Interaktive Kunstinstallationen in Cambridge

Sich die Stadt zu eigen machen

Die Aneignung von öffentlichem Raum wird aus psychologischer Sicht als menschliches Grundbedürfnis definiert und ist häufig ein Kriterium bei Stadtentwicklungsprozessen. Sich einen Ort zu eigen zu machen bedeutet dabei, Einfluss auszuüben, Verantwortung zu übernehmen und aktiv mitzugestalten – was letztlich auch zu mehr Zugehörigkeit und Identifikation führt. Darauf basiert auch das Konzept des Design- und Kunststudios Daily tous les jours für ihre beiden interaktiven Installationen in der kanadischen Stadt Cambridge.

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Schauplatz ist der Gaslight District, ein Siedlungsgebiet mit Mischnutzung, das auf dem Gelände einer Gießerei aus dem 19. Jahrhundert errichtet wurde. Sie war Zentrum der frühen Industrialisierung der Region und bekannt als das „Manchester Kanadas“. Heute ist die hier ansässige Industrie auf High-Tech ausgerichtet, mit Technologien wie Robotik und Satellitentechnik. Gleichzeitig befindet sich dort auch die University of Waterloo, eine der führenden Institutionen Kanadas für fortgeschrittene wissenschaftliche Forschung. Heute finden sich hier verschiedene kulturelle und gastronomische Einrichtungen – darunter ein Mehrzweck-Veranstaltungsraum, an den der bislang größte öffentliche Platz der Stadt anschließt.

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Interaktion durch Kunst

Das Anliegen von Daily tous les jours liegt darin, mit interaktiver Kunst, Storytelling, Performance und Städtebau gemeinsame Interaktionen mit Stadtraum und Mitbürger*innen zu fördern. Menschen sollen dadurch ermutigt werden, eine aktive Rolle bei der Umgestaltung ihrer Stadt zu spielen und den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu nutzen.

Die erste Installation Hello Hello ist ein interaktives Nachrichtensystem am Eingang zum Gaslight District, das menschliche Stimmen in Musik und Licht verwandelt. Der Aufbau ist simpel: Ein schmaler Bogen aus bunt-leuchtenden LED-Röhren vor einer gläsernen, stark reflektierenden Fassade eines Bestandshauses. Die drei Mikrofone laden Passanten ein, einen akustischen Gruß zu überbringen oder eine Nachricht einzusprechen – inspiriert vom Kinderspiel Stille Post. Die Stimmen wandern, begleitet von Farbwellen, in den 13 m hohen leuchtenden Bogen auf und ab und verwandeln sich in eine verspielte Kombination aus Licht und Ton. Treffen Stimmen aus mehreren Mikrofonen aufeinander, interagieren sie miteinander und lassen verschiedene Harmonien entstehen.

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Gemeinsam musizieren

Auf dem zentralen Platz des Gaslight Districts findet sich die zweite Installation River Lines. Das musikalische Kunstwerk besteht aus einem quadratischen, gepflasterten Platz mit wellenförmiger Oberflächenstruktur. Darin integriert sind insgesamt 62 Sensoren, die jeweils Tönen verschiedener Instrumentengruppen zugeordnet sind: Kalimba, Klavier, Gitarre, Kora, Harfe und Violine. Bewegen sich Passanten auf dem Pflaster, werden je nach Position die jeweiligen Töne abgespielt; zugleich beginnen die ausgelösten Sensoren zu leuchten und geben damit auch ein optisches Signal. Bewegen sich mehrere Personen auf dem Spielfeld, werden die verschiedenen Noten und Töne automatisch zu einem reichen und harmonischen Klangbild zusammengefügt. Ein großer Bildschirm dokumentiert dabei die Bewegungen auf einer bunten, animierten Karte.

Bautafel

Architektur: Daily tous les jours
Projektbeteiligte: Latéral, Montréal (Ingenierbau „Hello Hello“); Studio SSSVLL, Montréal (Industriedesign „Hello Hello“); Jack World, Saint-Jean-sur-Richelieu (Herstellung „Hello Hello”); Dikini, Montréal (Industriedesign „River Lines“); Atelier Papineau, Montréal (Herstellung „River Lines”); Karjama Installations, Bolton (Installation)
Bauherr*in: HIP Developments, Cambridge, Kanada
Standort: Gaslight District, Cambridge, Kanada
Fertigstellung: 2023
Bildrechte: doublespace photography

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