Belüftetes Dach (I): Konstruktion
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Beim zweischalig, belüfteten Dach (früher „Kaltdach“ genannt)
ist direkt über der Wärmedämmung und unterhalb der Unterspannbahn bzw. des Unterdaches eine
Belüftungsschicht angeordnet. Diese ist nicht zu verwechseln mit
der Luftschicht zwischen Dachdeckung und Unterspannbahn bzw.
Unterdach.
Die Dämmung kann, ähnlich der Vorgehensweise im nicht belüfteten
Dach, auf folgende Weise eingebaut werden:
- zwischen den Sparren,
- über den Sparren auf einer Vollschalung,
- zwischen und über den Sparren,
- zwischen und unter den Sparren.
Nach DIN 4108-3: Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz – Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung sowie den Merkblättern Wärmeschutz bei Dächern (Teil der Fachregeln des deutschen Dachdeckerhandwerks) müssen belüftete Dächer mit einer Dachneigung > 5° folgende Bedingungen erfüllen:
- Der freie Lüftungsquerschnitt an den Traufen beträgt mindestens 2 Promille der dazugehörigen Dachfläche, jedoch mindestens 200 cm² bei Sparrenlängen bis 10 m.
- Der freie Lüftungsquerschnitt am First beträgt mindestens 0,5 Promille der gesamten geneigten Dachfläche.
- Der freie Lüftungsquerschnitt im Dachbereich über der Dämmschicht beträgt mindestens 200 cm² je Meter belüfteter Strecke senkrecht zur Strömungsöffnung. Die freie Höhe sollte dabei mindestens 2 cm betragen.
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