Wohn- und Geschäftshaus Malplaquetstraße 19 in Berlin
Re-Use eines historischen Fabrik-Portals
Ein historisches Portalfragment erzählt vom Wandel der Zeiten,
in dem es als eindrucksvoll gestalteter Eingang für das Wohn- und
Geschäftshaus einer Baugemeinschaft in der Berliner
Malplaquetstraße 19 wiederbelebt wurde.
Galerie
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
01|16
Die Höhe der Backsteinwand markiert die funktionale vertikale Trennung der beiden Nutzungen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
02|16
Die Balkone sind eine Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und ellipsoid geformter Loggia als Nische.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
03|16
Durch dieses geometrische Manöver entstand eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
04|16
Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der Loggien bieten einen Windschutz; die Auskragungen der Balkone verschatten die festverglasten Fenster.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
05|16
Die hofseitigen Fassaden führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
06|16
Ein mittig angeordnetes Treppenhaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang ermöglicht die Erschließung als Zweispänner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
07|16
Mit einer adaptierbaren Grundriss-Organisation ließen sich die individuellen Wünsche der Baugemeinschaft erfüllen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
08|16
Bäder und Küchen beispielsweise können als freistehender Kern, axialer Raumtrenner oder offene Wohnküche mit separierter Nasszelle angeordnet werden.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
09|16
Zwei grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern und Enfilade – wurden miteinander verknüpft, um zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
10|16
Ähnlich individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
11|16
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
12|16
Grundriss 2. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
13|16
Grundriss 5. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
14|16
Ansicht Südwest
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
15|16
Schnitt
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Industriedenkmal
Die heute denkmalgeschützten Osram-Höfe sind ein Gebäudekomplex
zwischen den Straßen Oudenarder, See, Malplaquet, Liebenwalder und
Groninger im Berliner Bezirk Wedding. Seit 1905 wurden auf dem
Areal Glühlampen produziert. Das für die Höfe namensgebende
Osram ist ein zusammengesetztes Kunstwort aus Osmium
(im Periodensystem = Os) und Wolfram, den beiden Metallen,
aus denen der Glühfaden der Lampe hergestellt wurde. Osram
ist sowohl der Markenname einer ganz bestimmten Glühlampe mit eben
diesem Glühfaden als auch der Name der Firma, die diese Lampen
produzierte. Die Firma hatte das Fabrikareal in Berlin vom
ursprünglichen Gründer Sigmund Bergmann erworben, der zuvor in New
York eng mit Thomas Alva Edison zusammengearbeitet hatte, dem
Ahnherren der Telekommunikation und der Elektrifizierung.
Die Fabrik wurde bis in die 1930er-Jahre kontinuierlich zum
zeitweise größten Glühlampenwerk Europas erweitert. Ende der
1980er-Jahre wurde die Produktion an einen anderen Standort
verlagert und das Werk im Wedding geschlossen. Es erfolgte eine
Konversion des Ensembles zu einer Mischung aus Einzelhandel,
Dienstleistungen, Büros und Nutzungen durch wissenschaftliche und
forschungsorientierte Institutionen.
Die Osram-Höfe gelten heute als bedeutender historischer
Standort der elektrotechnischen Industrie in Berlin. Das
denkmalgeschützte Ensemble verdeutlicht architektonisch den
Übergang von gelben Klinkerbauten mit einzelnen
Jugendstilornamenten zu sachlich-funktionalen
Stahlskelettkonstruktionen, die in eine gründerzeitliche
Blockrandbebauung integriert waren. Zahlreiche Weddinger
Straßennamen aus der Gründerzeit und damit der Hochphase des
deutschen Historismus verweisen auf die noch ältere
preussisch-brandenburgische Militärgeschichte. So ist die
Malplaquetstraße nach einer Schlacht des Spanischen Erbfolgekriegs
benannt, der unter preußischer Beteiligung im heutigen Grenzgebiet
zwischen Frankreich und Belgien stattfand.
Portalfragment
Flankiert von Gründerzeitwohngebäuden befand sich in der
Malplaquetstraße 19 einer von mehreren Eingängen in das Areal der
Glühlampenfabrik. Das Portal, ursprünglich Teil eines
Pförtnerhauses, war jedoch nur noch ein Wandfragment mit
zugemauerten Blindfenstern; der Ort wirkte eher wie eine Baulücke.
Eine Gruppe engagierter Wohnungssuchender nahm sich dieser
städtebaulich wie historisch einzigartigen Situation an und
gründete eine Baugemeinschaft, um für sich selbst Wohnungen und
Gewerbeflächen zu schaffen. Die architektonische Federführung für
diese innerstädtische Nachverdichtung übernahmen die beiden
Architekten Bettina Kraus und Thomas Baecker.
Galerie
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die Höhe der Backsteinwand markiert die funktionale vertikale Trennung der beiden Nutzungen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die Balkone sind eine Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und ellipsoid geformter Loggia als Nische.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Durch dieses geometrische Manöver entstand eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der Loggien bieten einen Windschutz; die Auskragungen der Balkone verschatten die festverglasten Fenster.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die hofseitigen Fassaden führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Ein mittig angeordnetes Treppenhaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang ermöglicht die Erschließung als Zweispänner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Mit einer adaptierbaren Grundriss-Organisation ließen sich die individuellen Wünsche der Baugemeinschaft erfüllen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Bäder und Küchen beispielsweise können als freistehender Kern, axialer Raumtrenner oder offene Wohnküche mit separierter Nasszelle angeordnet werden.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Zwei grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern und Enfilade – wurden miteinander verknüpft, um zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Ähnlich individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
12|16
Grundriss 2. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
13|16
Grundriss 5. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Ansicht Südwest
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Schnitt
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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„Wiederbelebung“
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines
ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde nicht nur als authentische
Bausubstanz respektiert, sondern als wesentlicher und prägender
Bestandteil des Ortes erkannt. Konsequenterweise ist der
historische Torbogen der Einfahrt heute der Eingang des neuen
Hauses. Die Laibung samt Sturz und einem halbrunden Oberlicht ist
mit Sichtbeton gerahmt, wodurch – neben der baukonstruktiven
Ertüchtigung – die Proportion des Tors als Element der
ehemaligen Industriearchitektur betont wird.
Außerdem ist die Höhe der Backsteinwand die funktionale wie
visuelle Vorgabe für die vertikale Aufteilung in die beiden
Nutzungen. Die neu geschaffenen Büroräume befinden sich in
Anlehnung an das ehemalige Pförtnerhaus unmittelbar hinter den
Wandresten bis zur Höhe der historischen Traufe. Oberhalb dieser
geometrischen wie historischen Linie sind die Wohnungen in vier
neuen Geschossen plus Dachterrasse gestapelt. Diese beiden Teile
der Fassade bilden zusammen ein blockrandschließendes Vorderhaus,
in dem sich alle Wohnungen nach Südwesten zur Straße
ausrichten.
Balkon-Loggien und Fenster
Den Wechsel der Nutzung verdeutlicht kontrastierend Material und
Farbe – gelber Backstein zu hellgrauem Sichtbeton – sowie eine
geometrische Variation von Bögen respektive Halbkreisen und
Rechtecken. Die Architektur reagiert zwar auf den Bestand, ist aber
keine historisierende Kopie einer wie auch immer gearteten
Angleichung an die Nachbargebäude aus der vorletzten
Jahrhundertwende. Stattdessen sind wie bei einem überdimensionalen
Schachbrett Balkone mit raumhohen Schiebetüren und annähernd
quadratische und ebenfalls raumhohe Festverglasungen alternierend
angeordnet. Mittels dieses strengen Rhythmus erhält jede Wohnung
jeweils zwei Felder bestehend aus einem Balkon und einem
Fenster.
Galerie
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die Höhe der Backsteinwand markiert die funktionale vertikale Trennung der beiden Nutzungen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die Balkone sind eine Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und ellipsoid geformter Loggia als Nische.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Durch dieses geometrische Manöver entstand eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der Loggien bieten einen Windschutz; die Auskragungen der Balkone verschatten die festverglasten Fenster.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die hofseitigen Fassaden führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Ein mittig angeordnetes Treppenhaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang ermöglicht die Erschließung als Zweispänner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Mit einer adaptierbaren Grundriss-Organisation ließen sich die individuellen Wünsche der Baugemeinschaft erfüllen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Bäder und Küchen beispielsweise können als freistehender Kern, axialer Raumtrenner oder offene Wohnküche mit separierter Nasszelle angeordnet werden.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Zwei grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern und Enfilade – wurden miteinander verknüpft, um zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Ähnlich individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
12|16
Grundriss 2. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
13|16
Grundriss 5. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
14|16
Ansicht Südwest
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Schnitt
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Die Balkone sind jedoch keine „normalen“ Balkone, sondern eine
Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und einer ellipsoid
geformten Loggia als Nische. Durch dieses geometrische Manöver ist
eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen
entstanden, die einen Zwischenraum zwischen dem Straßen- und dem
Innenraum bilden. Die Architekten vergleichen diese Freisitze mit
ähnlich extrovertiert und gleichzeitig introvertierten Logen eines
Theaters. Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der
Loggien bieten zudem einen Windschutz, während die Auskragungen der
Balkone die festverglasten Fenster verschatten. Die raumhohen
Fenster sorgen für eine gute Belichtung der teils tiefen Wohnungen
mit seitlichen Brandwänden. Die hofseitigen Fassaden
führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Galerie
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die Höhe der Backsteinwand markiert die funktionale vertikale Trennung der beiden Nutzungen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die Balkone sind eine Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und ellipsoid geformter Loggia als Nische.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
03|16
Durch dieses geometrische Manöver entstand eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
04|16
Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der Loggien bieten einen Windschutz; die Auskragungen der Balkone verschatten die festverglasten Fenster.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
05|16
Die hofseitigen Fassaden führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
06|16
Ein mittig angeordnetes Treppenhaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang ermöglicht die Erschließung als Zweispänner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Mit einer adaptierbaren Grundriss-Organisation ließen sich die individuellen Wünsche der Baugemeinschaft erfüllen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Bäder und Küchen beispielsweise können als freistehender Kern, axialer Raumtrenner oder offene Wohnküche mit separierter Nasszelle angeordnet werden.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Zwei grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern und Enfilade – wurden miteinander verknüpft, um zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Ähnlich individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Grundriss 2. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Grundriss 5. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Ansicht Südwest
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Schnitt
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Erschließung, Organisation, Flexibilität, Kern und
Enfilade
In unmittelbarer räumlicher Verbindung mit dem alten wie neuen
Eingang ermöglicht ein mittig angeordnetes Treppenhaus mit Aufzug
eine Erschließung als Zweispänner. Im rückwärtigen Hof wird diese
Symmetrie durch einen Seitenflügel aufgelöst, der sich an die
Brandwand des Nachbarhauses schmiegt. Während in der kompakten
Wohnung des Vorderhauses die Verkehrsfläche minimiert ist, sind die
Räume im Seitenflügel ähnlich einer Enfilade organisiert, die die
Hälfte der Wohnungen in den Hof hinein vergrößert. Zwei
grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern
und Enfilade – wurden hier geschickt miteinander verknüpft, um
zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Galerie
Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die Höhe der Backsteinwand markiert die funktionale vertikale Trennung der beiden Nutzungen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die Balkone sind eine Kombination aus halbkreisförmiger Auskragung und ellipsoid geformter Loggia als Nische.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Durch dieses geometrische Manöver entstand eine plastische Fassade mit ungewöhnlich großen Freisitzen.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
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Die breiten und nach innen gewölbten Laibungen der Loggien bieten einen Windschutz; die Auskragungen der Balkone verschatten die festverglasten Fenster.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Die hofseitigen Fassaden führen dieses Prinzip in vereinfachter Art fort.
Bild: Thomas Bendel, Berlin
06|16
Ein mittig angeordnetes Treppenhaus in unmittelbarer Nähe zum Eingang ermöglicht die Erschließung als Zweispänner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
07|16
Mit einer adaptierbaren Grundriss-Organisation ließen sich die individuellen Wünsche der Baugemeinschaft erfüllen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
08|16
Bäder und Küchen beispielsweise können als freistehender Kern, axialer Raumtrenner oder offene Wohnküche mit separierter Nasszelle angeordnet werden.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
09|16
Zwei grundsätzliche Prinzipien der Grundriss-Organisation – Kern und Enfilade – wurden miteinander verknüpft, um zwei unterschiedliche Wohnungsgrößen zu schaffen.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
10|16
Ähnlich individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
12|16
Grundriss 2. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
13|16
Grundriss 5. Obergeschoss
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
14|16
Ansicht Südwest
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
15|16
Schnitt
Bild: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L
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Die beiden Architekten haben zudem die individuellen Wünsche und
Bedürfnisse der Baugemeinschaft mit einer adaptierbaren
Grundriss-Organisation gelöst. Die flexibel zu gestaltenden
Grundrisse basieren darauf, dass der Schacht für die
Leitungsführung für Bäder und Küchen nicht wie üblich seitlich an
einer Wand, sondern nun mittig angeordnet ist – ungewöhnlich
aber vorteilhaft. So können Bäder und Küchen beispielsweise als
freistehender Raum-in-Raum-Kern, axialer Raumtrenner oder offene
Wohnküche mit separierter Nasszelle umgesetzt werden. Ähnlich
individuell erfolgte der Innenausbau der Wohnungen je nach
Wünschen, Vorgaben oder eigenen Fähigkeiten der Bewohnerinnen und
Bewohner.
Diese städtebauliche Nachverdichtung einer Baulücke in
Berlin-Wedding erfolgte auf einer Grundstücksfläche von 390
Quadratmetern. Es entstanden drei Gewerbeeinheiten und neun
Wohnungen mit einer Wohnfläche von 1.150 Quadratmetern. 2023
wurde das Haus Malplaquetstrasse 19 mit dem Architekturpreis Berlin
ausgezeichnet. -sj
Bautafel
Architektur: Thomas Baecker Bettina Kraus Architekten Partnerschaft mbB i.L; Michael Albertshofer, Filip Kujawski, Ole Hallier, Florian Rizek, Sebastian Witzke (Team Architektur) Ausbau: Bettina Kraus Projektbeteiligte: Building Applications Ingenieure, Berlin (Gebäudetechnik); Ifb Frohloff Staffa Kühl Ecker (Tragwerk) Bauherr*in: Malplaquetstraße 19 GbR Fertigstellung: 2021 Standort: Malplaquetstraße 19 in Berlin-Wedding Bildnachweis: Marc Timo Berg, Berlin; Thomas Bendel, Berlin
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Bild: Till Schuster
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Wohnen/MFH
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Das Portal einschließlich der erhaltenen Außenwand eines ursprünglichen Mezzaningeschosses wurde als authentische Bausubstanz respektiert und als prägender Bestandteil des Ortes erkannt.
Bild: Marc Timo Berg, Berlin
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Wohn- und Geschäftshaus Malplaquetstraße 19 in Berlin
Re-Use eines historischen Fabrik-Portals
An der Hanauer Straße im Münchner Stadtteil Moosach hat das Wiener Planungsbüro Superblock Ziviltechniker einen länglichen Wohnkomplex entworfen.
Bild: Oliver Heissner / oliverheissner.de
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Bild: Ulrich Schwarz, Berlin
Wohnen/MFH
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Bild: Sebastian van Damme über Orange Architects
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Bild: Constantin Meyer für Solarlux, Melle
Wohnen/MFH
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Bild: Bauhaus-Filmwerkstatt über Solarlux
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Bild: Brigida González, Stuttgart
Wohnen/MFH
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Schallschutzfenster und Metallfalten
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Bild: Jasmin Schuller
Wohnen/MFH
Steg am Wasser in Berlin-Grünau
Gestapelte Gemeinschaftsstege und Glasfaltwände
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Bild: MWA Hart Nibbrig, Amsterdam
Wohnen/MFH
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Bild: Bildnachweis: Daniel Sumesgutner für Solarlux
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Bild: Solarlux, Melle / Bart van Hoek, Den Haag
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