Normen im Treppenbau

Die wichtigste Norm im Treppenbau ist die DIN 18065 Gebäudetreppen, aktuelle Ausgabe August 2020. In ihr sind Begriffe, Messregeln, Hauptmaße – vom Auftritt über die nutzbare Laufbreite bis zum Steigungsverhältnis – und Toleranzen festgelegt. Sie gilt für alle Treppen im Bauwesen, außer für Rolltreppen/Fahrtreppen, einschiebbare Treppen und Freitreppen im Gelände.

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Für Tragbolzentreppen gibt es eine eigene Norm,  DIN 18069 Tragbolzentreppen für Wohngebäude — Bemessung und Ausführung und die einschiebbaren Treppen sind in der DIN EN 14975 Bodentreppen — Anforderungen, Kennzeichnung und Prüfung geregelt.

Außerdem sind eine ganze Reihe von Normen und Vorschriften zu berücksichtigen, die sich entweder auf das Material, die Konstruktion oder die Planung beziehen. Dazu gehören beispielsweise die ArbStättV – Verordnung über Arbeitsstätten, die BGR 181 BG-Regel - Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr, die BGI/GUV-I 561 Treppe sowie die Musterbauordnung (MBO). Hier sind besonders folgende Paragrafen der MBO bzw. die entsprechenden Paragrafen der Landesbauordnungen zu beachten: § 3 (1) „...öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit...“; § 14 Brandschutz; § 33 erster und zweiter Rettungsweg; § 34 Treppen; § 35 notwendige Treppenräume, Ausgänge; § 36 notwendige Flure, offene Gänge; § 38 Umwehrungen. Nicht zu vergessen die Regelungen für die Sonderbauten nach MBO (z.B. Versammlungsstätten, Krankenhäuser, Hochhäuser, etc.) sowie die Sondervorschriften des Bauordnungsrechtes der 16 Bundesländer. Nachfolgend die wichtigsten Normen für den Treppenbau in der Übersicht.

  • DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
  • DIN 4109 Schallschutz im Hochbau; Anforderungen und Nachweise
  • DIN EN 14076 Holztreppen - Terminologie
  • DIN EN 14843 Betonfertigteile – Treppen
  • DIN EN 14975 Bodentreppen Bodentreppen - Anforderungen, Kennzeichnung und Prüfung
  • DIN EN 15644 Traditionell konstruierte, vorgefertigte Treppen aus Massivholz - Spezifikationen und Anforderungen
  • DIN EN 16481 Holztreppen - Bauplanung - Berechnungsmethoden
  • Norm DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude
  • DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen - Teil 2: Wohnungen
  • DIN 18040-3 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen - Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum
  • DIN 18065 Gebäudetreppen Begriffe, Messregeln, Hauptmaße
  • DIN 18069 Tragbolzentreppen für Wohngebäude; Bemessung und Ausführung
  • DIN 18385 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Förderanlagen, Aufzugsanlagen, Fahrtreppen und Fahrsteige
  • DIN 24531-1 Roste als Stufen - Teil 1: Gitterroste aus metallischen Werkstoffen
  • DIN 68368 Laubschnittholz für Treppenbau - Gütebedingungen
  • Technische Regel ETB Absturzsicherung, ETB-Richtlinie „Bauteile, die gegen Absturz sichern“
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Hinsichtlich ihres Flächenbedarfs ist die lang gestreckte gerade Treppen die unwirtschaftlichste Variante

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Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs

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Natürliches Tageslicht erhöht das Wohlbefinden und verringert gleichzeitig die Energiekosten.

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Dreiecksförmig gewendelte Stahltreppe mit Steinbelag im „Haus der Wirtschaft des Unternehmerverbands Südhessen” in Darmstadt.

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Als Spezialist für den Treppen- und Glasgeländerbau versteht es die MetallArt Treppen GmbH für anspruchsvolle Kunden individuelle Lösungen zu verwirklichen.

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