Treppen in öffentlichen Gebäuden

In öffentlich zugänglichen Gebäuden ist mindestens eine notwendige Treppe als erster Rettungsweg erforderlich. Ein zweiter Rettungsweg ist ebenfalls vorgeschrieben, muss aber keine zweite Innentreppe sein. Er kann durch andere bauliche Maßnahmen wie eine Außentreppe oder durch Rettungsgeräte der Feuerwehr sichergestellt werden. Handelt es sich jedoch um ein öffentliches Gebäude der Gebäudeklasse 5 – wie etwa Krankenhäuser oder größere Schulen – ist in der Regel eine zweite Treppe erforderlich.

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Für die Planung von Treppen gelten die Landesbauordnungen, die Musterbauordnung, die deutschen und europäischen Normen und spezielle Richtlinien und Verordnungen, wie die Arbeitsstätten- oder Schulbaurichtrichtlinien, die Brandschutz-, Versammlungsstätten- oder Sonderbauverordnungen. Die Anforderungen an notwendige Treppen hängen daher von der Nutzung des Gebäudes ab. 

Bedeutung der Laufbreite

Für notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden gilt im Allgemeinen eine Mindestlaufbreite von einem Meter. Darüber hinaus resultieren aus der Nutzung verschiedene Auflagen, die breitere Laufwege und Maximallaufbreiten definieren. Grundsätzlich sollten Laufbreiten der Nutzung, der Geschosszahl, der Laufrichtung und der erwarteten Zahl der Nutzenden angepasst werden. 

Zum Beispiel nimmt der Besucherstrom in den höheren Stockwerken eines mehrgeschossigen Gebäudes tendenziell ab. Hier können bei übereinander liegenden Treppen degressive Laufbreiten in Absprache mit den Baubehörden festgelegt werden. Breitere Laufwege sind dagegen sinnvoll, wenn Treppenstufen auch als Sitzflächen genutzt werden, wie oft in Schulen und Universitäten. Eine Planung von Sitzstufen oder Stufenaufsätzen kann das berücksichtigen.

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Podeste zur Besucher*innenlenkung

Auch für Podeste im öffentlichen Raum gelten je nach Nutzung unterschiedliche Mindestmaße und eine maximale Anzahl von Trittstufen, nach denen ein Podest erfolgen muss. Ziel ist, die Treppe über ausreichend große Podeste sicherer und komfortabler zu machen. Bei zweiläufigen Treppen sichert das Podest zudem ausreichend Rangierfläche, zum Beispiel für den Krankentransport. 

Darüber hinaus haben Podeste eine dirigierende Wirkung: Ein Antrittspodest, das sich im Material abhebt, kann den Treppenanfang betonen und unaufmerksame oder sichteingeschränkte Menschen zur ersten Stufe leiten. Ebenso kann am Treppenanfang eine Aufweitung des Laufs oder ein großzügiges Podest Passanten aus verschiedenen Richtungen aufnehmen und in unterschiedliche Richtungen lenken. 

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Bewegungsabläufe in Fluchtsituationen

Mehrläufige Treppen mit parallelen Läufen, die auf ein gemeinsames Zwischenpodest führen, können in Fluchtsituationen mehr Menschen fassen als gerade Treppen mit Zwischenpodest. Untersuchungen belegen die höhere Kapazität solcher Treppen im Notfall. Zwischenpodeste mit nicht rechtwinkligen Richtungsänderungen sorgen für dynamische und ergonomische Bewegungsabläufe, die sich besonders auf großen Treppen positiv auswirken. Auch bei panikartigem Fluchtverhalten erweisen sich diese Treppen als vorteilhaft, da die Bremswirkung der Bewegungen verbessert wird.

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Orientierung und Überblick auf Treppen

Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, von Treppen oder Leitern aus einen Überblick über die Räume zu gewinnen. In großen Gebäuden wie Rathäusern, Finanzämtern oder Beratungsstellen nutzen Besucher*innen Treppen oft zur Orientierung. Beim Hinaufsteigen erfassen sie die räumliche Struktur. Zudem ist die Treppe ein Begegnungsort, an dem Menschen, die sich spontan treffen, manchmal zum Gespräch verweilen. 

Die Treppentypologie, das Material, das Geländer und die Steigung, abhängig von Stufenhöhe und -tiefe, müssen daher nicht nur den unterschiedlichen, verbindlichen Sicherheitsauflagen genügen. Sie sollten im Ganzen möglichst barrierearm und komfortabel sein, damit der Blick schweifen kann und die Aufmerksamkeit vom Laufweg in den Raum oder zum Gesprächspartner wandern darf.

Fachwissen zum Thema

Im Unterschied zur notwendigen ist die nicht notwendige Treppe nach Baurecht eine „zusätzliche Treppe, die gegebenenfalls auch der Hauptnutzung dient“ - aber nicht als Fluchtweg

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Nicht notwendige Treppen

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Notwendige Treppen dürfen nicht mehr als 35 Meter von jedem Punkt des Gebäudes entfernt sein

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Notwendige Treppen

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Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung befindet sich im einstigen Südostflügel des Europahauses, in dem sich neben Tanzsälen und Büros von Industrieunternehmen auch Räume des Reichsarbeitsministeriums befanden.

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Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin

Eines der prägenden Elemente des vieldiskutierten Ausstellungsgebäudes ist eine sorgfältig gearbeitete Kreisbogentreppe aus Beton.

Für die Karls-Universität Prag haben Kuba & Pilar eine ehemalige Mensa zum Fakultätsgebäude der Humanwissenschaften umgeplant.

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Im Zentrum des Ausstellungshauses „Paneum – Wunderkammer des Brotes“ steht die spiralförmig gewundene Stahltreppe.

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Vor den Ausläufern der Anden wurde ein neues Hochhaus für die Päpstliche Universität in Bogotá realisiert.

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Universitätsgebäude in Bogotá

Ein fünfgeschossiges Atrium verbindet Neubau und Bestand der Päpstlichen Universität Javeriana. Als Aufenthaltsort und Treffpunkt dient eine breite Sitztreppe.

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METALLART Treppen GmbH
Hauffstr. 40
73084 Salach
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Farbe bei Treppen: Rot

Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)

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Rot ist eine beliebte Farbe für Treppen und Wege: Es verbessert die Orientierung, erzeugt Identität und Wärme und hat stets die volle Aufmerksamkeit – ob als Warnung oder als Hingucker. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Schwingungsverhalten von Treppen

Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.

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Je leichter und filigraner Treppenkonstruktionen sind, desto schwingungsanfälliger sind sie. Mit geeigneten Maßnahmen können Planende dem entgegenwirken.

Steigungsverhältnis

Das Steigungsverhältnis einer Treppe wirkt sich darauf aus, wie wir sie benutzen.

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Damit eine Treppe sicher und komfortabel zu begehen ist, muss das Steigungsverhältnis stimmen. Dieses kann nach drei verschiedenen Formeln berechnet werden.

Übersicht der verschiedenen Treppen

Gerade Wangentreppe in einem Bürogebäude in München

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Treppen gibt es in unzähligen Ausführungen und Formen. Nach welchen Kriterien lassen sie sich gliedern?

Treppenräume

Im Rathaus in Berlin-Reinickendorf wird der Treppenraum als Ausstellungsraum genutzt

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Je nach Größe des Gebäudes müssen Treppenräume bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit einer entsprechenden Berücksichtigung in der Planung und Ausführung können Räume mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Treppen in öffentlichen Gebäuden

Treppe in der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden

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Bei ihrer Gestaltung ist nicht nur die Sicherheit im Notfall zu berücksichtigen. Die Treppen sollen auch die Orientierung erleichtern und komfortabel begehbar sein.

Flächenbedarf

Hinsichtlich ihres Flächenbedarfs ist die lang gestreckte gerade Treppen die unwirtschaftlichste Variante

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Aus der Wahl des Steigungsverhältnisses ergeben sich Stufenzahl und Lauflänge und damit der Flächenbedarf einer Treppe...

Treppendurchgangshöhe

Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs

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Für das sichere Begehen einer Treppe ist neben dem Steigungsverhältnis und der Laufbreite auch die lichte Durchgangshöhe zu...

Treppenbelichtung

Natürliches Tageslicht erhöht das Wohlbefinden und verringert gleichzeitig die Energiekosten.

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Licht sorgt in Treppenhäusern für mehr Sicherheit und dient zugleich als gestalterisches Element.

Stufenausbildung

Dreiecksförmig gewendelte Stahltreppe mit Steinbelag im „Haus der Wirtschaft des Unternehmerverbands Südhessen” in Darmstadt.

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Die Stufe ist das üblicherweise mit einem Schritt zu begehende Steigungselement einer Treppe. Sie besteht aus Tritt- und...

Verkehrslasten und Eigenlasten von Treppen

Diese Schwimmbadtreppe hält keinen allzu großen Belastungen stand.

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Ob ein bestimmtes Treppensystem und die ausgewählten Materialien geeignet oder ungeeignet für bestimmte Aufgaben sind, richtet...

Normen im Treppenbau

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Die wichtigste Norm im Treppenbau ist die DIN 18065 Gebäudetreppen, aktuelle Ausgabe August 2020. In ihr sind Begriffe,...

Checkliste für die Planung

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Nach Klärung der wesentlichen Fragen mit dem Auftraggeber zur etwaigen Anordnung der Treppe/n im Grundriss stehen in der Regel...

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