Transluzenz

Optische Materialeigenschaft

Transluzenz bezeichnet als eine optische Materialeigenschaft die Durchlässigkeit von natürlichem und künstlichem Licht durch eine Barriere wie beispielsweise einer Glasscheibe. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und ist eine Kombination der beiden Vokabeln trans, (übersetzt: hindurch oder hinüber) und lux (Licht).  

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Physikalische Wirkung  

Die häufig anzutreffende Übersetzung „halbtransparent“ ist ungenau, denn die Lichtdurchlässigkeit, die in Prozent gemessen wird, reicht von Transparenz mit 100 % Lichtdurchlässigkeit stufenlos bis zu Opazität mit 0 %, einer vollständigen Undurchsichtigkeit. Der tatsächliche Grad an Transluzenz hängt vom Material, seiner Stärke (Dicke) sowie dessen Oberflächenbeschaffenheit ab.

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Physikalisch entsteht partielle Lichtdurchlässigkeit durch die Kombination aus Reflexion und Streuung der Lichtstrahlen. Das Licht, das die Barriere durchdringt, wird diffuser und weicher. Dadurch erscheinen Objekte und ihre Konturen schemenhaft, verwischt und unscharf. Je weiter ein Objekt von einer transluzenten Barriere entfernt ist, desto undeutlicher wird es. Die Wahrnehmung ähnelt nebligen Wolken, der verschwommenen Sicht unter Wasser oder Manipulationen mit Filtern wie dem Gaußschen Weichzeichner. Farbiges Licht, eingefärbte Gläser oder kontrastierende Materialoberflächen an Decken und Böden können die transluzente Wirkung steigern, akzentuieren, kraftvoll oder subtil verfremden.

Materialien

Transluzente Eigenschaften finden sich bei Glassteinen, Profilbauglas, bei einigen Porzellan-Arten und bei hauchdünn geschnittenen Natursteinen wie Alabaster, Onyx und Marmor. Transparente Fenstergläser werden mattiert und satiniert durch Verfahren wie Sandstrahlen oder Ätzen. Zeitweilige Transluzenz schafft die reversible Beschichtung von Oberflächen mit Folien, Japanpapier oder Glasgespinst sowie je nach textiler Beschaffenheit die Verwendung von Vorhängen.

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Beispiele  

Das Maison de Verre in Paris gilt als eines der berühmtesten transluzenten Wohnhäuser der Welt. Die beiden Architekten Pierre Chareau und Bernard Bijvoet entwarfen 1928-31 die gesamte hofseitige Fassade aus Glassteinen, um für den Bauherren Sichtschutz mit größtmöglicher natürlicher Belichtung in einem engen und von anderen Gebäuden einsehbaren Hof zu erzielen.

Ein Beispiel für den mehrgeschossigen Einsatz von Profilbauglas ist die Lobby des Eurotheum-Hochhauses in Frankfurt/Main. Ursprünglich als Sitz der Europäischen Zentralbank errichtet, wurde das Gebäude 2018 von Peter Kulka umgebaut. Die gekurvten Profilbauglas-Wände können durch integrierte Leuchten ihre Farbe ändern und somit den Eingangsbereich für verschiedene Nutzungen in Szene setzen.  

Fensterartige Öffnungen mit Alabaster-Füllungen gibt es seit altägyptischen und frühen arabischen und persischen Zeiten. Eindrucksvoll sind die goldgelb schimmernden Alabaster-Fenster im Mittelschiff der Basilika Sankt Paul vor den Mauern (italienisch Basilica papale di San Paolo fuori le mura) in Rom, die ein Geschenk des ägyptischen Königs Fuad I zum Wiederaufbau der Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts sind. Hier sind mehrere hauchdünne Alabaster-Scheiben zu raumfüllenden Fensterformaten zusammengesetzt.  

In der Zeit des Art Deco wurde Alabaster als wesentlich eleganter als transparentes Glas wiederentdeckt. Dieser Trend zu samtig-seidigen und diskreten Lichteffekten wiederholt sich heute in Flagshipstores von Luxus-Fashion-Brands mit satinierten Glaspaneelen, die Sichtschutz und Privatsphäre mit weicher Belichtung kombinieren. -sj 

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Welche Schutzanforderungen gibt es bei Verglasungen zu erfüllen?

Differenzklimaverhalten

Der Begriff Differenzklimaverhalten bezeichnet eine bauphysikalische Eigenschaft von Fenstern und Türen und entspricht der Widerstandsfähigkeit gegen Verformung durch klimatische Faktoren. Im Bild: New York City während eines sommerlichen Starkregens

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Verformung von Fenstern und Türen durch klimatische Belastungen, die durch zunehmende Extremwetterereignisse wie Stürme, Starkregen oder Hitze in den Fokus rücken.

Erhöhter Schallschutz mit modularen Fensterkonstruktionen

Bei den raumhohen Einzelfenstern auf der Westseite der Wohnbebauung entlang der Aubinger Allee in München-Freiham wurde der Schallschutz mit einem eigens für dieses Projekt entwickelten Kastenfenster-Modul realisiert.

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Anwendungsbeispiele mit großformatigen Glas-Faltwänden, Schiebe- und Schiebe-Dreh-Systemen nach dem Prinzip des Kastenfensters.

Fenster und Sonnenstand

Die Anordnung der Fenster erfolgt zwar klassischerweise nach den vier Himmelrichtungen, aber in einem präziseren Sinne nach der Ekliptik der Sonne (im Bild: Fensterwand mit beweglichen Glaslamellen als Sonnen- und Blendschutz).

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Hitzewelle

Hitzewellen sind mehrtägige Phasen mit ungewöhnlich hoher Temperatur unter Einbeziehung von Luftfeuchtigkeit als Schwüle, starker Sonnenstrahlung und geringem oder sogar fehlendem Wind.

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Kontrollierte Lüftung und umfangreiche Verschattung helfen bei sehr hohen Temperaturen.

Lotus-Effekt

An den bis zu tellergroßen Lotus-Blättern perlt das Regen- und Tauwasser ab, sodass Schmutz und Schädlinge keinen Halt finden. Im Bild ein Teich mit Lotus und Seerosen

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Das superhydrophobe Prinzip verhindert, dass Schmutz und potenzielle Schädlinge an Oberflächen haften bleiben können.

Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Behaglichkeit

Luft hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf an sich zu binden oder abzugeben; Temperatur und Feuchtigkeit stehen dabei in Abhängigkeit zueinander.

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Das Raumklima wird durch unterschiedliche Einflussfaktoren bestimmt. Ein Überblick.

Lüftung, Luftwechsel, Luftzirkulation

Das physiologische Wohlbefinden der Menschen hängt dabei stark von der Qualität der Luft ab (im Bild: Lüftung über gläserne Schiebe-Elemente).

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Wesentliches Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, der Überhitzung von Innenräumen vorzubeugen.

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Sommertag

Markante Hitzewellen, mit einer Serie von mindestens 14 Tagen, an denen der Durchschnitt der täglichen Höchsttemperatur mindestens 30 °C beträgt, wurden in Deutschland, der Schweiz und Österreich seit den 1990er-Jahren deutlich häufiger.

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Meteorologisch-klimatologische Kenntage und Messwerte

Sonnenlicht und Strahlung

Sonnenlicht ist eine wellenförmige und elektromagnetische Strahlung, von der jedoch nur ein relativ kleines Spektrum zwischen Wellenlängen von 380 und 780 Nanometer sichtbar ist.

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Wellenlängen, sichtbares Spektrum, Farbe und Energie

Starkregen, Wasser- und Schlagregendichtheit

Die Intensität extremer Niederschläge hat sich in Mitteleuropa um bis zu 19 Prozent erhöht (im Bild: Unwetter mit Starkregen über Berlin im Januar 2021).

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Eine Zunahme extremer Niederschläge bedeutet, dass Fenster und Türen einer höheren physikalischen Belastung als bisher ausgesetzt sind.

Transluzenz

Transluzenz bezeichnet als eine optische Materialeigenschaft die Durchlässigkeit von natürlichem und künstlichem Licht durch eine Barriere wie beispielsweise einer Glasscheibe. Im Bild: Glasstein-Fassade des Hermes-Flagshipstores in Tokyo

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Begriff für die Durchlässigkeit von natürlichem und künstlichem Licht durch eine Barriere.

Visibilität

Getrübte Aussicht: Vom Lake Michigan aufsteigender Nebel hüllt die oberen Geschosse einiger Wolkenkratzer in Chicago komplett ein, im Bild das 346 m hohe Aon Center (vormals Standard Oil Building) von Edward Durell Stone, rechts dahinter der 262 m hohe Aqua Tower von Studio Jeanne Gang

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Ausblicke und Sichtweiten dienen bei Fenstern und Fenstertüren psychologischen, physiologischen und kommunikativen bzw. soziokulturellen Aufgaben.

Windfang

Windfang als Eingang in ein Wohn- und Bürohaus

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Als Windfang wird ein kleiner Eingangsraum mit hintereinander gesetzten Türen bezeichnet, der die Aufgabe hat, den Wind in einer thermischen Barriere abzufangen.

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Für die Fassadensanierung: Modulare Komplett-Systeme von Solarlux schließen die Gebäudehülle energieeffizient und schallschützend!

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