Wohnen an der Altmühl
Terrassenlandschaft mit Panoramablick
Ein einladendes und modernes Wohnambiente umgeben von Naturparks und Wanderwegen, gleichzeitig gut angebunden an die städtische Infrastruktur – das dürfte wohl den Geschmack vieler Wohnungssuchender treffen. Im Eichstätter Altmühltal, unweit der gleichnamigen Flusslandschaft gelegen, erfüllt ein terrassiertes Wohn- und Geschäftshaus seit 2018 genau diese Vorstellung der eigenen vier Wände und schafft zugleich einen Panoramablick auf die frühbarocke Abtei St. Wahlburg. Den mehrgeschossigen Gebäudekomplex an der Schnittstelle von Naturidylle und Kleinstadtflair hat das Stuttgarter Planungsbüro Behnisch Architekten realisiert.
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Neues urbanes Zentrum
Im Westen der Eichstätter Altstadt – nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt – befindet sich das Sanierungsgebiet „Spitalstadt“. Die Neugestaltung des Gebiets, das früher als Nebenfläche des Eichstätter Bahnhofs genutzt wurde, basiert auf einem Bebauungsplan aus dem Jahr 2009. Die Lage an der Altmühl, der städtebauliche Bezug zur Willibaldsburg im Westen sowie der Panoramablick auf die historische Residenzstadt und das Kloster auf der gegenüberliegenden Flussseite sollten hier die Rahmenbedingungen für ein angenehmes Wohn- und Arbeitsumfeld schaffen. Mit der Entstehung des neuen Quartiers als weiteres urbanes Zentrum der Stadt rückte der Fluss in den Mittelpunkt, gerahmt von der Altstadt im Norden und der Spitalstadt im Süden. Zwei Brücken, die Altmühlbrücke und der Herzogsteg, verbinden die beiden Stadtteile miteinander.
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Städtebauliche Einbindung und Gebäudekubatur
Der neue Wohn- und Arbeitskomplex, gelegen zwischen der Altmühlaue und dem Anger, einer aufstrebenden Flaniermeile in der Spitalstadt, besteht aus zwei Baukörpern. Ein L-förmiger Baukörper umfasst die Süd- und Westseite des Grundstücks, während an der Nord- und Ostseite ein quadratisches Volumen mit abwechselnd ausstehenden Seiten eingeschoben ist. Zwischen den beiden Baukörpern lädt ein gemeinschaftlich genutzter, begrünter Innenhof zum Verweilen ein, der gleichzeitig als öffentliche Verbindungsachse zwischen Anger und Altmühlaue dient.
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Auch in der Gebäudekubatur spiegelt sich der Übergang von urbanem zu ländlichem Raum wider: Nach Westen und zur Straße hin zeigt sich der L-förmige Baukörper mit einer klaren Kante; nach Osten und zur Altmühl hingegen lösen sich beide Gebäudeteile in einer sanften Terrassierung auf. Die große Spannweite und die Abstufung des Gebäudes waren ausschlaggebend für die Tragstruktur, die als Stahlbeton-Skelettbau ausgeführt wurde. Eine hinterlüftete Holzrahmenkonstruktion an der Fassade nimmt verschiedene Materialien auf: Die Planenden wählten eine Kombination aus vorvergrauten, gebürsteten Fichtenholzlatten und verputzten Oberflächen. Während die Westfassade vollständig mit den Holzlatten beplankt ist, wurden im Bereich der Loggien, die subtraktiv in die massiven Baukörper eingeschnitten sind, Putzträgerplatten als Unterkonstruktion angebracht. Die weißen Putzflächen reflektieren und tragen das Tageslicht in den Innenraum.
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Wohnen mit Weitblick
Die Planenden bringen in der Anlage insgesamt 50 Wohneinheiten verschiedener Typen unter, darunter durchgesteckte Wohnungen, Eck- und Maisonette-Wohnungen sowie Wohnungen mit Laubengangerschließung. In der Größe variieren sie zwischen 45 und 120 Quadratmetern. Alle Einheiten verfügen über einen eigenen Zugang zum Außenraum. Die Wohnungen sind übereinander und nebeneinander versetzt sowie terrassiert gestaltet, um sowohl den Blick auf den Fluss als auch eine optimale Sonnenausrichtung zu gewährleisten. Großzügige Fensterfronten, ein warmer Holzparkettboden und weiße Wandflächen schaffen eine helle und freundliche Wohnatmosphäre. Das straßenseitige Erdgeschoss nimmt gewerbliche Nutzungen und Räume der Eichstätter Universität auf.
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Robuste und funktionale Beschläge
Dezente
Baubeschläge runden das moderne Wohnambiente ab.
Unter anderem
kamen Rosetten-Drückergarnituren von Eco Schulte zum Einsatz, die
mit verschiedenen Türschlössern und Schließsystemen wie
Buntbartschlössern, WC-Schlössern und Profilzylindern ausgestattet
sind. Ergänzend lieferte der Hersteller aus Menden
Schutzbeschläge in Wechselausführung. Der Begriff „Wechsel“ bezieht
sich darauf, dass der Türdrücker nur einseitig, von innen,
bedienbar ist. Auf der Außenseite befindet sich ein fester Knauf
oder ein Schild ohne Drücker, sodass die Tür ausschließlich mit einem
Schlüssel geöffnet werden kann. Diese Ausführung eignet sich
besonders für Hauseingangstüren, um unbefugtes Öffnen von außen zu
verhindern. Die verwendeten Wechsel-Beschläge sind in der
Ausführung „FS ER PZ“ gefertigt, was bedeutet, dass es sich um
Feuerschutzbeschläge aus rostfreiem Edelstahl mit
Profilzylinderschloss handelt. Diese Beschläge zeichnen sich durch
besondere Robustheit und Widerstandsfähigkeit aus.
-sms
Bautafel
Architektur: Behnisch Architekten, Stuttgart
Projektbeteiligte: Karl Frey, Eichstätt (Beratung); Seibold und Seibold, Eichstätt (Objektüberwachung); Behnisch Architekten (Landschaftsplanung); ulm-Ingenieurgesellschaft, Erlangen (Tragwerksplanung); Arbeitsgemeinschaft Transsolar München und Dipl.-Ing. M.Eng. Hans-Jürgen Ulrich, München (Bauphysik); Frey Donabauer Wich, Gaimersheim (Heizung, Lüftung, Sanitär); Brandschutz Consulting, München (Brandschutz); Eco Schulte, Menden (Hersteller: Schutzbeschlag ES1-K Wechsel K13, D330, 8mm, ER / PZ, 72mm; OGL Rosetten-Wechselgarnitur K130, D310, 9mm, FS / ER / PZ; OGL Rosetten-Drückergarnitur D310, 9mm, FS / ER / PZ; OGL Rosetten-Drückergarnitur D330, 8mm, ER / BB / WC / PZ; TS-41 (EN1-4) GS-H RAL 9006)
Bauherr*in: Leopold Stiefel vertreten durch die MC-BAUINVEST
Fertigstellung: 2018
Standort: Am Anger 18-22, 85072 Eichstätt
Bildnachweis: David Matthiessen, Stuttgart (Fotos); Behnisch Architekten, Stuttgart (Pläne)
