Healing Architecture
Callwey, München 2025
Texte in deutscher Sprache
272 Seiten, mit zahlreichen Grundriss- und Schnittzeichnungen und farbigen Fotografien
Format: 23,6 x 30,6 x 2,9 cm, gebunden
Preis: 98 EUR
ISBN 978-3-7667-2802-9
Der Callwey-Verlag lobte 2025 erstmalig einen Architekturpreis für herausragende Bauten des Gesundheitswesens aus. Matteo Thun, Architekt, Designer und einer der beiden Herausgeber des Sammelbands, erläutert:
„Bei der Gestaltung von Gebäuden und Räumen geht es immer darum, aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen. Gebäude interagieren mit Menschen – der menschliche Körper ist nicht von seiner Umgebung getrennt. Dieser Ansatz gilt für Architektur und Innenarchitektur im Allgemeinen, insbesondere aber für Architekturprojekte im öffentlichen Raum wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen oder am Arbeitsplatz. In den letzten Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass unsere Umwelt und unmittelbare Umgebung einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Genesung hat. Die Gestaltung von Räumen, die gezielt auf Heilung und Wohlbefinden ausgerichtet sind, ist ein interdisziplinäres Feld, das Architektur, Medizin, Psychologie, Umweltwissenschaften und Design miteinander verbindet.”
Das Buch präsentiert 32 Arzt- und Gesundheitspraxen, Forschungsgebäude, Gesundheitsresorts, Krankenhäuser, Kliniken, Pflegeheime, Seniorenresidenzen, Rehabilitationszentren und therapeutische Einrichtungen. Eine Jury prämierte zwei Abteilungen der Kinder- und Jugendklinik in Freiburg und ein Pflegeheim in Stans in der Schweiz mit drei 1. Preisen. Hans-Georg Esch erhielt einen Fotografiepreis für den Lanserhof Sylt. Vier Anerkennungen gelten einem Radontherapiezentrum, einem Kantonsspital, einem Zentrum für seelische Gesundheit und Um- und Erweiterungsbauten eines Klinikums.
Allen Arbeiten gemeinsam ist eine sorgfältige Auseinandersetzung mit Tages- und Kunstlicht, Ausblicken beispielsweise in begrünte Innenhöfe, natürlichen Materialien, Farben, Proportion und Maßstäblichkeit zur Schaffung von angenehmer Atmosphäre. Lichtdurchflutete Räume bieten gleichzeitig Geborgenheit. Es gibt hölzerne Pergolen als Zwischenbereiche, tiefe Fensterlaibungen für Ausblicke aus dem Bett, Erkerfenster für diskrete Transparenz, Sitzlaibungen und -nischen, Türen mit übergroßer Beschriftung bis zu transluzenten Schiebetüren.
Jeder Bau wird ausführlich mit großformatigen Fotografien,
Grundrissen, Schnitten, einem Daten- und Namenblatt vorgestellt.
Der Anhang enthält Piktogramme, etwa zur Auswertung der einzelnen
Faktoren, sowie sämtliche Namen und Adressen. -sj
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