Bezahlbar bauen. Mit Beton.
Angesichts der Wohnraumnot in deutschen Großstädten möchten Politiker*innen und Verter*innen der Baubranche den Neubau fördern. Aber können sich Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen diese Wohnungen überhaupt leisten? Hier setzt das Informationszentrum Beton (IZB) an. Mit seiner 2025 erschienenen Publikation Bezahlbar bauen. Mit Beton möchte der Branchenverband zeigen, welche geldwerten Vorteile das Bauen mit Beton bietet.
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Es handelt sich bereits um die dritte Publikation dieser Art, mit der das IZB die Vorzüge des Baustoffs in den Fokus rückt: 2023 erschien Nachhaltig Bauen, 2024 folgte Energiesparend bauen (siehe Surftipps). Das neueste Heft enthält drei Kapitel: Zuerst wird ein Lagebild des Wohnungsmarktes vermittelt, dann geht es um Einflussgrößen der Baukosten und schließlich um Möglichkeiten, sie zu senken. Karten, Diagramme und Entwicklungskurven machen die Probleme anschaulich. Ein Fazit und ein Literaturverzeichnis runden das Heft ab.
Das erste Kapitel polarisiert: Einerseits sollen staatliche Vorgaben 37 % der Baukosten verursachen. Zugleich ist mehr staatliche Förderung für den Bau von Sozialwohnungen gewünscht – diese ist allerdings auch an Vorgaben geknüpft. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Bedarfe bei der Wohnraumschaffung wird als konfliktreich beschrieben. Worin die Hindernisse bestehen, ist jedoch nicht ganz greifbar. An anderer Stelle lässt sich dafür herauslesen, dass Marktmechanismen den Wohnraummangel für mittlere und niedrige Einkommensgruppen erzeugen. Welche Rolle spielt dabei Beton?
Antworten darauf liefert womöglich das zweite Kapitel: Massivbauten sollen gegenüber leichten Bauweisen geringere Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten verursachen. Diagramme zeigen dazu den Vergleich mit Holzbauweisen – die sich durch steigende Baustoffpreise stark verteuert haben. Hervorgehoben werden außerdem die Materialeffizienz und die Langlebigkeit von Betonkonstruktionen. Diese Argumente sollen die im Vergleich zu anderen Bauweisen höheren CO2-Emissionen in der Erstellung rechtfertigen. Vereinfachte baurechtliche Anforderungen in Form des Gebäudetyps E, serielles und modulares Bauen und emissionsärmere Zemente und Betone werden im dritten Kapitel als mögliche Hebel genannt, um die Baukosten zu senken.
In jedem Kapitel finden sich QR-Codes, die zu ergänzenden Informationen im Internet führen. Darüber hinaus hat das IZB seine Inhalte rund um das Thema Nachhaltigkeit auf einer eigenen Webseite (www.nachhaltig-bauen-mit-beton.de) gebündelt. Dort sowie im IZB-Betonshop steht der Leitfaden als PDF zum Download bereit (siehe Surftipps).
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