Photovoltaikanlagen auf Dächern – Möglichkeiten zur Minimierung eines Brandrisikos
Erschienen im Mai 2026, herausgegeben von VdS und GdV
Im Mai 2026 hat der VdS Schadenverhütung die Publikation Photovoltaik-Anlagen auf Dächern – Möglichkeiten zur Minimierung eines Brandrisikos herausgegeben, in geänderter Fassung gegenüber der Ausgabe VdS 6023 vom Februar 2023. Einführend ist zu lesen, dass sich die seitens des Brandschutzes geforderten Schutzziele bei Neuanlagen einfach umsetzen ließen. Im Bestand muss genauer hingeschaut werden; es bestehen jedoch durchaus Möglichkeiten. Angesprochen sind Planende, Errichter*innen und Betreiber ebenso wie Investoren.
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Wie kann es zu einem Brand kommen, ausgehend von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach? Welche Bauteile sind kritisch zu beurteilen, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern? „Die grundsätzliche baurechtliche Genehmigungsfreiheit von PV-Anlagen entbindet nicht von einer Risikobetrachtung“ (S. 4). Aufgeführt sind relevante Normen, von denen abgewichen werden kann, wenn das Schutzziel dennoch erreicht wird. Ein beispielhafter Dachaufbau ist dargestellt.
Anschließend geht es um konkrete bauliche und technische Maßnahmen, welche das Risiko der Entstehung bzw. Ausbreitung eines Brandes minimieren können. Eine fachgerechte Verlegung der Stromleitungen ist essenziell, ebenso eine Schottung der Leitungswege, wenn diese über oder durch Brandwände geführt werden. Bestimmte Abstände der Anlagen untereinander sowie zu Brandwänden, Oberlichtern u.a. sind einzuhalten. Genannt sind auch eine Bekiesung oder Steinplatten als Oberflächenschutz sowie der Einsatz einer nichtbrennbaren Dämmung. Regelmäßige Inspektionen und Instandhaltungsmaßnahmen gehören ebenfalls dazu.
In Anhang A Beurteilungshinweise zu unterschiedlichen Dachaufbauten und möglicher Brandausbreitung ist dargestellt, dass „immer das Gesamtdesign aus Dachaufbau, PV-Modulen und deren Montage und Anordnung“ zu beurteilen ist. Konkret werden Zündquellen genannt und das Brandverhalten bestimmter Dämmstoffe als problematisch beschrieben. In Bezug auf eine extensive Dachbegrünung ist der Feuchtegehalt von großer Bedeutung: Die Substratschicht muss genügend Wasser speichern können, um die Vegetation zu versorgen, und diese erfordert Pflege.
Maßnahmen zur Risikominimierung als Checkliste enthält die Planungshilfe in Form von Anhang B – Formblatt Risikominimierung gemäß VdS 6023. Die 16-seitige Publikation steht auf der Webseite des VdS zum Download kostenfrei zur Verfügung (siehe Surftipps).
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