Der Neubau der Senferei in Lustenau ist das Ergebnis eines über
Jahre entwickelten Transformationsprozesses, in dem ein
traditionsreicher Familienbetrieb räumlich und architektonisch neu
gedacht wurde. Der von Julia Kick Architekten geplante,
kompakte Holzbau im Betriebsgebiet Heitere bündelt die zuvor
verteilten Strukturen für Produktion, Lagerung, Verwaltung und
Verkauf. Die funktionalen Abläufe sind in dem klaren, auf zwei
Geschossen gestaffelten Baukörper nicht nur gut organisiert,
sondern vielmehr räumlich inszeniert.
Galerie
Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
01|23
Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
02|23
Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
03|23
Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
04|23
Ansicht von Nordosten
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
07|23
Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
08|23
Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
10|23
Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
11|23
Die Struktur basiert auf einem Raster.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
12|23
Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
13|23
Büroraum im Obergeschoss
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
14|23
Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
Bild: Angela Lamprecht, Lustenau
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Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
Um der handwerklich geprägten Herstellung von Senf einen
zeitgemäßen Rahmen zu verleihen, wurde der Produktionsprozess in
ein durchgängiges Raumkontinuum überführt. Die Dramaturgie folgt
den Abläufen der Herstellung – vom Anliefern und Lagern der
Rohstoffe über Verarbeitung und Abfüllung bis hin zum Verkauf. Eine
zweite, entkoppelte Wegeführung ermöglicht den Besucherinnen und
Besuchern Einblick in die Abläufe, ohne sensible Arbeitsprozesse zu
beeinträchtigen.
Holztragwerk und Installationen sichtbar
Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume
– konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam. Die weitgehend
sichtbare Struktur folgt einem regelmäßigen Achsraster, das
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gewährleistet. Einfache,
präzise gesetzte Details ergänzen die konstruktive Offenheit;
technische Installationen sind Teil des architektonischen
Ausdrucks.
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Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
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Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ansicht von Nordosten
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
06|23
Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Struktur basiert auf einem Raster.
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Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Büroraum im Obergeschoss
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
Bild: Angela Lamprecht, Lustenau
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Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
Die Wahl des Baustoffs Holz ist nicht allein konstruktiv
motiviert, sondern Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzeptes,
das ökologische, ökonomische und gestalterische Aspekte miteinander
verknüpft. Zum Einsatz kommen weitgehend regionale Materialien und
natürliche Dämmstoffe. Der energetischen Versorgung dient eine
Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe. Begrünte
Dachflächen, teilweise als Biodiversitätsdächer ausgeführt,
schaffen ökologischen Mehrwert und binden das Gebäude in den
landschaftlichen Kontext ein. Der Flächenverbrauch ist durch die
kompakte Bauweise minimiert, die Konstruktion langlebig und
wartungsarm.
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Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
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Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
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Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
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Ansicht von Nordosten
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
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Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
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Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Struktur basiert auf einem Raster.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Büroraum im Obergeschoss
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
Bild: Angela Lamprecht, Lustenau
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Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
17|23
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Grundriss Obergeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Schnitt
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Ansicht West
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Produktion und Öffentlichkeit
Die Schnittstelle zwischen Produktion und Öffentlichkeit ist als
Übergang und Vermittlungszone gestaltet. Durch großzügige
Verglasungen und gezielte Durchblicke lässt sich die Herstellung
schrittweise nachvollziehen. Im Zuge eines Rundganges erfahren die
Gäste mehr über Rohstoffe, Verarbeitung und Geschichte des
Unternehmens – den Abschluss bildet der Verkaufsraum.
Mit Bepflanzungen, Rankstrukturen und differenzierten
Grünflächen sind die Freianlagen so gestaltet, dass sie
Aufenthaltsqualität bieten und ökologische Themen aufgreifen. Die
Senferei zeigt sich als moderne Produktionsstätte, Verkaufsort und
öffentlich zugänglicher Erfahrungsraum.
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Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
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Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ansicht von Nordosten
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Struktur basiert auf einem Raster.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Büroraum im Obergeschoss
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Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
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Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
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Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Grundriss Obergeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Schnitt
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Ansicht West
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutz: Maßgebliche Regelwerke
Für das gewerblich genutzte Produktionsgebäude in Vorarlberg
ergeben sich die Anforderungen an den Brandschutz nicht aus einer
einzigen Vorschrift, sondern vielmehr aus einem Geflecht mehrerer
rechtlicher Ebenen. Diese überlagern sich je nach Nutzung, Bauweise
und Gefährdungspotenzial. Gemeinsam bilden sie den verbindlichen
Rahmen für Planung, Genehmigung und Betrieb.
Zentral ist zunächst das Bauordnungsrecht des Bundeslandes
(analog zu den Landesbauordnungen in Deutschland): Hier also die
Vorarlberger Baugesetzgebung in Verbindung mit der Vorarlberger
Bautechnikverordnung. Diese regelt den baulichen Brandschutz im
engeren Sinne – also Anforderungen an Baustoffe,
Feuerwiderstandsdauer, Brandabschnitte und Fluchtwege. Sie legt
fest, wie tragende Bauteile im Brandfall zu bemessen sind, welche
Materialien eingesetzt werden dürfen und wie die Ausbreitung von
Feuer und Rauch konstruktiv zu begrenzen ist. Bei einem Holzbau
greifen spezifische Anforderungen, etwa zur Tragwerkssicherheit im
Brandfall oder der Ausbildung von Abschottungen.
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Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
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Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
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Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
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Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
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Ansicht von Nordosten
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die Struktur basiert auf einem Raster.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Büroraum im Obergeschoss
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
Bild: Angela Lamprecht, Lustenau
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Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Grundriss Obergeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Schnitt
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Ansicht West
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Die landesrechtlichen Vorschriften basieren weitgehend auf den
sogenannten OIB-Richtlinien – insbesondere der OIB-Richtlinie 2
„Brandschutz“. Sie bilden die technische Grundlage des
österreichischen Baurechts und definieren einheitliche
Mindeststandards für Gebäude. Darin sind unter anderem
allgemeingültige Anforderungen an Feuerwiderstandsklassen,
Brandabschnitte, Flucht- und Rettungswege sowie Rauchableitung
formuliert.
Spezifische Brandschutzmaßnahmen
Für gewerbliche Produktionsgebäude gelten neben dem Baurecht
spezifische Vorschriften – insbesondere die Gewerbeordnung und die
Arbeitsstättenverordnung. Diese verpflichten den Betreiber zu
regelmäßigen Überprüfungen der gesamten Anlage einschließlich aller
Brandschutzmaßnahmen, von technischen Einrichtungen bis zu
Fluchtwegen und organisatorischen Abläufen. Darüberhinaus gelten
konkrete Anforderungen beispielsweise hinsichtlich Feuerlöschern,
Kennzeichnungen und Unterweisungen.
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Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Die funktionalen Abläufe sind in dem gestaffelten Baukörper räumlich inszeniert.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Eingangsbereich für den Kundenverkehr an der Westseite
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Ostseite des Gebäudes im Betriebsgebiet Heitere von Lustenau
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Ansicht von Nordosten
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Tragstruktur und Fassadenschalung sind aus regionalen Holzbeständen hergestellt.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
06|23
Blick in den Verkaufsraum mit Haupteingang im Hintergrund
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
07|23
Luftraum zwischen Obergeschoss und Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
08|23
Ein offenes Tragwerk aus Holz prägt den Charakter der Innenräume – konstruktiv klar und atmosphärisch wirksam.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Verkaufsraum
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
10|23
Die Wegeführung folgt den Abläufen der Herstellung.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
11|23
Die Struktur basiert auf einem Raster.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
12|23
Technische Installationen sind nicht verborgen, sondern Teil des architektonischen Ausdrucks.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
13|23
Büroraum im Obergeschoss
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
14|23
Im Zuge eines Rundganges erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Produktionsabläufe.
Bild: Angela Lamprecht, Lustenau
15|23
Einblick in die Produktionsabläufe durch Verglasungen
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
16|23
Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
17|23
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
18|23
Grundriss Obergeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
19|23
Schnitt
Bild: Julia Kick, Dornbirn
20|23
Ansicht West
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Lageplan
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Brandschutzplan / Grundriss Erdgeschoss
Bild: Julia Kick, Dornbirn
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Um die Anforderungen nach OIB-Richtlinie 2 zu erfüllen, wurden
alle Produktions- und Lagerräume sowie das zentrale, geschlossene
Treppenhaus („Stiege 2“) mit Rauch- und Wärmeabzügen über Dach
ausgestattet. Bedieneinheiten zur Auslösung befinden sich mehrfach
im Bereich der Produktions- und Lagerräume sowie im Windfang des
Haupteingangs. Vor dem Haupteingang ist ein Schlüsseltresor für den
Feuerwehrzutritt installiert. Die Fenster im Obergeschoss fungieren
als zusätzliche, manuell bedienbare Rauchabzugsöffnungen.
Flucht- und Rettungswege
Als Flucht- und Rettungswege aus dem Obergeschoss dienen
insgesamt drei Treppenanlagen. Der „Stiege 2“ kommt als
geschlossener Treppenraum primäre Bedeutung zu – weshalb diese mit
einem Rauchabzug über Dach, RWA-Bedienelementen sowie zusätzlich
„Kleinlöschgeräten“ (tragbaren Feuerlöschern) in beiden Geschossen
ausgestattet ist. Im Gegensatz zu den beiden offenen Treppenräumen
ist die „Stiege 2“ zu allen angegliederten Räumen durch Türen (ohne
Brandschutzanforderungen) abgetrennt. Die „Stiegenhäuser“ sind
alle innerhalb der maximal zulässigen Distanz von 40 Metern gemäß
OIB-Richtlinie 2 Pkt 5.1 „Fluchtwege“ erreichbar.
Bautafel
Architektur: Julia Kick Architekten, Dornbirn Projektbeteiligte: Martin Fetz, Hohenems (Tragwerksplanung); Verkehrsingenieure, Feldkirch (Verkehrsplanung); Frau Sturn, Sulz (Grün- und Freiraumplanung); i-Tec Industrieelektrik, Lauterach (Elektroplanung); Peter Messner, Dornbirn (TGA-Planung); Gerhard Bohle, Dornbirn (Bauphysik); Geotechnik 3P, Bregenz (Geotechnik) Bauherr/in: Lustenauer Senf Bösch, Kustenau Standort: Glaserweg 26, 6890 Lustenau, Österreich Fertigstellung: 2024 Bildnachweis: Angela Lamprecht, Bregenz
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Rauch-/Wärmeabzugsanlagen (RWA): Arten und Aufgaben
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Bauliche Maßnahmen können einer Ausbreitung von Bränden vorbeugen. Die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten müssen ermöglicht werden.
Die Muster-Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Muster-Verkaufsstättenverordnung oder kurz MVkVO) regelt besondere Anforderungen und Erleichterungen für den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten, deren Verkaufsräume und Ladenstraßen einschließlich ihrer Bauteile eine Fläche von insgesamt > 2.000 m² haben.
Bild: Baunetz (us), Berlin
Sonderbauten
Verkaufsstätten
Für welche Verkaufsräume und Ladenstraßen gilt die MVkVO, und welche Regelungen enthält die Verordnung in Bezug auf Brandabschnitte, Rettungswege, technische Anlagen und Einrichtungen?
Der von Julia Kick Architekten geplante, kompakte Holzbau bündelt Produktion, Lagerung, Verwaltung und Verkauf.
Bild: Angela Lamprecht, Bregenz
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Bild: Patrick Johannsen, Wien
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Erweiterung der Unternehmenszentrale Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn
Holzbau mit Gebäudekern in Lehm
Die neue Gebäudehülle aus Photovoltaikelementen ist nach dem Umbau durch das Basler Architekturbüro jessenvollenweider prägend.
Bild: jessenvollenweider architektur, Basel
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Hauptsitz Energie 360° in Zürich
Fassade aus PV-Elementen mit Brandriegeln
Ansicht von Westen
Bild: Sebastian Schels, München
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Firmensitz Cadfem in Grafing
Zwei Gebäudeteile in Holzbauweise mit Atrien als Herzstück
Für den Neubau in Gutach im Breisgau arbeitete das ortsansässige Planungsbüro Architektur³ mit der Carré Planungsgesellschaft zusammen.
Bild: Markus Herb, Freiburg im Breisgau
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Logistikzentrum der Elztalbrennerei in Gutach im Breisgau
Sicherheit durch Brandabschnitte und Explosionsöffnungen
Die Unternehmenszentrale in Südtirol ist ein fünfgeschossiger Kubus in Holzbauweise, die Dachterrasse als Ausnehmung richtet sich nach Süden. Der dunkle Neubau mit Grünfassade rückt dicht an die bestehende Betriebshalle heran.
Bild: Partner und Partner Architekten, Berlin
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Verwaltungszentrale Kostner in Vahrn
Fünfgeschossiger Würfel in Holzbauweise
Die Stadtwerke Trier haben 2013 das Gelände einer Kartonagenfabrik übernommen und dort den Energie- und Technikpark eingerichtet.
Bild: SWT Stadtwerke Trier
Büro/Gewerbe
Energie- und Technikpark in Trier
Sicherheits- und Brandmeldetechnik vernetzt
Nach Plänen des Zürcher Büros op-arch ist nicht nur die Produktionsstätte der Gontenbader Mineralquelle erweitert worden, sondern auch ein neues Büro- und Geschäftsgebäude entstanden.
Bild: Reinhard Zimmermann
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Verwaltungsgebäude der Goba Mineralquelle in Gontenbad
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Geplant haben das erste Schweizer Bürohochhaus aus Holz Burkhard Meyer Architekten aus Zürich.
Bild: Roger Frei, Zürich
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Suurstoffi 22 in Risch-Rotkreuz
Schweizer Bürohochhaus in Holz-Hybrid-Bauweise
Im Randbereich der Stadt wirkt die von Supergelb Architekten geplante Feuerwache Levrkusen als Orientierungsmarke.
Bild: Annika Feuss
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Hauptfeuer- und Rettungswache in Leverkusen
Sekundenschnell im Einsatz
Eine frühere Nylonfabrik, die sich in Arnhem, im Westen der Niederlande befindet, ist durch das Büro Hofmann Dujardin für die Büronutzung umgebaut worden.
Bild: Peter Tijhuis, Amsterdam
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Umnutzung einer Fabrik zu Büroräumen bei Arnheim
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Eine Architekturikone der 1970er-Jahre ist das Hochhaus der Deutschen Rentenversicherung am Berliner Hohenzollerndamm von Hans Schäfers.
Bild: Marcus Bredt, Berlin
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Sanierung eines Bürohochhauses in Berlin
Brandschutzertüchtigung tragender Stahlbauteile
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Bild: bloomimages, Hamburg/Berlin
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Ansicht West: Das Gebäude ist teilweise in den Hang gebettet