Denkmalsanierung 2026/2027
Ratgeber zu Denkmalimmobilien
Historische Bausubstanz ist nicht nur Erbe, sondern auch Chance, Neues im Alten zu schaffen. Anders gesagt: „Die Brücke in die Vergangenheit kann auch den Weg in die Zukunft weisen“, wie Johannes Laible im Vorwort des Magazins Denkmalsanierung 2026/2027 schreibt. Auf 164 Seiten bündelt das Heft 30 praxisbezogene Fachbeiträge, die sich gezielt an Architekturschaffende, Fachplanende, Restaurator*innen und engagierte Bauherrschaften richten.
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Einen Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe bilden Möglichkeiten, moderne Klimatechnik und die Vorgaben der Energiewende zu integrieren. Orientierung bieten Beiträge zum denkmalgerechten Einsatz von Wärmepumpen und zur bauphysikalisch verträglichen Integration von Photovoltaikanlagen. In den Blick genommen werden auch gestalterisch unauffällige Solarsysteme, die Einbindung historischer Kachelöfen und die Hitzevorsorge in gewachsenen Stadtquartieren.
In Sachen Bauphysik und digitale Methodik liegt der Fokus auf Risikominimierung: Hier geht es in einem ausführlichen Beitrag um die rechnerische Bewertung der Gefahren von Innendämmungssystemen. Der Sachverständige Michael Weng erläutert die Komplexität von Innendämmungen und die Risiken bei Schnittstellen, fehlender Planung und unzureichender Ausführung.
Ein weiterer Beitrag führt in die 3D-Bestandsdigitalisierung ein, welche als Grundlage für verlässliche Schadens- und Raumbücher immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ebenso wird auf die handwerkliche Umsetzung von erhaltenden Maßnahmen eingegangen: Praktische Anleitungen zur Reaktivierung historischer Holzfenster und Parkettstrukturen schlagen die Brücke zur restauratorischen Praxis. Darüber hinaus findet man im Heft Beiträge zum zirkulären Bauen und zum vorbeugenden Brandschutz, aber auch zur Baukultur der DDR.
Weiterhin werden ausgezeichnete Beispielprojekte präsentiert, etwa die Revitalisierung des Hanse Hofes in Lemgo. Rechtliche und ökonomische Aspekte behandeln Beiträge zu Erhaltungspflichten, Kauf-Analysen sowie steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten und aktuellen Förderkulissen für Denkmalimmobilien. Produktvorstellungen sowie ein Verzeichnis regionaler und überregionaler Expert*innen der Denkmalpflege runden das Heft ab.
Durch den interdisziplinären Ansatz und die thematische Bandbreite ist das Magazin eine interessante Anregung für die Baupraxis. Es bietet aktuelle Lösungsansätze für die Transformation von Baudenkmälern und macht anschaulich, dass umweltverträgliche Denkmalpflege möglich ist. Das 164 Seiten starke und von Laible Verlagsprojekte herausgegebene Heft ist für 9,40 EUR in Papierform oder für 8,00 EUR als PDF über die Verlagsseite erhältlich (siehe Surftipps).
Fachwissen zum Thema
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