Labyrinth Teil 1: Ursprünge, Interpretation, Beispiele
Mythos Minotaurus-Labyrinth, Rasenlabyrinthe
Labyrinthe und ähnliche Formen wie Spiralen, Wirbel, Mäander und
Knoten – etwa der chinesische Endlosknoten Pán Cháng
Jié – existieren seit Jahrhunderten, vielleicht sogar seit
Jahrtausenden, und in allen Kulturen der Welt.
Galerie
Der chinesische Endlosknoten Pán Cháng Jié existiert seit Jahrhunderten
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Der vierte Knoten, Albrecht Dürer, Nürnberg vor 1521, nach einer Vorlage von Leonardo da Vinci
Bild: Holzdruck 273 mm x 214 mm, Objekt-Nr. 1975.653.104, The Metropolitan Museum of Art, New York, Public Domain
02|06
Pflaster in Lissabon mit Knoten-Muster
Bild: Susanne Junker, Berlin
03|06
Theseus und Ariadne vor dem Labyrinth des Minotaurus auf Kreta, Crispijn van de Passe etwa 1602-1607, Stich 81 mm x 131 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-OB-15870, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
04|06
Theseus and the Minotaur in the Labyrinth, Zeichnung auf Papier, Edward Burne-Jones 1861
Bild: Birmingham Museum and Art Gallery über Google Art Project, Public Domain
05|06
Garten mit Labyrinth-Parterre aus geometrisch angeordneten Blumenbeeten, anonymer Künstler etwa 1587, Stich 182 mm x 244 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-1964-2989, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
06|06
Das Labyrinth des Minotaurus
Der altgriechische Mythos vom Labyrinth des Minotaurus auf Kreta
hat eine besonders lang anhaltende und einflussreiche Bedeutung.
Dichter wie Ovid, Plutarch, Vergil und Jorge Luis Borges widmeten
sich der Geschichte mit Theseus, Ariadne und dem
Minotaurus. Zahlreiche Künstler – darunter Tizian, Antonio Canova,
Edward Burne-Jones, Gustave Moreau, Gustav Klimt, Piet Mondrian,
Pablo Picasso und Joan Miró – interpretierten das Thema mit
Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen. Selbst Video- und
Computerspiele beziehen sich auf die mythische Geschichte.
Galerie
Der chinesische Endlosknoten Pán Cháng Jié existiert seit Jahrhunderten
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Der vierte Knoten, Albrecht Dürer, Nürnberg vor 1521, nach einer Vorlage von Leonardo da Vinci
Bild: Holzdruck 273 mm x 214 mm, Objekt-Nr. 1975.653.104, The Metropolitan Museum of Art, New York, Public Domain
02|06
Pflaster in Lissabon mit Knoten-Muster
Bild: Susanne Junker, Berlin
03|06
Theseus und Ariadne vor dem Labyrinth des Minotaurus auf Kreta, Crispijn van de Passe etwa 1602-1607, Stich 81 mm x 131 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-OB-15870, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
04|06
Theseus and the Minotaur in the Labyrinth, Zeichnung auf Papier, Edward Burne-Jones 1861
Bild: Birmingham Museum and Art Gallery über Google Art Project, Public Domain
05|06
Garten mit Labyrinth-Parterre aus geometrisch angeordneten Blumenbeeten, anonymer Künstler etwa 1587, Stich 182 mm x 244 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-1964-2989, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
06|06
Streng genommen war das Minotaurus-Labyrinth kein Labyrinth,
sondern ein Irrgarten. Die Kunst- und Architekturgeschichte
unterscheiden die beiden nach der Anzahl ihrer Wege: Bei einem
Labyrinth führt ein einziger Weg mit zahlreichen Windungen zum
Ziel, während ein Irrgarten ein verzweigtes Netz aus mehreren Wegen
aufweist, von denen einige in Sackgassen münden. Die zentrale
Handlung des Mythos besteht ja darin, dass der Minotaurus keinen
Ausweg findet. Und auch Theseus benötigt den berühmten Faden, den
Ariadne ihm gibt, um wieder zum Eingang bzw. Ausgang zu
gelangen.
Archäologische Forschungen lassen vermuten, dass das
Minotaurus-Labyrinth Teil des Palastes von Knossos war.
Möglicherweise handelte es sich um einen Kerker mit Stein- oder
Mauerwerkswänden in einem Gefüge mehrerer Kammern. Spätere
Darstellungen zeigen es oft als freiliegendes, eckiges oder rundes
Stein- oder Heckenlabyrinth, das von einer gartenähnlichen
Landschaft umgeben ist.
Galerie
Der chinesische Endlosknoten Pán Cháng Jié existiert seit Jahrhunderten
Bild: Susanne Junker, Berlin
01|06
Der vierte Knoten, Albrecht Dürer, Nürnberg vor 1521, nach einer Vorlage von Leonardo da Vinci
Bild: Holzdruck 273 mm x 214 mm, Objekt-Nr. 1975.653.104, The Metropolitan Museum of Art, New York, Public Domain
02|06
Pflaster in Lissabon mit Knoten-Muster
Bild: Susanne Junker, Berlin
03|06
Theseus und Ariadne vor dem Labyrinth des Minotaurus auf Kreta, Crispijn van de Passe etwa 1602-1607, Stich 81 mm x 131 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-OB-15870, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
04|06
Theseus and the Minotaur in the Labyrinth, Zeichnung auf Papier, Edward Burne-Jones 1861
Bild: Birmingham Museum and Art Gallery über Google Art Project, Public Domain
05|06
Garten mit Labyrinth-Parterre aus geometrisch angeordneten Blumenbeeten, anonymer Künstler etwa 1587, Stich 182 mm x 244 mm
Bild: Objekt-Nr. RP-P-1964-2989, Rijksmuseum Amsterdam, Public Domain
06|06
Rasenlabyrinthe
Noch älter als das Minotaurus-Labyrinth sind geritzte
Stein- und Rasenlabyrinthe aus keltischer Zeit, deren Spuren
sich an kultischen Orten finden. Ihre ursprüngliche Bedeutung ist
unklar, doch vermutlich dienten sie Prozessionen oder Ritualen. Im
Mittelalter und in der Renaissance pflanzte man Rasenlabyrinthe
häufig in Kloster- und Kirchengärten. Dort waren sie Orte für
Meditation und Kontemplation, sehr viel später Gartendekoration.
Formal sind sie mit Kräuterspiralen, Knotengärten und Broderien
vergleichbar.
Rasenlabyrinthe wurden reliefartig aus niedrigen grasbewachsenen
Wällen, linearen Beeten oder mit Wegen aus gestampfter Erde,
Steinen oder Kies geschaffen. Manchmal kehrte man das Prinzip um
und legte gleich große Trittsteine auf eine Wiese, die das
Labyrinth bilden. Diese ähneln oft Bodenlabyrinthen aus hellen und
dunklen Steinen, wie sie in den Kathedralen von Chartres, Amiens,
Reims und anderen gotischen Kirchen zu sehen sind.
Historische, rekonstruierte und neu angelegte Stein- und
Rasenlabyrinthe lassen sich bis heute besichtigen,
beispielsweise auf den Scilly-Inseln, bei englischen Turf
Mazes wie der City of Troy bei Dalby in Yorkshire
oder dem Earth and Wildflower Labyrinth bei
Chesterfield, in Skandinavien bei
der Trojaborg nahe Visby auf der Insel Gotland
sowie in Deutschland das Eilenriede-Rad im
Stadtwald von Hannover.
Ausgewählte Beispiele für Garten- und Heckenlabyrinthe: Versailles, Hampton Court, Schönbrunn, Salem sowie Labyrinthe in Filmen und Videospielen.
Grundschüler pflanzen in ihrem Unterricht einen Maulbeerbaum.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Parks und Gärten
Schulgarten
Vom „Paradiesgärtlein“ des 17. Jahrhunderts bis zu Urban Gardening: Schulgärten sind seit der Antike Orte des Lernens und verbinden Natur, Wissenschaft und Kreativität für Artenvielfalt und Klimaschutz.
Zu den städtischen Grünflächen zählen Park-, Spiel- und Sportanlagen, Gärten, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Vegetation
Vegetationsformen im Stadtraum
Anforderungen und Beispiele für Bäume, Sträucher, Stauden und geeigneten Gräsern für Rasenflächen.
Bauwerke zum Thema
In Düsseldorf haben Ingenhoven Architects das zweiteilige Geschäfts- und Bürogebäude Kö-Bogen II realisiert.
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Vorzeigeprojekt für die Schwammstadt in China. Drei Jahre nach Baubeginn hat sich die Anlage zu einem städtischen Erholungsort für alle entwickelt.
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Die innerstädtische Grünfläche erfreut sich großer Beliebtheit – durch eine umfassende Sanierung ist er der Natur ein Stück näher gekommen.
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Labyrinth Teil 1: Ursprünge, Interpretation, Beispieleneu
Der chinesische Endlosknoten Pán Cháng Jié existiert seit Jahrhunderten
Bild: Susanne Junker, Berlin
Verschlungene Wege, Spiralen und Knotenformen – von keltischen Rasenlabyrinthen bis zum Mythos vom Labyrinth des Minotaurus.
Chelsea Physic Garden, London – Teil 1
Im Jahre 1673 legte die Worshipful Society of Apothecaries einen Garten für Heilpflanzen in einem Dorf westlich von London an.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Geschichte und Entwicklung als Lehr- und Lerngarten
Chelsea Physic Garden, London – Teil 2
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Bild: Susanne Junker, Berlin
Viktorianische Gewächshäuser und ihre Restaurierung.
Ha-ha
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Bild: The National Trust Images/John Millar
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Bild: Susanne Junker, Berlin
Entstehung, soziokulturelle Bedeutung und endemische Pflanzen des innerstädtischen Parks, der zur Entwicklung der australischen Metropole beigetragen hat.
Schulgarten
Grundschüler pflanzen in ihrem Unterricht einen Maulbeerbaum.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Vom „Paradiesgärtlein“ des 17. Jahrhunderts bis zu Urban Gardening: Schulgärten sind seit der Antike Orte des Lernens und verbinden Natur, Wissenschaft und Kreativität für Artenvielfalt und Klimaschutz.
Shakkei
Der japanische Begriff Shakkei bedeutet „geliehener Blick“ oder „geborgte Szenerie“ und beschreibt ein Prinzip der Gartengestaltung, das die Umgebung miteinbezieht.
Bild: Wu Tao (1840-1895), Gartenszene (1867), Tusche u. Farbe auf Papier, China, Quing Dynastie / The Metropolitan Museum of Art NYC, Objekt-Nr. 2017.724, Public Domain
Japanisches Prinzip der Gartengestaltung, das die Umgebung miteinbezieht und ein harmonisches Ganzes zum Ziel hat
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