Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) wurden die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt und ersetzen diese. Das GEG ist seit November 2020 in Kraft und gilt für alle Gebäude, für die ab diesem Datum einen Bauantrag gestellt wurde. 

Gallerie

Im neuen Gesetz werden die Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen sowie der Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden festgelegt. Damit werden die europäischen Vorgaben zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden vollständig umgesetzt sowie die Regelung des Niedrigstenergiegebäudes in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht integriert.

Viele Anforderungen sind gleich geblieben
Im GEG gelten für Neubauten und Sanierungen im Wesentlichen die gleichen Anforderungen an Energieverbrauch und Wärmeschutz wie in der zuletzt geltenden EnEV. Unverändert übernommen wurden die Anforderungen für die U-Werte der EnEV 2016 für Bestandsgebäude. Damit gilt für die Dachdämmung immer noch die gleiche Dicke des Dämmmaterials, wie in der EnEV gefordert wurde. So sind etwa die U-Werte für eine Sanierung gleichgeblieben, die Bauteile müssen die folgenden Werte erreichen:

  • Außenwand (Erdreich und unbeheizte Räume) 0,30 W/m²K
  • Außenwand (Außenluft) 0,24 W/m²K
  • Dachdämmung Schrägdach und oberste Geschossdecke 0,24 W/m²K
  • Flachdach 0,20 W/m²K
  • Fenster (Komplettersatz) 1,3 W/m²K
  • Außentüren 1,8 W/m²K
Neuerungen im GEG
  • Änderungen im GEG gegenüber des EnEV 2016 betreffen unter anderem Ölheizungen. So dürfen neue Öl- oder Kohleheizungen ab Januar 2026 nur noch dann eingebaut werden, wenn der Energiebedarf für Wärme und Kälte anteilig aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Es wird nun eine sogenannte Kombiheizung vorgeschrieben. Für alte Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind, gilt weiterhin eine Austauschpflicht.
  • Das GEG schreibt für Neubauten eine Nutzung erneuerbarer Energien vor, die auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien erfüllt werden kann.
  • Um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Primärenergiefaktoren zu erhöhen, wurden die bei der Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs die zu verwendenden Werte im GEG geregelt.
  • Mit der Einführung eines neuen Modellgebäudeverfahrens für Wohnbauten soll der Aufwand für das Nachweisverfahren vereinfacht werden. Das GEG listet nun zehn standardisierte Modellgebäude auf, die sich nach der Heizungstechnologie unterscheiden. 
  • In Fällen des Verkaufs sowie bei bestimmten größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern wurde eine obligatorische energetische Beratung des Käufers oder Eigentümers verankert, um den Maßgaben des Klimaschutzprogramms 2030 zu entsprechen.
Der vollständige Gesetzestext ist auf der Webseite des Bundesanzeiger Verlags verfügbar (siehe Surftipps).

Fachwissen zum Thema

Richtlinien/​Verordnungen

CE-Kennzeichnung von Dämmstoffen

Die Gebrauchstauglichkeit von Bauprodukten wird durch Anbringen der CE-Kennzeichnung bestätigt. Das CE-Zeichen (ursprünglich für...

Wärmeleitfähigkeit – Nennwert oder Bemessungswert?

Richtlinien/​Verordnungen

Wärmeleitfähigkeit – Nennwert oder Bemessungswert?

Für die Wahl des geeigneten Dämmstoffes stellt die Wärmeleitfähigkeit der angebotenen Produkte eines der wichtigsten Kriterien...

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Dämmstoffe sponsored by:
Deutsche Rockwool | Kontakt 02043 / 408 408 |  www.rockwool.de
Zum Seitenanfang

Gebäudeenergiegesetz (GEG)neu

Das Gebäudeenergiegesetz fasst die bisherigen drei Gesetzestexte in einem modernen Gesetz zusammen.

Das Gebäudeenergiegesetz fasst die bisherigen drei Gesetzestexte in einem modernen Gesetz zusammen.

Für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit fasst das neue GEG bisherige Verordnungen in einem modernen Gesetz zusammen.

Bauaufsichtliche Zulassungen

Bauaufsichtliche Zulassungen für Bauprodukte bilden ein wichtiges Instrument für die Qualitätssicherung von Dämmstoffen. Über die...

Bauregellisten

Die Landesbauordnungen unterscheiden zwischen geregelten, nicht geregelten und sonstigen Bauprodukten. Geregelte Bauprodukte...

CE-Kennzeichnung von Dämmstoffen

Die Gebrauchstauglichkeit von Bauprodukten wird durch Anbringen der CE-Kennzeichnung bestätigt. Das CE-Zeichen (ursprünglich für...

Directive on Energy Performance of Buildings (EPBD)

Am 8. Juli 2010 trat die neue Richtlinie zur Energieeffizienz von Häusern in Kraft. Die EPBD soll dazu beitragen, den...

Energieausweis

Energieausweis

Die Energieeinsparverordnung 2014 ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Vor allem für Neubauten setzt die EnEV höhere energetische...

EnEV 2014

EnEV 2014

Am 1. Mai 2014 ist die Energieeinsparverordnung EnEV 2014 in Kraft getreten und somit gelten neue Vorgaben für die...

Umweltzeichen, Labels und Umweltproduktdeklarationen

Typ I-Umweltzeichen (nach ISO 14024)

Typ I-Umweltzeichen (nach ISO 14024)

In den verschiedenen europäischen Ländern existieren unterschiedliche Umweltzeichen und -labels. Die Deklarationen enthalten z.B....

Wärmeleitfähigkeit – Nennwert oder Bemessungswert?

Wärmeleitfähigkeit – Nennwert oder Bemessungswert?

Für die Wahl des geeigneten Dämmstoffes stellt die Wärmeleitfähigkeit der angebotenen Produkte eines der wichtigsten Kriterien...

DämmCheck

Mit ein paar Klicks die optimale Dämmlösung finden – mit dem Online-Programm von ROCKWOOL

Partner-Anzeige