das ehemalige Satteldach des 1959 errichteten Mehrfamilienhauses wurde durch eine zeitgemäße Aufstockung ersetzt

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Die Fassade teilt sich in einen mit Lärchenholz verkleideten und einen verputzen Teil

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Das Boardinghouse öffnet sich mit breiter, leicht geschwungener Front zum Ufer des Tiefen Sees; rückwärtig schließt es an die Brandwand eines Parkhauses an

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Südansicht Haus Kastanje: Der Wintergarten dient auch als Wärmefänger

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Die transparenten Bauteile (Luftkollektoren) an Dach und Fassade nutzen die Sonnenwärme passiv

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Warme Holz- und Erdfarben prägen die Zimmer

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Die schmalen Baukörper der Wohnbauten steigen nach Westen leicht an und versperren den Bewohnern der dahinter liegenden Häuser nicht die Aussicht

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Ökohotel Stadthalle mit südlicher Photovoltaik-Fassade

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Ansicht Ost

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Südfassade

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Das Wohnhaus liegt direkt an der Strandpromenade

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Nordostansicht des Solarhauses

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Kompakte Bauform und gutes AV-Verhältnis bietet die Basis für die effiziente Anwendung ökologischer Gebäudetechnik

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Außenansicht

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