Roger Boltshauser mit Mirjam Kupferschmid, Janina Flückiger und Marlène Witry (Hrsg.)
Tradition und Potential
Triest Verlag, Zürich 2026
480 Seiten, ca. 630 Abbildungen
Format 22 x 30 cm, Halbgewebeband
Preis: 98 EUR
ISBN 978-3-03863-095-1 (Deutsche Ausgabe); 978-3-03863-096-8 (Englische Ausgabe)
2,3 Kilogramm – so viel wie ein Leichtlehmstein – bringt dieses
Buch auf die Waage. Ein Zufall? In Pisé – Hybridkonstruktionen:
Tradition und Potenzial geht es um die Kombination von
Lehmbauweisen mit Holz, Stahl und anderen Materialien. Roger Boltshauser
und seine Mitautor*innen haben historische und zeitgenössische
Beispiele zusammengetragen und erläutern an ihnen konzeptionelle
und konstruktive Überlegungen. Schließlich lautet die Frage: Wie
lässt sich der Lehmbau skalieren?
Das Buch knüpft an den Vorgängerband mit dem
TitelPisé – Stampflehman, einer ähnlich
umfassenden Veröffentlichung. Pisé bezeichnet genau genommen
Stampflehm, doch auch andere Bautechniken sind auf den annähernd
500 Seiten vertreten. Unzählige Fotos und Zeichnungen belegen die
architektonische und konstruktive Vielfalt des Lehmbaus. Die
Beispielbauten, von denen einige bereits weit über hundert Jahre
überdauert haben, stehen in Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich
und der Schweiz – eine Spur regionaler Cluster von Nordafrika bis
in die Alpen.
Galerie
In „Pisé – Hybridkonstruktionen“ nimmt Roger Boltshauser mit Mirjam Kupferschmid, Janina Flückiger und Marlène Witry die Skalierbarkeit des Lehmbaus in den Blick.
Bild: Triest Verlag
01|12
Das Buch ist in zwei Sektionen gegliedert, die Geschichte und Potenziale des Lehmbaus behandeln.
Bild: Triest Verlag
02|12
Die Lehmbaureise beginnt in Marokko.
Bild: Triest Verlag
03|12
Heute steht in Marokko der Wunsch, das lokale Material und Handwerkswissen zu nutzen. Den Auflagen zur Erdbebensicherheit steht er jedoch gegenüber.
Bild: Triest Verlag
04|12
Auf der ibersischen Halbinsel sind zahlreiche Kombinationen mit Kalk, Gips und Ziegeln dokumentiert.
Bild: Triest Verlag
05|12
Seit den 1970er-Jahren erlebt das Bauen mit Lehm einen Aufschwung in Frankreich.
Bild: Triest Verlag
06|12
Wer die statischen und bauphysikalischen Eigenschaften beeinflussen will, muss das Gefüge von Ton und Lehm verstehen.
Bild: Triest Verlag
07|12
Studierende der ETH Zürich entwarfen erfindungsreiche Tragwerke.
Bild: Triest Verlag
08|12
Hybridkonstruktionen mit Holz- oder Stahlteilen erweitern den Spielraum hinsichtlich Spannweiten und Offenheit der Lehmbauten.
Bild: Triest Verlag
09|12
Der Ofenturm des Ziegeleimuseums bei Cham ist eines der bekanntesten Stampflehmprojekte von Boltshauser Architekten.
Bild: Triest Verlag
10|12
Florian Nagler konstruierte ein Haus ohne Zement.
Bild: Triest Verlag
11|12
Neben großformatigen Fotos enthält das Buch zahlreiche Diagramme und Detailzeichnungen.
Bild: Triest Verlag
12|12
Die erste Hälfte des Buchs ist der Geschichte des Lehmbaus
gewidmet. Die Lesenden erfahren, wie die Kasbahs in Marokko mit
ihren Lehmwänden und Höfen nicht nur ein kühles Mikroklima in der
Hitze schaffen, sondern auch Temperaturschwankungen zwischen Tag
und Nacht ausgleichen. Baumaterial, Gebäude und Städtebau sind hier
nicht voneinander zu trennen. Auf der iberischen Halbinsel lassen
sich regional unterschiedliche Hybridkonstruktionen mit Gips, Kalk,
Steinen oder Ziegeln entdecken. Unter den neueren Beispielen ist
sogar ein Schwimmbad im nordspanischen Zamora.
In den weiteren Kapiteln ist zu lesen, was zum Aufschwung des
Lehmbaus in Frankreich seit den 1970er-Jahren führte und wie sich
die Pisétechnik in der Schweiz entwickelte, wo das Klima deutlich
feuchter und kälter als in Marokko ist. Selbst in postmodernen
Architekturen fand das Material Eingang, doch gerade einige der
neueren Bauten sind umstritten, weil ihnen etwa die schützenden
Dachüberstände fehlen. Wie werden die Lehmfassaden wohl in zehn
Jahren aussehen?
Galerie
In „Pisé – Hybridkonstruktionen“ nimmt Roger Boltshauser mit Mirjam Kupferschmid, Janina Flückiger und Marlène Witry die Skalierbarkeit des Lehmbaus in den Blick.
Bild: Triest Verlag
01|12
Das Buch ist in zwei Sektionen gegliedert, die Geschichte und Potenziale des Lehmbaus behandeln.
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02|12
Die Lehmbaureise beginnt in Marokko.
Bild: Triest Verlag
03|12
Heute steht in Marokko der Wunsch, das lokale Material und Handwerkswissen zu nutzen. Den Auflagen zur Erdbebensicherheit steht er jedoch gegenüber.
Bild: Triest Verlag
04|12
Auf der ibersischen Halbinsel sind zahlreiche Kombinationen mit Kalk, Gips und Ziegeln dokumentiert.
Bild: Triest Verlag
05|12
Seit den 1970er-Jahren erlebt das Bauen mit Lehm einen Aufschwung in Frankreich.
Bild: Triest Verlag
06|12
Wer die statischen und bauphysikalischen Eigenschaften beeinflussen will, muss das Gefüge von Ton und Lehm verstehen.
Bild: Triest Verlag
07|12
Studierende der ETH Zürich entwarfen erfindungsreiche Tragwerke.
Bild: Triest Verlag
08|12
Hybridkonstruktionen mit Holz- oder Stahlteilen erweitern den Spielraum hinsichtlich Spannweiten und Offenheit der Lehmbauten.
Bild: Triest Verlag
09|12
Der Ofenturm des Ziegeleimuseums bei Cham ist eines der bekanntesten Stampflehmprojekte von Boltshauser Architekten.
Bild: Triest Verlag
10|12
Florian Nagler konstruierte ein Haus ohne Zement.
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11|12
Neben großformatigen Fotos enthält das Buch zahlreiche Diagramme und Detailzeichnungen.
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Im zweiten Teil des Buchs steht im Fokus, wie sich der Lehmbau
beschleunigen, industrialisieren und auch im größeren Maßstab
umsetzen lässt. Dazu erhalten die Lesenden zunächst einen tieferen
Einblick in die Qualitäten und Problemzonen des Materials, das zwar
lokal als Bodenaushub gewonnen werden kann, jedoch eines
aufwändigen und langwierigen Verarbeitungs- und Trocknungsprozesses
bedarf.
Zu sehen sind Fotos von erfolgreichen Versuchen, Lehm zu gießen
oder gar zu werfen, anstatt zu stampfen. Freistehende
Gewölbekonstruktionen mit schützender Blechabdeckung, Ringanker und
Stürzen aus Beton sowie an Lehmstützen aufgehängte Holz- und
Stahltragwerke veranschaulichen den Ideenreichtum der Studierenden
und Forschenden an der EPFL in Lausanne, der ETH Zürich und der TU
München.
Galerie
In „Pisé – Hybridkonstruktionen“ nimmt Roger Boltshauser mit Mirjam Kupferschmid, Janina Flückiger und Marlène Witry die Skalierbarkeit des Lehmbaus in den Blick.
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01|12
Das Buch ist in zwei Sektionen gegliedert, die Geschichte und Potenziale des Lehmbaus behandeln.
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02|12
Die Lehmbaureise beginnt in Marokko.
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03|12
Heute steht in Marokko der Wunsch, das lokale Material und Handwerkswissen zu nutzen. Den Auflagen zur Erdbebensicherheit steht er jedoch gegenüber.
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04|12
Auf der ibersischen Halbinsel sind zahlreiche Kombinationen mit Kalk, Gips und Ziegeln dokumentiert.
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05|12
Seit den 1970er-Jahren erlebt das Bauen mit Lehm einen Aufschwung in Frankreich.
Bild: Triest Verlag
06|12
Wer die statischen und bauphysikalischen Eigenschaften beeinflussen will, muss das Gefüge von Ton und Lehm verstehen.
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07|12
Studierende der ETH Zürich entwarfen erfindungsreiche Tragwerke.
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08|12
Hybridkonstruktionen mit Holz- oder Stahlteilen erweitern den Spielraum hinsichtlich Spannweiten und Offenheit der Lehmbauten.
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09|12
Der Ofenturm des Ziegeleimuseums bei Cham ist eines der bekanntesten Stampflehmprojekte von Boltshauser Architekten.
Bild: Triest Verlag
10|12
Florian Nagler konstruierte ein Haus ohne Zement.
Bild: Triest Verlag
11|12
Neben großformatigen Fotos enthält das Buch zahlreiche Diagramme und Detailzeichnungen.
Bild: Triest Verlag
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Neben Detailzeichnungen begleiten die Bauberichte auch Diagramme
und Grafiken, die beispielsweise Verbesserungen bei Statik,
Bauprozessen und der Feuchteentwicklung aufzeigen. Leider ist
es nicht immer möglich, die Abbildungen auf Anhieb den Berichten
eindeutig zuzuordnen. Dazu wären ein Stichwortverzeichnis und ein
Bauwerksregister hilfreich, um die spannenden Informationen und
Projektbeispiele schnell wiederzufinden.
Auch die bereits realisierten Projekte von Boltshauser
Architekten werden natürlich gezeigt: Neben dem Ziegelei-Museum bei Cham erhielten auch der
Schulpavillon Allenmoos in Zürich und das
Hotel Leo in St. Gallen einen ausführlichen
Beitrag. Sie geben Hoffnung, dass Pisékonstruktionen in unseren
Breitengraden wieder mehr Verbreitung finden – auch der Umwelt
zuliebe.
Fachwissen zum Thema
Gestalterische, bauphysikalische und mechanische Anforderungen bestimmen die Konzeption der Fassade
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Grundlagen
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Bild: Julia Blöser, Berlin
Materialien
Lehm
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Der Band dokumentiert sechs Jahrzehnte Baugeschichte anhand maßstäblicher Konstruktionszeichnungen.
Algen und Pilze an Fassaden
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Bauschäden in Beispielen
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Wollbau
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MHZ Senkrechtmarkise
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