Denkmalsanierung 2025/2026
Denkmalpflege im Wandel: Tradition trifft Digitalisierung
Fachkräftemangel, hoher Kostendruck und zugleich höchste Qualitätsansprüche – es gibt viele Gründe dafür, warum auch in der Denkmalpflege immer öfter auf digitale Hilfsmittel zurückgegriffen wird. Wie neue Technologien den Erhalt historischer Bausubstanz beeinflussen, ist das zentrale Thema in Denkmalsanierung 2025/2026. In dieser Ausgabe des alle zwei Jahre erscheinenden Fachmagazins sind rund 30 Beiträge zu aktuellen Entwicklungen der Branche enthalten.
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Im Vorwort betont Herausgeber Johannes Laible, welche Fortschritte die Denkmalbehörden in den letzten Jahren 15 Jahren vollzogen haben. Dadurch erlangten sie nicht nur ein positiveres Image. Auch dank pragmatischer Behördenentscheidungen ist vieles heute möglich, was früher undenkbar war, etwa Solarzellen auf Baudenkmalen. Ungewöhnliche Umnutzungen von Baudenkmalen, zum Beispiel vom Gasthaus zur Kita oder von der Kirche zur Kletterhalle, zeugen von einem partnerschaftlichen Miteinander zwischen Behörden und Bauherr*innen.
Erhalt und Pflege von Baudenkmalen stehen neuen Herausforderungen gegenüber – und zugleich bieten sich neue Chancen. Zwar spielt traditionelle Handwerkskunst weiterhin eine zentrale Rolle, jedoch halten zunehmend Digitalisierung, Hightech-Materialien und künstliche Intelligenz Einzug in die Denkmalpflege. Die Autor*innen der Fachbeiträge zeigen auf, wie 3D-Laserscans eine detailgenaue Dokumentation ermöglichen, wie Schäden an Holzkonstruktionen digital erkannt und erfasst werden können, und welche Alternativen es zu herkömmlichem Beton gibt. Auch die Installation von Photovoltaikanlagen wird näher beleuchtet.
Neben den technologischen Aspekten widmet sich das Magazin praktischen Fragen, die Eigentümer*innen von Denkmalen und Fachleute gleichermaßen bewegen: Wie lassen sich Baudenkmale effektiv vor Hochwasser und Starkregen schützen? Welche Optionen gibt es für die Restaurierung historischer Fenster? Wie können Dachräume sinnvoll ausgebaut werden? Wie können alte Häuser nachträglich auf neue Fundamente gestellt werden? Darüber hinaus bietet das Heft umfassende Informationen zur vorteilhaften steuerlichen Behandlung von Denkmalimmobilien, erläutert Methoden zum regenerativen Beheizen historischer Gemäuer und gibt Hinweise zum Schutz vor gesundheitsgefährdender Radonstrahlung.
Das Magazin präsentiert interessante gelungene Sanierungsprojekte und widmet sich beachtenswerten Segmenten der Denkmalpflege, darunter die sogenannten jungen Baudenkmale und denkmalgeschützte NS-Architektur. Produktvorstellungen und Hinweise auf regionale sowie überregionale Expert*innen der Denkmalpflege runden den Inhalt ab.
Das 160 Seiten starke und von Laible Verlagsprojekte herausgegebene Heft ist für 9,40 EUR in Papierform oder für 8,00 EUR als PDF über die Verlagsseite erhältlich (siehe Surftipps).
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