Ein beweglicher außenliegender Sonnenschutz kann die äußerste
Schicht einer Fassade bilden. Manchmal fügen sich seine Elemente in
die Gesamtwirkung ein, manchmal kontrastieren sie. Durch die
Beweglichkeit kann sich das „Gesicht“ des Gebäudes mitunter stark
verändern – von vollständig geschlossen bis zu vollständig offen
und transparent. Die Sonnenschutzelemente können graduell oder
stufenlos öffenbar und schließbar sein, automatisiert oder manuell
bedient werden, individuell oder zentral gesteuert sein.
Unterschieden wird zwischen linearen Elementen, zum Beispiel
horizontal oder vertikal montierten Lamellen bzw.
Lamellensystemen, und flächigen Elementen, wie Fensterläden,
Markisen, Segeln, Paneelen, Raffstoren und
Rollläden.
Galerie
Außenraffstore an einem Mehfamilienhaus
Bild: MHZ
01|10
Kräftig gelbe Sonnenschutzlamellen am zylinderförmigen Gebäudeteil des von Richard Rogers Architekten geplanten Bürokomplexes am Potsdamer Platz in Berlin
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|10
Steuerbare Lichtlenklamellen zur Tageslichtlenkung und als Sonnenschutz am Berliner Technikmuseum
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|10
Lamellenfassade am Orestad College in Kopenhagen
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|10
Fensterläden in Venedig
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|10
Schiebeläden aus Holzlamellen
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
06|10
Der Behang eines Außenrollos muss aus windstabilem, wasser- und reißfesten Textilien bestehen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
07|10
Textile Sonnschutzscreens
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
08|10
Markise unterhalb eines Glasdachs zur Beschattung einer Terrasse
Bild: MHZ
09|10
Sonnensegel an einer Glasfassade
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
10|10
Lamellen und Großlamellen
Je nach ihrer Größe und Stabilität werden Lamellen einzeln
montiert oder zu Systemen zusammengefasst. Raffstore
aus kleineren, leichten Lamellen können ihrer Fädelung und Form
entsprechend flach, gebördelt, zur Lichtlenkung gefaltet oder
geknickt oder auch perforiert sein. Darüber hinaus sind die
Einzelteile der Lamellensysteme unterschiedlich widerstandsfähig,
insbesondere gegen Winddruck und Sog. Großlamellen aus Holz,
Metallblechen oder Glas, sind derzeit mit bis zu 700 mm Breite auf
dem Markt. Auf der Oberseite lassen sich weitere Elemente
montieren, etwa Lichtlenk-Prismen oder Photovoltaik-Schichten,
die per Sensor-Steuerung sogar dem jeweiligen Sonnenstand folgen
können.
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Außenraffstore an einem Mehfamilienhaus
Bild: MHZ
01|10
Kräftig gelbe Sonnenschutzlamellen am zylinderförmigen Gebäudeteil des von Richard Rogers Architekten geplanten Bürokomplexes am Potsdamer Platz in Berlin
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Steuerbare Lichtlenklamellen zur Tageslichtlenkung und als Sonnenschutz am Berliner Technikmuseum
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|10
Lamellenfassade am Orestad College in Kopenhagen
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|10
Fensterläden in Venedig
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|10
Schiebeläden aus Holzlamellen
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
06|10
Der Behang eines Außenrollos muss aus windstabilem, wasser- und reißfesten Textilien bestehen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
07|10
Textile Sonnschutzscreens
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
08|10
Markise unterhalb eines Glasdachs zur Beschattung einer Terrasse
Bild: MHZ
09|10
Sonnensegel an einer Glasfassade
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Fensterläden
Über Jahrhunderte bewährt als Sonnen-, Wärme- und auch
Einbruchschutz haben sich Fensterläden. Es gibt sie ein-, zwei-
oder mehrflügelig. Die Bandbreite reicht von hölzernen Flügeln bzw.
Läden, die geschnitzt, bemalt und aus Latten zusammengefügt sind,
über Metallflächen aus schwerem Cortenstahl oder federleichten
laserperforierten Alublechen, bis zu Rahmen, die mit
wetterbeständigen Textilien, Kunststoffen oder Metallgeweben
bespannt sind. Abhängig von der Position der Läden und ihrer
Funktionsweise, werden sie als Klapp-, Falt-, Dreh- und
Schiebeläden bezeichnet. Ursprünglich wurden sie nur per Hand
bewegt, heute gibt es sie auch motorisiert und digital
gesteuert.
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Außenraffstore an einem Mehfamilienhaus
Bild: MHZ
01|10
Kräftig gelbe Sonnenschutzlamellen am zylinderförmigen Gebäudeteil des von Richard Rogers Architekten geplanten Bürokomplexes am Potsdamer Platz in Berlin
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Steuerbare Lichtlenklamellen zur Tageslichtlenkung und als Sonnenschutz am Berliner Technikmuseum
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Lamellenfassade am Orestad College in Kopenhagen
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|10
Fensterläden in Venedig
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|10
Schiebeläden aus Holzlamellen
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
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Der Behang eines Außenrollos muss aus windstabilem, wasser- und reißfesten Textilien bestehen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
07|10
Textile Sonnschutzscreens
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
08|10
Markise unterhalb eines Glasdachs zur Beschattung einer Terrasse
Bild: MHZ
09|10
Sonnensegel an einer Glasfassade
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Rollläden, Außenrollos, Markisen, Segel, Schirme, Membranen und
Folien
Rollläden sind aus Stabprofilen gelenkig miteinander verbundene
und zusammenrollbare stabile, oft auch gepanzerte
Fensterabschlüsse. Über die Verschattung hinaus bieten sie oft auch
Einbruchschutz. Die witterungsbeständigen Gewirke, Gestricke und
Gewebe von Außenrollos, Markisen, Segeln und Schirmen sind oft in
einer umfangreichen Auswahl an Farben und Mustern verfügbar. Mittels
Falten, Raffen oder Rollen können die Textilien nahezu vollständig
„verschwinden“. Fest ausgestellte Markisen werden auch als
Regenschutz und Werbeträger eingesetzt und für die Betonung von
Eingängen und Fenstern. Die meisten Gewebe werden aus Kunstfasern
hergestellt, es gibt jedoch auch Verfahren, durch die Metalle
textilartig wirken. So bilden Drähte und Stäbe aus Edelstahl,
Aluminium sowie beschichtetem Flussstahl
witterungsbeständige Maschengeflechte und Netze, die Markisen
ähneln. Membranen und Folien aus Kunststoff und transparentes ETFE
(Ethylen-Tetrafluorethylen) sind leicht und einfach beweglich. Sie
werden als Segel, Schirme, Faltmembranen verwendet und als
pneumatisch oder mechanisch vorgespannte Systeme.
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Außenraffstore an einem Mehfamilienhaus
Bild: MHZ
01|10
Kräftig gelbe Sonnenschutzlamellen am zylinderförmigen Gebäudeteil des von Richard Rogers Architekten geplanten Bürokomplexes am Potsdamer Platz in Berlin
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
02|10
Steuerbare Lichtlenklamellen zur Tageslichtlenkung und als Sonnenschutz am Berliner Technikmuseum
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
03|10
Lamellenfassade am Orestad College in Kopenhagen
Bild: Urte Schmidt, Berlin
04|10
Fensterläden in Venedig
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
05|10
Schiebeläden aus Holzlamellen
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
06|10
Der Behang eines Außenrollos muss aus windstabilem, wasser- und reißfesten Textilien bestehen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
07|10
Textile Sonnschutzscreens
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
08|10
Markise unterhalb eines Glasdachs zur Beschattung einer Terrasse
Bild: MHZ
09|10
Sonnensegel an einer Glasfassade
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Vor- und Nachteile
Außen montierte Elemente sind permanent der Witterung
ausgesetzt. Sowohl die jeweiligen Materialien als auch die
Beschläge, Züge, Fädelungen und Motoren können Schaden nehmen durch
Wind, Regen und Temperaturschwankungen. Durch die Integration in
die Außenwand oder eine Kassette, wie sie bei Rollläden und
Markisen vorkommen, lassen sich die Bauteile schützen. Inwieweit
sie für Reinigung, Wartung und Instandsetzung zugänglich sind,
hängt insbesondere von der Konstruktion der Fassade ab. Bei hohen
Gebäuden sind gegebenenfalls spezielle Krananlagen oder
Gondelsysteme einzuplanen.
Der große Vorteil eines beweglichen außenliegenden
Sonnenschutzes besteht darin, dass die Wärmestrahlung bereits vor
der Fassade reflektiert oder absorbiert wird und nicht als
thermische Last in das Gebäudeinnere gelangt. Durch die
Beweglichkeit der Sonnenschutzelemente ist zudem eine flexible
Ausrichtung auf den jeweiligen Sonnenstand bis hin zu einer
regelrechten Anpassungsfähigkeit auf das Klima – Tag zu Nacht,
Sommer zu Winter – möglich. Nicht zu unterschätzen sind
ebenfalls Kriterien wie Ergonomie und Behaglichkeit.
Fachwissen zum Thema
Rollläden gehören zu den außenliegenden Sonnenschutzsystemen.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Rollläden
Allgemeines zu Rollläden
Ein Rollladen ist in der Regel der zusätzliche Abschluss eines Fensters oder einer Fenstertür, bestehend aus gelenkig miteinander...
Weit verbreitet sind Klappläden, die sich um eine senkrechte Drehachse schwenken lassen.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Fensterläden
Klappläden – Anschlag-/Öffnungsarten
Die Vielfalt der Anschlags- und Öffnungsarten ist groß. Sie ist abhängig von Fenstergröße, Laibungstiefe und Fensterabstand.
Die Beleuchtungsstärke wird bei vielen gesetzlichen Vorschriften herangezogen, die die Beleuchtung von Arbeitsplätzen regeln.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Grundlagen
Lichttechnische Größen
Die physikalisch definierten Größen helfen, unterschiedliche Sonnenschutzsysteme miteinander zu vergleichen.
Vertikaljalousien mit verschiedenfarbigen Lamellen tragen zur individuellen Gestaltung eines Raumes bei.
Bild: MHZ
Die Lage von Sonnenschutzelementen hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa bauphysikalischen Vorgängen, potenziellen Kosten oder ortsgebundenen Klimadaten.
Beweglicher Sonnenschutz außen
Außenraffstore an einem Mehfamilienhaus
Bild: MHZ
Ein beweglicher außenliegender Sonnenschutz kann die äußerste Schicht einer Fassade bilden. Manchmal fügen sich seine Elemente in...
Feststehender Sonnenschutz
Brise-Soleil in Form von feststehenden, doppelgeschossigen Vertikallamellen aus Beton an der Unité d'habitation bzw. dem Corbusierhaus in Berlin
Bild: Stephan Redeker, Berlin
Vom massiven Brise Soleil bis zum filigranen Maschrabiyya reicht die Formvielfalt der starren Verschattungselemente.
Innenliegender Sonnenschutz
Teiltransparente Doppel-Rollos schaffen je nach Gestaltung Privatsphäre und Behaglichkeit – auch im Bad
Bild: MHZ
Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten, Vor- und Nachteile, Materialien und Varianten
Natürlicher Sonnenschutz
Seit jeher in sonnigen Regionen anzutreffen: Pergola, Spalier und andere Formen von Rankgerüsten bieten rankenden Pflanzen wie Weinlaub einen Unterbau und schützen Terrassen und Außenwände.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Das Blattwerk von Pflanzen hält Sonnenstrahlen ab und kann schon mit kleinen Hilfen an der Fassade gedeihen.
Pergola
Als offene, meist pfostengetragene Struktur erfüllt die Pergola sowohl funktionale als auch ästhetische Zwecke, indem sie Schatten spendet und Räume im Freien strukturiert.
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
Das seit Jahrhunderten bewährte Gestaltungselement strukturiert Räume im Freien, dient als Rankhilfe für Kletterpflanzen und spendet Schatten.
Rotierender Sonnenschutz
Von außen kaum zu erkennen, verfügt die Glaskuppel des Bundestags in Berlin über einen innen liegenden, rotierenden Sonnenschutz (links).
Bild: Baunetz (us), Berlin
Ein rotierender Sonnenschutz wird dem Sonnenstand nachgeführt und dadurch konstant in der wirksamsten Position gehalten.
Sonnenschutz im Isolierglasverbund
Isolierverglasung mit integriertem Metallgitter (Okatech) im Kulturhaus der schwedischen Stadt Kungsängen
Bild: Okalux, Marktheidenfeld
Sonnenschutzelemente im Scheibenzwischenraum – bei Fassaden üblicherweise mit Mehrscheiben-Isolierglas – kombinieren zwei...
Sonnenschutz in Doppelfassaden
Sonnenschutz in der gläsernen Doppelfassaden der Mercedes-Benz Vertriebszentrale in Berlin, Architekten: Gewers & Pudewill
Bild: Baunetz (yk), Berlin
Doppelfassaden basieren in ihrer Konzeption und Wirkung auf dem Prinzip eines Kastenfensters. Sowohl im Kastenfenster als auch...
Sonnenschutz – Sonderkonstruktionen
Sonnenschutzelemente aus Aluminiumrohren an der BKK Villingen-Schwenningen, geplant von Wulf Architekten
Bild: Brigida Gonzalez für Schwenninger BKK Wulf Architekten
Je stärker das Sonnenschutzsystem an der Fassade in Erscheinung tritt, desto schwieriger gestaltet sich seine Auswahl. Viele Architekturbüros greifen deshalb auf Spezialanfertigungen zurück.
Sonnenschutzlamellen
Faeststehende Horizontallamellen aus Holz am Jakob-Kaiser-Haus in Berlin, Architekten: Busman & Haberer aus Köln, de Architekten Cie. aus Amsterdam, von Gerkan, Marg & Partner aus Hamburg und Schweger & Partner aus Hamburg
Bild: Baunetz (sr), Berlin
Ob außen oder innen, beweglich oder feststehend - Lamellen gehören zu den Sonnenschutzsystemen, die am häufigsten zur Anwendung kommen, denn sie sind variabel, effektiv und können ein Bauwerk maßgeblich verschönern.
Sonnenschutzverglasungen
Der Sonnenschutz lässt sich nicht nachjustieren, dafür sind die Gläser vergleichsweise wartungsarm.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Mithilfe von Bedampfungen, Folien oder speziellen Zwischenschichten lassen sich große Teile der Sonneneinstrahlung reflektieren.
Überkopfverschattung
Viele Überkopfverschattungen an Fassaden sind aus Metall.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Besonders für Südfassaden geeignet: Die Lamellen schirmen die hochstehende Sonne ab und lassen dennoch Tageslicht ins Gebäude.
PowerView® 3 von MHZ
Mit dem Smart-Home-System von MHZ lassen sich Jalousien, Rollos, Plissees und Wabenplissees bequem per Fernbedienung oder App steuern.