In hochalpinen Lagen zeigen sich klimatische Veränderungen
deutlich schneller und intensiver als im Tal. Die Folgen stellen
Herausforderungen für den Alpinsport dar. Gleichzeitig sind sie ein
früher Gradmesser für künftige Situationen weit über die Berge
hinaus. Gletscherschwund, schneearme Winter, längere
Trockenperioden, schmelzender Permafrost, instabiles Gelände,
Felsstürze oder Starkwetterereignisse werden zunehmend zur akuten
Gefahr. Die Anpassung der kargen Infrastruktur und meist autarken
Systeme sowie vor allem der bewusste Umgang mit Ressourcen werden
essenziell.
Galerie
Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
03|31
Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
30|31
Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
31|31
Ein Beispiel zeigt sich im Nationalpark Hohe Tauern in
Österreich. Die Neue Prager Hütte befindet sich auf 2796
Metern am Fuß eines rasant schmelzenden Gletschers östlich des
Großvenediger. Aufgrund von Wassermangel musste die alpine
Schutzhütte zuletzt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ihren
Betrieb einstellen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) führte
vergangenen Sommer gezielte Umbaumaßnahmen durch, um eine
ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, den Wasserverbrauch
zu reduzieren und generell die Bau- und Infrastruktur an die
veränderten Bedingungen anzupassen.
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Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
03|31
Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Über ein Jahrhundert ausreichende Wasserversorgung
Die Neue Prager Hütte – benannt nach der ursprünglich
besitzenden Sektion Prag – ist 1903 errichtet worden und dient als
Herberge im Hochtouren-Wegenetz rund um den Großvenediger.
Gleichzeitig ist sie ein hochalpines Wanderziel im Nationalpark
Hohe Tauern oberhalb von Matrei in Osttirol. Die Lage schuldet sie
der rund 300 Höhenmeter tiefer gelegenen Alten Prager Hütte, die
seit 1872/1877 existiert. Diese erfuhr Ende der 2010er Jahre eine
Restaurierung gemäß ihrem ursprünglichen Zustand und dient seither
als Museum sowie als Forschungsstandort und Materiallager für den
Nationalpark.
In den 1980er Jahren wurde die neue Hütte erweitert und 2014
generalsaniert. Sie befindet sich inzwischen im Besitz des
Bundesverbandes des DAV. Seit 2025 betreiben während der
Sommersaison von Juni bis September vier junge Menschen die alpine
Unterkunft mit knapp 80 Schlafplätzen. Zuvor jedoch zwang
anhaltende Trockenheit den Alpenverein zu einer unvorhergesehenen
Investition. Durch die schneearmen Winter, fehlendes Schmelzwasser
und längere, niederschlagsfreie Perioden mussten die vorherigen
Betreiber die Hütte 2023 und 2024 jeweils Anfang August schließen.
Um dem Wassermangel entgegenzuwirken und den Betrieb langfristig zu
sichern, sind mithilfe einer Höhenbaustelle 2025 vor allem zwei
zentrale Maßnahmen ergriffen worden.
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Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
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Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Erhöhung der Speicherkapazitäten
Für die langfristige Trinkwasserversorgung der Hütte mit
zugehörigem Gastronomiebetrieb ist die bestehende Quellfassung
saniert und um einen größeren Speicherbehälter ergänzt worden. Die
Quellfassung befindet sich in 170 Metern Entfernung und 50
Höhenmeter unterhalb der Hütte, sie speist sich aus dem umliegenden
Oberflächenwasser im Karstgebiet. Das von Sedimenten grob
gereinigte Wasser sammelt sich fortan in einem Behälter, der 12
statt den bisherigen 3 Kubikmeter Speicherkapazität hat.
Von dort wird es in einen 16 Kubikmeter fassenden Hochbehälter
gepumpt, der sich oberhalb der Hütte befindet. Über eine UV-Anlage
gelangt schließlich das gereinigte und entkeimte Wasser in die 4500
Liter fassenden Hüttentanks. Quellsammler, Hochbehälter und
Hüttentanks zusammen ergeben ein Speichervolumen von 32,5
Kubikmeter Wasser, was die bisherigen Kapazitäten signifikant
erhöht.
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Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
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Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
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Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
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Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
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70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
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Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
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Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
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Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
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Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
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Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
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Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
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Maßnahmen der Wasserreduktion
Perspektivisch höhere Wassermengen bereitzuhalten ist
entscheidend für die Aufrechterhaltung des Hüttenbetriebs. Doch
hinzu kommt die Notwendigkeit, den Verbrauch merklich zu
reduzieren. Während in der Regel pro WC-Spülung 6 Liter Wasser
verbraucht werden, sind es für einen nur 3-Minütigen Duschvorgang
ganze 30 Liter. In der Bilanz machen diese beiden Faktoren 60
Prozent des Wasserverbrauchs einer alpinen Hütte aus.
Für Übernachtungsgäste und Bergsportaffine gilt es ohnehin,
übliche Komfortansprüche, etwa durch den Verzicht auf eine Dusche,
zu reduzieren. Auch sind oftmals gesperrte Duschen der erste
Schritt in der Maßnahmenkette bei Wasserknappheit am Berg. Dem
vorangestellt sind verbrauchsreduzierende Sparköpfe an Armaturen.
Ein weiterer, essenzieller Reduktionsfaktor können wasserlose
Toiletten sein, wie sie beispielsweise in der Schweiz
bereits weit verbreitet sind.
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Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
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Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
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Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
30|31
Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
31|31
Umstellung auf wasserlose Sanitäranlagen
Bei einer Trockentoilette wird auf die herkömmliche Spülung
eines Wasserklosetts verzichtet. Flüssiges und Feststoffe werden
bereits in der Schüssel getrennt, wobei letztere über ein Fallrohr
eine Etage tiefer in einen speziellen Behälter fallen. Dadurch,
dass die Fäkalien nicht mehr allein für ihren Abtransport mit
Wasser angereichert werden, reduziert sich auch die zu klärende
Abwasser- und Abfallmenge sowie generell die Umweltbelastung
erheblich. Die Feststoffe werden im Fall der Neuen Prager Hütte
künftig über einen mini-Raupendumper, eine Art motorisierte
Schubkarre, transportiert und in Säcken gesammelt, wo sie längere
Zeit trocknen sollen.
Je trockener, desto leichter sind die Reste für den Abtransport
ins Tal. Im Idealfall geschieht dies nur ein einziges Mal am Ende
der Saison. Während die neue Hütte auf eine vorhandene
Materialseilbahn zurückgreifen kann, kommt hierfür anderenorts
schon mal der Rückflug eines Helikopters zum Einsatz. Ein
Lüftungssystem sorgt für geruchslose Toilettenräume, das
Hüttenpersonal wird für die Reinigung der Räume geschult. Jedoch
wird auch das Verhalten der Gäste und der bewusste Umgang mit den
nachhaltigen Systemen eine Grundvoraussetzung für das Gelingen
sein. Langfristig sollen auch Würmer zur Zersetzung der Feststoffe
dienen, da sich so die Abfallmenge wiederum um ein Vielfaches
reduziert.
Galerie
Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
03|31
Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
30|31
Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
31|31
Neues Nebengebäude als Toilettenhäuschen
Funktionsbedingt erfordern Trockentoiletten bestimmte bauliche
Maßnahmen. So muss unterhalb der Toilettenräume eine eigene Ebene
für den Fäkalraum vorhanden sein. Da die Neue Prager Hütte unter
Denkmalschutz steht und die baulichen Voraussetzungen im Haupthaus
nicht gegeben waren, entstand im Sommer 2025 ein Nebengebäude in
unmittelbarer Nähe zwischen Haupteingang und dem Anbau für die
Materialseilbahn.
Das kleine, zweigeschossige Bauwerk ist im Untergeschoss in
Stahlbeton und im oberen Bereich als Holzbau ausgeführt. Schindel
bekleidete Dachflächen und Fassaden bilden einen Kontrast zum
steinernen Haupthaus und waren Vorgabe der Denkmalbehörde. Das Haus
beherbergt drei Räume, darunter geschlechtergetrennte
Trockentoiletten sowie einen Raum mit Komposttoilette, der
außerhalb der Saison bei Nutzung des Winterraums zur Verfügung
steht. Im Haupthaus werden außerdem weiterhin die ehemaligen
Toilettenräume lediglich mit Pissoirs und sogenannten "Missoirs"
genutzt werden können.
Galerie
Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
02|31
Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
03|31
Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
30|31
Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
31|31
Pilotstandort für Echtzeitmonitoring
Rund 20 Millionen Euro investiert der Deutsche Alpenverein – der
mit knapp 1,6 Millionen Mitgliedern der weltweit größte nationale
Bergsteigerverein ist und gleichzeitig auch als Naturschutzverband
agiert – jährlich in seine Hütten und Wege. Dazu gehört die
laufende Wegsanierung nach Winterschäden oder aber
Modernisierungsmaßnahmen für die zahlreichen, teils viele
Jahrzehnte alten Hütten. Ein Viertel der Summe sei jedoch allein
den Klimawandelfolgen geschuldet, wie der DAV selbst erklärt. Auch
mithilfe von Fördermitteln und institutioneller Unterstützung sucht
der Verein, das Geld nicht nur in die Schadensbegrenzung, sondern
auch in ökologische und langfristige Schutzmaßnahmen zu
kanalisieren.
Galerie
Die Neue Prager Hütte liegt auf 2.796 Metern über Adria südöstlich des Großvenediger und dient sowohl als bedeutender Stützpunkt im Hochtouren-Wegenetz als auch als Wanderziel vom Innergschlöß bei Matrei in Osttirol aus.
Bild: DAV / Franz Güntner
01|31
Die alpine Schutzhütte musste aufgrund akuten Wassermangels vergangenen Sommer ihre Versorgung anpassen. Hierfür war auch der Bau eines neuen Nebengebäudes erforderlich.
Bild: Sabina Strambu
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Früher reichten die Speicherkapazitäten für etwa neun Tage, um Schmelzwasserreserven und niederschlagsarme Phasen zu überbrücken. Durch die neue Dimensionierung und den gleichzeitig reduzierten Verbrauch steht nun eine Wasserreserve für rund 30 Tage zur Verfügung.
Bild: DAV / Franz Güntner
03|31
Eine Wasserzufuhr vom Schlatenkees ist wegen Naturschutz, Entfernung und Kosten nicht machbar und nur kurzfristig sinnvoll.
Bild: Sabina Strambu
04|31
Der Einbau des neuen, 12.000 Liter fassenden Wasserbehälters an der Quellfassung. Aufnahme im Juli 2025.
Bild: DAV / Franz Güntner
05|31
Begehbare Kammer und Kontrollbereich am Quellsammler.
Bild: Sabina Strambu
06|31
Oberhalb des Haupthauses befindet sich der 16.000 Liter fassende Hochbehälter, der die Wassertanks in der Hütte versorgt.
Bild: Sabina Strambu
07|31
Bauarbeiten in knapp 2.800 Metern Höhe.
Bild: DAV / Franz Güntner
08|31
Die schwarze Leitung sei die "Lebensader" der Hütte, wie Betreiber Ben Schwendtner erklärt. Sie führt Trinkwasser vom Hochbehälter in die Hüttentanks.
Bild: Sabina Strambu
09|31
Die Bauarbeiten erfolgten aufgrund der exponierten Lage, der Höhe, der Witterung sowie mangelnden Wegeerschließung für Großgeräte unter erschwerten Bedingungen.
Bild: DAV / Julian Rohn
10|31
Da, wo früher die Hüttenterrasse war, steht nun das neue Toilettenhäuschen mit einem neu errichteten Sockel aus Stahlbeton.
Bild: DAV / Franz Güntner
11|31
Das Erdgeschoss mit den Kloräumen ist in Holzbauweise ausgeführt.
Bild: DAV / Franz Güntner
12|31
Dach und Fassaden sind mit Schindeln bekleidet, was eine Vorgabe des Denkmalamts war.
Bild: DAV / Franz Güntner
13|31
Herausforderung Höhenbaustelle: Der Bau des Toilettenhäuschens zwischen Haupthütte und einem Anbau für die Materialseilbahn.
Bild: DAV / Franz Güntner
14|31
Die Baumaßnahmen wurden im September 2025 abgeschlossen, sodass die Umstellung zur neuen Sommersaison 2026 erfolgt.
Bild: DAV / Franz Güntner
15|31
Für die Reinigung des Untergeschosses im neuen Toilettenhäuschen wird künftig ebenfalls kein wertvolles Trinkwasser mehr genutzt.
Bild: DAV / Franz Güntner
16|31
Hierfür baute das Team die ehemalige Kläranlage zur Brauchwassertonne mit 20 Kubikmeter Fassungsvermögen um.
Bild: DAV / Franz Güntner
17|31
Darin sammelt sich Regenwasser von den Dächern des Anbaus sowie aus Rinnen an der Ostseite des Hauptdachs.
Bild: DAV / Franz Güntner
18|31
70 Hubschrauberrotationen waren für das Betonieren des Sockels sowie kleinere Betonarbeiten am Quellbehälter nötig.
Bild: DAV / Franz Güntner
19|31
Mit 4 bis 15 Mitarbeitenden pro Tage schritt die Baustelle voran.
Bild: DAV / Franz Güntner
20|31
Ein Bagger für den Erdaushub des neuen Nebengebäudes konnte im Frühsommer noch auf Schnee hochfahren, in einem logistisch herausfordernden Verfahren gelangte er später schrittweise wieder ins Tal.
Bild: Sabina Strambu
21|31
Die komplexe Baustelleneinrichtung wurde auch für weitere Baumaßnahmen genutzt: Zu der bestehenden PV-Anlage (abgebildet) kamen Paneele auf dem Dach der Hütte hinzu, ebenfalls wurde ein Energiemanagementsystem eingebaut.
Bild: Sabina Strambu
22|31
Die Neue Prager Hütte wird nun zum Pilotprojekt, wobei ein Echtzeit-Monitoring der Wasserversorgung, der Schneesituation, des Gletschervolumens und der Besucherströme zu Vorhersagemodellen für eine langfristig ausreichende Versorgung führen soll.
Bild: Sabina Strambu
23|31
Die Alte Prager Hütte auf 2489 Metern ü. A. also knapp 300 Höhenmeter unterhalb der Neuen Prager Hütte. Das im historischen Zustand sanierte Schutzhaus dient heute als Museum oder Forschungsstandort für den Nationalpark.
Bild: DAV / Julian Rohn
24|31
Blick von der Alten Prager Hütte und zum Schlatenkees im August 2025.
Bild: Sabina Strambu
25|31
Der Schlatenkees am Großvenediger im Jahr 2015.
Bild: DAV Archiv
26|31
Die Neue Prager Hütte vor dem Hohen Zaun, der Schwarzen Wand und dem Rainerhorn im Jahr 1930.
Bild: DAV Archiv
27|31
Die Alte Prager Hütte um 1893.
Bild: DAV Archiv
28|31
Seit 1850 haben die Alpen 60 Prozent ihres Eisvolumens verloren, doch noch nie ging es so schnell wie in den letzten Jahren. Der See am Fuße des Schlatenkees war 2020 noch nicht da.
Bild: Sabina Strambu
29|31
Lageplan, Grundriss Erdgeschoss und Leitungsplan der jüngsten Baumaßnahme
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
30|31
Schnitt durch die Toilettenräume im neuen Nebengebäude
Bild: Moritz Pfeiffer, Ressort Hütten & Wege, DAV Bundesverband
31|31
Im Fall der Neuen Prager Hütte starteten die Verantwortlichen
ein Modellprojekt, das der Echtzeit-Analyse sowie der Vorhersage
von Wasserknappheit dienen soll. Hierfür sind Geländemodelle und
Messungen des Gletschervolumens sowie der Schneefelder vorgesehen.
Dafür werden etwa auch Messdaten aus Satellitenaufnahmen in
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
verwendet. Über Sensoren werden der zu erwartende Zufluss sowie die
Füllstände der Speicherbehälter gemessen, zudem haben die
Hüttenbetreiber über ein neues Managementsystem die Energie- und
Wasserreserven live im Blick.
Ziel ist es, Besucherkapazitäten rechtzeitig anzupassen und
gegebenenfalls die Bettenanzahl im Reservierungssystem zu drosseln.
Die genannten Herausforderungen betreffen lange nicht mehr nur
einzelne Hütten im Infrastrukturnetz der Alpenvereine. Im Idealfall
können auch weitere Herbergen von den Vorhersagemodellen
profitieren – und frühzeitig auf Knappheit reagieren, ohne gänzlich
schließen zu müssen. In jedem Fall schärfen die Maßnahmen jedoch
das Bewusstsein aller Beteiligten im Umgang mit unseren
wertvollsten Ressourcen – am Berg und hoffentlich auch im Tal.
-sab
Bautafel
Achitektur: Deutscher Alpenverein – Ressort Hütten und Wege, München mit Frey Bau, Lienz (AT)
Projektbeteiligte: Frey Bau, Lienz (Bauunternehmung); Ingenieurbüro Dr.-Ing. Dieter Schreff, Miesbach (Ingenieurfachplanung für Wasser, Abwasser und Energie)
Bauherr: Deutscher Alpenverein
Standort: Tauer 70, 9971 Tauer, Österreich
Fertigstellung: 2025
Bildnachweis: Franz Güntner, Julian Rohn, Sabina Strambu
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