Mehrgeschossig Bauen mit Laubholz: Konzepte für den Skelettbau

Leitfaden zeigt Ergebnisse des Forschungsprojekts LaubÖkoLet

Wie lassen sich mehrgeschossige Gebäude im urbanen Raum unter Einsatz von Laubholz ressourcenschonend, wirtschaftlich und zugleich rückbaubar errichten? Das ist Thema des Forschungsprojektes LaubÖkoLet, dessen erste Ergebnisse ein im Juli 2025 erschienener Leitfaden zusammenfasst. Initiatoren der Studie sind das international tätige Ingenieurbüro Fast + Epp (mit Standorten in Darmstadt, Stuttgart, Vancouver, Seattle und New York) gemeinsam mit den Hamburger blrm Architekten, unterstützt von der Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg. 

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Skelettbau mit Laubholzprodukten

Hauptthema der Forschung ist die Entwicklung von Konzepten für den Holzskelettbau, die nicht als Sonderlösungen gelten. Sie sollen systematisch angewendet und industriell produziert werden können. Durch den Einsatz von Buchenholz, insbesondere in Form von BauBuche und Stabschichtholz, eröffnen sich neue Möglichkeiten für tragende Strukturen, die technisch geprüft, ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv sind.

Holz-Holz-Verbindungen: modular und lösbar

Ziel des Projektes ist es, Gebäude so zu konzipieren, dass sie flexibel umgenutzt oder aufgestockt werden können, ohne Abriss und Neubau erforderlich zu machen. Das gelingt mithilfe modularer, lösbarer Holz-Holz-Verbindungen wie verzapften Knoten oder innovativen Stecksystemen, die einen Rückbau und die Wiederverwendung von Bauteilen ermöglichen.

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Gebäudekonzepte für Büro, Wohnen und Mischnutzung

In zwei detailliert ausgearbeiteten Gebäudekonzepten ist dargelegt, wie sich diese Prinzipien umsetzen lassen. Das erste Konzept für ein Wohn- und Bürogebäude basiert auf einem schlanken und platzsparenden Stützenraster, welches sich mit verschiedenen Laubholzarten umsetzen lässt. Das zweite Konzept erlaubt neben Wohn- und Büroflächen auch andere städtische Nutzungen wie beispielsweise Flächen zum Parken, für Einzelhandel oder Kitas. Für dessen Tragwerk kommen deckengleiche Unterzüge aus Buchenholz zum Einsatz.

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Ökologisch und wirtschaftlich

Die Ökobilanzanalysen belegen, dass sich das Treibhauspotenzial der Tragstruktur im Vergleich zu herkömmlichen Stahlbetonkonstruktionen um bis zu 65 Prozent reduzieren lässt. Die Studie soll verdeutlichen, dass Bauen mit Laubholz im urbanen Maßstab nicht nur ökologisch, sondern auch technisch und wirtschaftlich eine tragfähige Option ist.

Auf der Webseite des Ingenieurbüros Fast + Epp steht der Leitfaden LaubÖkoLet als Lang- oder Kurzfassung im Pdf-Format zum Download kostenfrei bereit: siehe Surftipps.

Fachwissen zum Thema

Brettschichtholz (BSH) besteht aus beliebig vielen, festigkeitssortierten Brettlamellen mit maximal 45 mm Dicke, die faserparallel zu Trägern verklebt sind.

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Baustoffe

Bauprodukte im Ingenieurholzbau: Übersicht

Was sind die Eigenschaften zeitgemäßer Holzbauprodukte und welche Verfahren erhöhen die Dauerhaftigkeit des natürlichen Baustoffs?

Mehrfamilienhaus in Potsdam nach Plänen der Berliner Scharabi Architekten: Weil die Konstruktion ohne Leim und Klebstoffe auskommt, ist sie komplett recyclebar. Auch viele andere Materialien, die im Haus verbaut sind, lassen sich wiederverwerten.

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Ressource Holz

Wiederverwendbarkeit und Kreislaufwirtschaft von Holzbauteilen

Grundsätzlich eignet sich Holz sehr gut für die Wiederverwendung; schon beim Entwurf sollte das Konzept des Rückbaus in die Planung einbezogen werden.

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Circular Tiny House der Hochschule Coburg

Das Circular Tiny House (CTH*1) steht auf einem Parkplatz des Hochschulcampus in Coburg.

Das Circular Tiny House (CTH*1) steht auf einem Parkplatz des Hochschulcampus in Coburg.

Studierende des Masterstudiengangs IAAD – Interior Architecture and Architectural Design realisierten unter Leitung von Rainer Hirth und Anders Macht einen Versuchsbau nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip.

Entwicklung schwer entflammbarer Außenbeschichtungen für Holz

Bei Gebäuden mit einer Höhe von über sieben Metern entsprechend den Gebäudeklassen (GK) 4 und 5 wird baurechtlich eine „hochfeuerhemmende“ (GK 4) bzw. „feuerbeständige“ (GK 5) Tragkonstruktion gefordert.

Bei Gebäuden mit einer Höhe von über sieben Metern entsprechend den Gebäudeklassen (GK) 4 und 5 wird baurechtlich eine „hochfeuerhemmende“ (GK 4) bzw. „feuerbeständige“ (GK 5) Tragkonstruktion gefordert.

Am Institut für Holztechnologie in Dresden wird an der Entwicklung von FRT- (Fire Retardant Treatment) Verfahren zur Ertüchtigung von Holzprodukten in witterungsbeanspruchten Anwendungen im Hochbau geforscht.

Experimentalgebäude Workbox in Meckenheim

An diesem kleinen Prototyp in der Urform eines Hauses werden schnell wachsende Baumaterialien wie der Blauglockenbaum (Paulownia) und das Riesenchinaschilf (Miscanthus x giganteus) erforscht.

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An einem kleinen Haus im Rhein-Sieg-Kreis bei Bonn wird das Bauen mit schnell nachwachsenden Rohstoffen erforscht.

Forschungsarchiv zum Holzbau

Holzstruktur als Sonnendach: Metropol Parasol in Sevilla; Architektur: Jürgen Mayer H., 2011

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Wissenschaftliche Arbeiten der vergangenen Jahrzehnte stehen hier kostenfrei als Download zur Verfügung: Forschung trägt auch zu einer Weiterentwicklung von Konstruktion und Tragwerk bei.

Forschungsprojekt „Eichenschwachholz“

Ein Waldumbau zu standortgerechtem Laub- und Mischwald bewirkt eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen und Schädlingen.

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Wie ließe sich minderwertiges Laubholz im Bauwesen effizienter nutzen? An der Hochschule Trier wird eine Prozesskette entwickelt.

Holzfaser-Sandwichplatte für den Möbel- und Fahrzeugbau

Ansicht eines Lignocellulose-Sandwichelementes mit Vollkern und Deckschicht

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Ergebnis der Forschungsprojektes FALSA ist eine stabile, ressourcenschonende Leichtbauplatte.

Konstruktionskatalog und Ökobilanzierung für Aufstockungen in Holzbauweise

Gelungenes Projekt: Dachaufstockung eines Mehrfamilienhauses in der Berliner Wassertorstraße – die Holzbauweise ermöglichte die Vorfertigung des Rohbaus und die Montage in kurzer Bauzeit.

Gelungenes Projekt: Dachaufstockung eines Mehrfamilienhauses in der Berliner Wassertorstraße – die Holzbauweise ermöglichte die Vorfertigung des Rohbaus und die Montage in kurzer Bauzeit.

Die Ergebnisse eines Verbundvorhabens, für das 147 Aufstockungsprojekte analysiert wurden, sind in das kostenfreie Ökobilanzierungstool eLCA integriert.

Mehrgeschossig Bauen mit Laubholz: Konzepte für den Skelettbau

Im Rahmen des Forschungsprojektes „LaubÖkoLet“ wird untersucht, wie sich mehrgeschossige Gebäude im urbanen Raum ressourcenschonend, wirtschaftlich und rückbaubar errichten lassen.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „LaubÖkoLet“ wird untersucht, wie sich mehrgeschossige Gebäude im urbanen Raum ressourcenschonend, wirtschaftlich und rückbaubar errichten lassen.

Ressourcenschonend, wirtschaftlich und rückbaubar – die Ergebnisse des Forschungsprojekts LaubÖkoLet versammelt ein Leitfaden.

Österreichische Studie zur Kreislaufwirtschaft in der Holzbranche

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Ein Forschungsprojekt untersuchte die Möglichkeiten, Altholz für neue Bauprodukte zu nutzen.

Post-Traditional Carpentry – the development of wide-span roofs in 19th-century Switzerland north of the Alps

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Die 2025 erschienene Dissertation beleuchtet die Übergangsphase vom traditionellen Zimmermannshandwerk zu industriell geprägten Bauweisen.

Sandwichelement mit Kern aus Holzschaum

Das Resultat mehrjähriger Forschungsarbeit sind stabile und wärmedämmende Sandwichelemente mit einem Holzschaumkern und einer dünnen Deckschicht aus Textilbeton.

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Zwei Braunschweiger Forschungsinstitute haben ein Bauteil entwickelt, das sich für leichte Vorhangfassadenelemente sowie im Innenausbau einsetzen lässt.

Sanierung kontaminierter Holzkonstruktionen

Ein innovatives Adsorbermaterial wird genutzt, um gesundheitsschädliche Stoffe ohne Substanzverlust aus Holzkonstruktionen herauszulösen.

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Lassen sich die vor Jahrzehnten verwendeten, giftigen Holzschutzmittel aus alten Bauteilen herauslösen?

Stirnseitige Verklebung von Holzbauteilen

Dauerprüfstand der Berner Fachhochschule mit stirnseitig verklebtem Balkon

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In der Schweiz wurde ein Verfahren entwickelt, um Deckenelemente aus Holz an den Stirnseiten zu verkleben. So lassen sich große, punktgestützte Flächen herstellen.

Textile Gewebe aus Massivholz

Es wird untersucht, wie sich ein Faden aus Holz, ein sogenanntes Massivholzmonofil, aus biegsamem Weidenholz herstellen lässt.

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Lässt sich das traditionelle Handwerk der Korbflechterei mit den Vorzügen industrieller Produktion vereinen? Ein Team der Universität Kassel forscht an einem hölzernen Endlosfaden.

Verfahren zum Recyceln von Spanplatten

Recyclingmasse ist der Ausgangsstoff für das Pressen neuer, formstabiler Spanplatten auf herkömmlichen Anlagen.

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Mit dem Forschungsprojekt ReSpan hat das Fraunhofer IAP gemeinsam mit der Hochschule Eberswalde und Industriepartnern ein chemisches Recyclingverfahren entwickelt.

Bildungsplattform

Fort- und Weiterbildung im Holzbau – aktuell, anerkannt, digital: ein Angebot des Informationsdienst Holz.

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