Rotsehen ist menschlich. Denn nur Menschen und menschenähnliche
Affen sind trichromatisch. Damit reagiert ihre Netzhaut nicht nur
auf kurzwelliges/blaues und mittelwelliges/grünes Licht, sondern
auch auf langwelliges Licht – Rot. Während also Rot als Warnfarbe
Menschen in Alarm versetzt, das Nervensystem aktivieren und sogar
den Puls beschleunigen kann, bleibt die Farbe für die meisten
anderen Lebewesen unsichtbar.
Galerie
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
01|17
Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
02|17
Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
14|17
Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
15|17
Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
16|17
Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
17|17
Ein sattes Rot wird im Allgemeinen mit Reichtum und Macht
assoziiert. Denn die Herstellung der Farbe war lange Zeit schwierig
und teuer, sodass sie vor allem Kirchenoberhäuptern und
Königsfamilien vorbehalten war. Zudem enthielten rote Färbemittel
mit Pigmenten wie Zinnober oder Cadmium schwermetallhaltige, oft
giftige Substanzen. Für die Produktion von Purpur oder Karmin
brauchte es dagegen große Mengen Schnecken, Läuse oder
Pflanzenstoffe. Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich
leuchtende Rottöne chemisch, in Masse und damit günstig sowie
weitgehend ungiftig produzieren. Damit wandelten sich auch der
Einsatz und die Bedeutung der Farbe.
Funktion und Wirkung von roten Bauteilen
In der Architektur spielen Farben seit jeher eine dekorative und
funktionale Rolle. Dabei wird Rot meistens partiell als Akzentfarbe
eingesetzt. Es markiert Eingänge, Treppen, Gebäudekerne oder
besondere Fassadenelemente und macht Übergänge, Erschließungen,
Strukturen und deren Bedeutung im Gebäude sichtbar. Als Signalfarbe
lenkt es den Blick, unterstützt die intuitive Orientierung und
macht Treppenhäuser zu prägnanten Identitätspunkten innerhalb der
Architektur. Werden Wände oder ganze Bauwerke flächig in Rot
angelegt, dann entsteht oft ein monolithischer Charakter, bei dem
Details visuell zurücktreten, zugunsten von Geometrie, Kubatur und
Fernwirkung.
Galerie
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
01|17
Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
02|17
Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
14|17
Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
15|17
Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
16|17
Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
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Rot beeinflusst zudem die Raumatmosphäre stärker als viele
andere Farben. Es wird oft als dunkle, kräftige und gesättigte
Farbe wahrgenommen, weil es im Spektrum der warmen Töne eine hohe
visuelle Dichte besitzt: Je weniger Licht eine Fläche zurückwirft,
desto höher ist ihre Farbdichte – und desto dunkler wirkt sie.
Sprich, Rottöne wirken meist intimer und wärmer, aber auch
opulenter und expressiver. Deshalb findet sich die Farbe häufig in
zeitgenössischen Innenräumen, in denen sich Menschen auf
kommunikative Art begegnen sollen.
Gedippt oder getaucht
Wieviel Rot sollte es sein? Ob Architektur in Farbe nur gedippt
oder ganz getaucht wird, hängt von der erwünschten Wirkung ab.
Viele namhafte Architekt*innen wie Toyo Ito, Frank O. Gehry und
Zaha Hadid setzten auf einzelne rote Elemente, um Signale, Akzente
oder Atmosphären zu kreieren. Der hierzulande für seine
Farbkonzepte bekannteste Architekt ist sicher Le Corbusier, der mit
erdigen Ocker-Rottönen Räume warm und natürlich wirken ließ und
zugleich einen harmonischen, die Architektur betonenden Kontrast zu
Weiß und Blau suchte. Dagegen kam Signalrot bei ihm nur vereinzelt,
akzentuierend, aber niemals bei strukturtragenden Bauteilen zum
Einsatz. Projektbeispiele dafür sind das Weissenhofmuseum in
Stuttgart oder eine seiner Unité d'habitation, wie die in Marseille
oder Berlin.
Galerie
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
01|17
Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
02|17
Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
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Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
15|17
Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
16|17
Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
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Ein anderer Architekt, der mit einem Farbspektrum aus Rot-,
Rosa- und Violetttönen gleich ganze Bauwerke einfärben ließ, war
Ricardo Bofill. Er verstärkte mit erdigen, warmen Farbkombinationen
die monolithische Wirkung seiner Architektur und den Kontrast des
Gebauten zur umgebenden Landschaft. In Projekten wie La Muralla
Roja oder dem zeitgenössischen Red Sol Resort Dhërmi erzeugen Vor-
und Rücksprünge sowie farbig angelegte Treppen dramatische
Lichtpunkte und Schattenwürfe, ungewöhnliche Blickachsen und eine
räumliche Tiefe und Komplexität im Monolithischen.
Galerie
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
01|17
Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
02|17
Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
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Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
15|17
Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
16|17
Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
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Auch der mexikanische Architekt Luis Barragán tauchte Wände,
Türen oder Treppen in kräftige Farben wie Rot, Pink, Orange und
Violett, um eine dramatische Raumwirkung mit markanten Übergängen
zu erzeugen. In seinen Projekten sind die unterschiedlichen
Farbflächen kontrastreich und sorgsam nach Blickwinkeln komponiert.
Sie zeigen deutlich, dass Farbe relativ zu Licht, Material,
Umgebung und Perspektive wirkt.
In zeitgenössischen Architekturprojekten kommt Rot wieder
häufiger vor: in polychromatischen Fassaden wie beim Rocket Tower
(Sauerbruch Hutton), um intuitiv über Treppen und Wege zu leiten
wie beim Portlantis (MVRDV), oder als einendes Gestaltungsmittel,
wenn ganze Baukörper in eine Farbe getaucht werden wie beim
Wohngebäude am alten Lokdepot in Berlin (Robertneun Architekten) –
siehe Bauwerke zum Thema.
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Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
01|17
Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
02|17
Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
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Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
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Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
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Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
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Bewertung von Farben in der Praxis
Seit der Industrialisierung ermöglichen normierte Farbsysteme
wie NCS (Natural Colour System) und RAL-Design eine präzise
Definition von Farben, die die Planung, Produktion und Gestaltung
vereinfachen. Sie beschreiben Farbtöne anhand von Parametern wie
Buntton, Helligkeit und Sättigung – dargestellt in 3D-Modellen wie
Kegel, Kugel oder Würfel. Farbfächer, Atlanten, Messgeräte und
computergestützte Simulationen helfen bei der Farbwahl, haben aber
Grenzen: Glanz, Farbtiefe, Leuchtkraft und Struktur, sprich die
tatsächliche Wirkung im Bauwerk, lassen sich nicht vollständig
erfassen. Diese muss mit Musterflächen überprüft werden, denn
Licht, Material, Umgebung, Tageszeit und Blickwinkel beeinflussen
die Wahrnehmung der real angelegten Farbflächen erheblich. Eine
Farbprüfung unter Tages- und Kunstlicht und auf einer Fläche von
mindestens einem Quadratmeter im Bauwerk ist daher wichtig. Die
Prüfung hilft, die Licht- und Alterungsbeständigkeit, den Glanz-
oder Transparenzgrad, spezielle Effekte wie Metallglanz oder Neon
sowie den Größen-, Simultan- und Sukzessivkontrast zu beurteilen.
Dabei geht es um die Wirkung einer Farbfläche in ihrem
Größenverhältnis zum gebauten Kontext, ihre Wirkung mit Farben und
Materialien in der direkten Umgebung (kontrastverstärkend oder
-mindernd) sowie um die veränderliche Wirkung der Farbe nach
Lichteinfall und Blickwinkel.
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Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
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Die rote Treppe steht ikonisch für die hier ansässige Firmenmarke (Würth) und schafft als Fixpunkt im Gebäude Orientierung (Treppe: Metallart).
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
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Le Corbusier nutzte Farbakzente für seine Architektur. Wie hier bei der von ihm geplanten Unité d'habitation in Berlin (1958).
Bild: Stephan Redeker, Berlin
03|17
Le Corbusiers Farbpalette Polychromie Architecturale ist bis heute nachgefragt. Vor allem ein von ihm oft verwendetes Ockerrot, ein abgetöntes Blau und ein Zitronengelb geben den Gebäuden mehr Wärme und der Moderne ihre Farbe.
Bild: Stephan Redeker, Berlin
04|17
Zu sehen ist das auch bei der Farbplanung des von ihm geplanten Doppelhauses in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (1927). Heute dient das Gebäude als Museum.
Bild: Weissenhofmuseum/Gonzales
05|17
Ähnliche Farben nutzte auch Walter Gropius für das unter seiner Leitung geplante Bauhaus-Gebäude (1926) in Dessau. Im Treppenhaus zeigen sich anhand von Farbe, Licht und Material die Prinzipien des Neuen Bauens.
Bild: Yvonne Kavermann
06|17
Gleiche Zeit, anderes Rot: Beim Rektorenhaus in Celle sind Fenster und Dachunterseiten in Feuerwehrrot betont. Das Gebäude wurde von Otto Haesler geplant und im Jahr 1928 fertiggestellt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|17
Feuerwehrrot sind Böden, Stufen und Handläufe im Rektorenhaus.
Bild: Stadt Celle
08|17
Das 1973 fertiggestellte Wohngebäude La Muralla Roja in Spanien wurde vom Büro Ricardo Bofill geplant.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
09|17
Mit vielen eng ineinandergreifenden Volumen, zahlreichen Treppen und engen Gassen wirkt das Gebäude wie ein surreales Dorf.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
10|17
Die erdigen Rot- Rosa- und Violetttöne kontrastieren mit den Farben der Landschaft und des Meeres.
Bild: Archive Bofill Taller de Arquitectura
11|17
Seit 2022 entsteht in Albanien das Red Sol Resort Dhërmi, ebenfalls geplant vom Büro Ricardo Bofill.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
12|17
Es ist erkennbar eine Hommage an die Landschaft und das Meer, an La Muralla Roja und an dessen Architekten, der 2022 verstarb.
Bild: MIR / Bofill Taller de Arquitectura
13|17
Eine bunte Moderne gab es natürlich auch außerhalb Europas: Der mexikanische Architekt Luis Barragán arbeitet mit Farbflächen, u. a. um die räumliche Tiefe der Architektur zu betonen. Er nutzt dabei vor allem kräftige Pink-, Rot- und Violetttöne und verstärkt so die Kontraste zum Grün der Pflanzen und Bäume. Hier zu sehen ist das von ihm gestaltete Pferdegestüt Cuadra San Cristobál (1968).
Bild: Šarunas Burdulis, Cuadra San Cristóbal, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Cuadra_San_Crist%C3%B3bal_(17423058118).jpg
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Die Vielfarbigkeit der Moderne geriet hierzulande fast in Vergessenheit. Erst ab ca. 2000 wurde es wieder bunter in der Architektur wie bei den polychromatischen Fassaden des Büros Sauerbruch Hutton. Hier die Fassade des von ihnen geplanten Museum Brandhorst (2009)
Bild: Stephan Redeker
15|17
Hier die sanierte Fassade am Rocket Tower (2017), auch geplant von Sauerbruch Hutton..
Bild: Yvonne Kavermann
16|17
Farbe im Allgemeinen, Rot im Speziellen, ist wieder sehr beliebt in der Architektur, nicht nur als Akzent: Das 2015 fertiggestellte Wohngebäude am Lokdepot in Berlin-Schöneberg wurde von Robertneun Architekten geplant und in Feuerwehrrot getaucht.
Bild: Yvonne Kavermann
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Barrierefreie Farbgestaltung
Beim barrierefreien Bauen hat Farbe eine wichtige Orientierungs-
und Signalfunktion. Auch hier übernimmt Rot in Kombination mit Weiß
häufig eine warnende Funktion. Entscheidend sind dabei weniger die
Farben selbst, sondern vor allem der Helligkeitskontrast zwischen
zwei benachbarten Farbflächen – der Leuchtdichtekontrast. Mit der
sogenannten Michelson-Formel lässt sich die Leuchtdichte einer
Fläche aus dem Verhältnis von Beleuchtungsstärke zu Reflexionsgrad
errechnen und mit der Leuchtdichte angrenzender Flächen
vergleichen. So ergibt sich der Kontrastwert zwischen beiden
Farbflächen. Die DIN 32975: Gestaltung visueller Informationen im
öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung fordert bei
Orientierungs- und Leitsystemen einen Kontrastwert von mindestens
0,4 und bei sicherheitsrelevanten Beschriftungen und Markierungen
von mindestens 0,7. Zudem muss die hellere der kontrastierenden
Flächen einen Lichtreflexionsgrad von mindestens 0,5 aufweisen,
damit sie auch bei wenig Licht oder mit eingeschränktem Sehvermögen
erkannt werden kann.
Bauwerke zum Thema
Für das Unternehmen Würth hat Lederer Ragnarsdóttir Oei einen neuen Standort in einem Neubaugebiet in München entworfen.
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
Büro/Gewerbe
Hightech Innovation Center in München
Zylinderförmig und signalrot zieht die eindrucksvolle Wendeltreppe im neuen Firmenstandort die Blicke auf sich.
Die rostrote Wendeltreppe ist Hingucker und Orientierungspunkt im SAP Labs Gebäude, geplant von Scope Architekten.
Bild: Zooey Braun, Stuttgart
Büro/Gewerbe
SAP Labs in Garching
Das Gebäude punktet mit flexiblen Flächen, viel Tageslicht und reversibel zusammengefügten Materialien. Seine Wendeltreppe ist Hingucker und gestalterisches Rückgrat.
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
Rot ist eine beliebte Farbe für Treppen und Wege: Es verbessert die Orientierung, erzeugt Identität und Wärme und hat stets die volle Aufmerksamkeit – ob als Warnung oder als Hingucker. Lesen Sie hier, warum das so ist.
Schwingungsverhalten von Treppen
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
Je leichter und filigraner Treppenkonstruktionen sind, desto schwingungsanfälliger sind sie. Mit geeigneten Maßnahmen können Planende dem entgegenwirken.
Steigungsverhältnis
Das Steigungsverhältnis einer Treppe wirkt sich darauf aus, wie wir sie benutzen.
Bild: PANEUM - Wunderkammer des Brotes, Asten; METALLART Treppen
Damit eine Treppe sicher und komfortabel zu begehen ist, muss das Steigungsverhältnis stimmen. Dieses kann nach drei verschiedenen Formeln berechnet werden.
Übersicht der verschiedenen Treppen
Gerade Wangentreppe in einem Bürogebäude in München
Treppen gibt es in unzähligen Ausführungen und Formen. Nach welchen Kriterien lassen sie sich gliedern?
Treppenräume
Im Rathaus in Berlin-Reinickendorf wird der Treppenraum als Ausstellungsraum genutzt
Bild: Natalie Pawlik, Berlin
Je nach Größe des Gebäudes müssen Treppenräume bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit einer entsprechenden Berücksichtigung in der Planung und Ausführung können Räume mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden.
Treppen in öffentlichen Gebäuden
Treppe in der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
Bei ihrer Gestaltung ist nicht nur die Sicherheit im Notfall zu berücksichtigen. Die Treppen sollen auch die Orientierung erleichtern und komfortabel begehbar sein.
Flächenbedarf
Hinsichtlich ihres Flächenbedarfs ist die lang gestreckte gerade Treppen die unwirtschaftlichste Variante
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Aus der Wahl des Steigungsverhältnisses ergeben sich Stufenzahl und Lauflänge und damit der Flächenbedarf einer Treppe...
Treppendurchgangshöhe
Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Für das sichere Begehen einer Treppe ist neben dem Steigungsverhältnis und der Laufbreite auch die lichte Durchgangshöhe zu...
Treppenbelichtung
Natürliches Tageslicht erhöht das Wohlbefinden und verringert gleichzeitig die Energiekosten.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Licht sorgt in Treppenhäusern für mehr Sicherheit und dient zugleich als gestalterisches Element.
Stufenausbildung
Dreiecksförmig gewendelte Stahltreppe mit Steinbelag im „Haus der Wirtschaft des Unternehmerverbands Südhessen” in Darmstadt.
Die Stufe ist das üblicherweise mit einem Schritt zu begehende Steigungselement einer Treppe. Sie besteht aus Tritt- und...
Verkehrslasten und Eigenlasten von Treppen
Diese Schwimmbadtreppe hält keinen allzu großen Belastungen stand.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Ob ein bestimmtes Treppensystem und die ausgewählten Materialien geeignet oder ungeeignet für bestimmte Aufgaben sind, richtet...
Normen im Treppenbau
Bild: Kati Türschmann, Berlin
Die wichtigste Norm im Treppenbau ist die DIN 18065 Gebäudetreppen, aktuelle Ausgabe August 2020. In ihr sind Begriffe,...
Checkliste für die Planung
Bild: Baunetz (yk), Berlin
Nach Klärung der wesentlichen Fragen mit dem Auftraggeber zur etwaigen Anordnung der Treppe/n im Grundriss stehen in der Regel...
FUNKTION IN FORM BRINGEN
Als Spezialist für den Treppen- und Glasgeländerbau versteht es die METALLART Treppen GmbH für anspruchsvolle Kunden individuelle Lösungen zu verwirklichen.