Wie ist es zu flüchten und in einer Zeltstadt zu leben? Wo gehen
hier Kinder zur Schule? Wo werden sie medizinisch versorgt? Zu
diesen Fragen haben sich das Londoner Team von Zaha Hadid
Architects (ZHA) und die Stiftung Education Above All (EAA)
zusammengetan. 27 der von ihnen entwickelten Zelte wurden Ende 2022
an Projekte in Syrien, in der Türkei und im Jemen geliefert.
Galerie
Das Team von Zaha Hadid Architects hat ein Zelt entwickelt, das sich unter anderem für Schulen und Kliniken eignet.
Bild: Luke Hayes
01|09
Das Projekt entstand in einem Joint-Venture mit der Stiftung Education Above All.
Bild: Education Above All Foundation
02|09
Hauptelement der Konstruktion sind stranggepressten Aluminium-Bögen, welche große Spannweiten und Flexibilität im Inneren ermöglicht.
Bild: Education Above All Foundation
03|09
Die gelenkigen Fußpunkte sind an einem Betonfundament montiert.
Bild: Luke Hayes
04|09
Paneele und Membranen füllen die Konstruktion aus.
Bild: Luke Hayes
05|09
Sowohl für die innere als auch für die äußere Membran kommt ein PVC-Gewebe mit niedrigem Emissionsgrad und einer mehrschichtigen Isolierung zum Einsatz.
Bild: Luke Hayes
06|09
Die Geometrie der bogenförmigen Struktur schafft Öffnungen für natürliches Licht und Belüftung.
Bild: Education Above All Foundation
07|09
Die Zelte werden zum Beispiel als Schulen genutzt.
Bild: Education Above All Foundation
08|09
27 Zelte wurden nach Syrien, in den Jemen und in die Türkei geliefert.
Bild: Luke Hayes
09|09
Die EAA wurde 2012 von Sheikha Moza bint
Nasser gegründet, der zweiten Ehefrau des früheren Emirs von
Katar. Ziel ist, Kindern in Krisen- und Konfliktregionen durch
schulische Bildung Chancen für die Zukunft zu eröffnen. Die
Stiftung geht von 70 Millionen Menschen aus – die Hälfte davon
unter 18 Jahren – die in ihren eigenen Ländern als Vertriebene
leben oder in anderen Ländern aufgenommen wurden. Dabei, so stellte
die die EAA fest, mangelt es an geeigneter Infrastruktur für
Schulunterricht, medizinische Versorgung und Wohnraum für die
vertriebenen Kinder und ihre Familien gibt.
Aus diesem Grund setzte sich die Stiftung mit dem Team von Zaha
Hadid Architects zusammen, um ein temporäres Bauwerk zu entwickeln,
das sichere und vielseitige Räume für Kinder bietet – um
zu lernen, zu spielen und sich entwickeln zu können. Das Ergebnis
ist eine wetterfeste modulare Struktur,
die Tageslicht ins Innere lässt und leicht demontiert,
bewegt und wieder aufgebaut werden kann.
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Das Team von Zaha Hadid Architects hat ein Zelt entwickelt, das sich unter anderem für Schulen und Kliniken eignet.
Bild: Luke Hayes
01|09
Das Projekt entstand in einem Joint-Venture mit der Stiftung Education Above All.
Bild: Education Above All Foundation
02|09
Hauptelement der Konstruktion sind stranggepressten Aluminium-Bögen, welche große Spannweiten und Flexibilität im Inneren ermöglicht.
Bild: Education Above All Foundation
03|09
Die gelenkigen Fußpunkte sind an einem Betonfundament montiert.
Bild: Luke Hayes
04|09
Paneele und Membranen füllen die Konstruktion aus.
Bild: Luke Hayes
05|09
Sowohl für die innere als auch für die äußere Membran kommt ein PVC-Gewebe mit niedrigem Emissionsgrad und einer mehrschichtigen Isolierung zum Einsatz.
Bild: Luke Hayes
06|09
Die Geometrie der bogenförmigen Struktur schafft Öffnungen für natürliches Licht und Belüftung.
Bild: Education Above All Foundation
07|09
Die Zelte werden zum Beispiel als Schulen genutzt.
Bild: Education Above All Foundation
08|09
27 Zelte wurden nach Syrien, in den Jemen und in die Türkei geliefert.
Bild: Luke Hayes
09|09
Dachmodule mit großen Spannweiten
Als Hauptelemente fungieren stranggepresste Aluminiumbögen in
zwei verschiedenen Größen. Deren Geometrie ermöglicht gegenüber
anderen Zeltkonstruktionen eine größere Spannweite und Flexibilität
im Inneren und schafft zudem Öffnungen für
natürliches Licht und Belüftung.
Je zwei Bögen werden an ihren Fußpunkten gelenkig mit einer
Stahlplatte verbunden, die wiederum mit einem Betonfundament
verschraubt ist. An der offenen Seite Lagern sie auf einem
Dreiecksrahmen auf, der ähnlich im Fundament befestigt ist. Die so
gebildeten Dachmodule weisen eine Grundfläche von 11 m x 4,5 m auf.
Mit ihnen lässt sich der Grundriss additiv erweitern: So kann zum
Beispiel ein Raum aus zwei geschlossenen Modulen um einen
Außenspielbereich wachsen oder um zwei weitere Module zu einem
großen Gemeindesaal verdoppelt werden. Auch nach der Installation
lassen sich auf diese Weise Nutzungsänderungen räumlich
umsetzen.
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Das Team von Zaha Hadid Architects hat ein Zelt entwickelt, das sich unter anderem für Schulen und Kliniken eignet.
Bild: Luke Hayes
01|09
Das Projekt entstand in einem Joint-Venture mit der Stiftung Education Above All.
Bild: Education Above All Foundation
02|09
Hauptelement der Konstruktion sind stranggepressten Aluminium-Bögen, welche große Spannweiten und Flexibilität im Inneren ermöglicht.
Bild: Education Above All Foundation
03|09
Die gelenkigen Fußpunkte sind an einem Betonfundament montiert.
Bild: Luke Hayes
04|09
Paneele und Membranen füllen die Konstruktion aus.
Bild: Luke Hayes
05|09
Sowohl für die innere als auch für die äußere Membran kommt ein PVC-Gewebe mit niedrigem Emissionsgrad und einer mehrschichtigen Isolierung zum Einsatz.
Bild: Luke Hayes
06|09
Die Geometrie der bogenförmigen Struktur schafft Öffnungen für natürliches Licht und Belüftung.
Bild: Education Above All Foundation
07|09
Die Zelte werden zum Beispiel als Schulen genutzt.
Bild: Education Above All Foundation
08|09
27 Zelte wurden nach Syrien, in den Jemen und in die Türkei geliefert.
Bild: Luke Hayes
09|09
Schützende Membranen und Paneele
Die zwischen den Bögen gespannten Membranen erhöhen die
Stabilität der gesamten Struktur. Nuten in den stranggepressten
Aluminiumprofilen ermöglichen es, Gewebe direkt mit den Rahmen zu
verbinden, sodass keine zusätzlichen Bolzen benötigt werden. Durch
die T-Nuten können auch Paneele und Beleuchtung ohne zusätzliche
Halterungen direkt an den Rahmen befestigt werden. Dies ermöglicht
auch den Austausch einzelner Wandpaneele, den Einbau einer Tür oder
eines lichtdurchlässigen Paneels anstelle einer isolierten Wand,
was die Flexibilität der Raumnutzung noch weiter erhöht.
Sowohl für die innere als auch für die äußere Membran kommt
ein PVC-Gewebe mit niedrigem Emissionsgrad und einer
mehrschichtigen Isolierung zum, Einsatz. So ist sichergestellt,
dass die Wärme im Winter gehalten und im Sommer reflektiert wird.
Der Hohlraum zwischen den Membranen minimiert zudem die Sonneneinstrahlung. Die Wahl fiel auf PVC, da es
ein sehr leichtes und kostengünstiges Material ist, das im Falle
einer Beschädigung einfach vor Ort repariert werden kann. Es ist
widerstandsfähig gegen Nagetiere oder Insekte und kann für andere
Anwendungen wiederverwendet werden.
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Das Team von Zaha Hadid Architects hat ein Zelt entwickelt, das sich unter anderem für Schulen und Kliniken eignet.
Bild: Luke Hayes
01|09
Das Projekt entstand in einem Joint-Venture mit der Stiftung Education Above All.
Bild: Education Above All Foundation
02|09
Hauptelement der Konstruktion sind stranggepressten Aluminium-Bögen, welche große Spannweiten und Flexibilität im Inneren ermöglicht.
Bild: Education Above All Foundation
03|09
Die gelenkigen Fußpunkte sind an einem Betonfundament montiert.
Bild: Luke Hayes
04|09
Paneele und Membranen füllen die Konstruktion aus.
Bild: Luke Hayes
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Sowohl für die innere als auch für die äußere Membran kommt ein PVC-Gewebe mit niedrigem Emissionsgrad und einer mehrschichtigen Isolierung zum Einsatz.
Bild: Luke Hayes
06|09
Die Geometrie der bogenförmigen Struktur schafft Öffnungen für natürliches Licht und Belüftung.
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07|09
Die Zelte werden zum Beispiel als Schulen genutzt.
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08|09
27 Zelte wurden nach Syrien, in den Jemen und in die Türkei geliefert.
Bild: Luke Hayes
09|09
Einsatz als Schulen und Kliniken
Einige der Zelte wurden bereits anlässlich der
Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2022 in Katar aufgestellt, im
Rahmen der EAA-Kampagne Scoring 4 the Goals. Mit ihr wollte
die Organisation auf dem FIFA Fan Festival dazu beitragen, das
Bewusstsein der Fußballfans für die Ziele der UNO zu schärfen.
Im Dezember 2022 stellte die Stiftung 27 dieser Zelte der
Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Verfügung.
Diese übergab 12 Zelte an den Roten Halbmond in Katar, der sie als
Notunterkünfte für vertriebene Menschen in Syrien nutzt. Von den
restlichen 15 Zelten werden zehn als Schulen und fünf als Kliniken
in der Türkei und im Jemen eingesetzt. In Pakistan stehen dank der
EAA bereits drei Zelte dieser Art, die vor Ort als Schulen
verwendet werden.
Quelle: Youtube / Courtesy of Education Above All Foundation and Zaha Hadid Architects
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