Anforderungen, Materialwahl, Optik und Bearbeitung
Große fugenlose Bodenflächen mit matter oder glänzender
Oberfläche und mehr oder weniger stark in Erscheinung tretender
Gesteinskörnung lassen sich durch mehrfaches Schleifen von
Betonböden oder Zementestrichen erzielen.
Galerie
Durch Materialwahl, Körnung und Schleiftechnik entsteht eine gleichmäßige Bodenfläche mit reduzierter Optik – ideal für öffentliche Räume mit gestalterischem Anspruch.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
01|07
Durch einen leichten Anschliff, bei dem nur die Feinkornanteile sichtbar werden, erhielt dieser Estrichboden sein feines Oberflächenmuster.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
02|07
Anthrazitfarben pigmentierter und geschliffener Zementfließestrich mit Fußbodenheizung
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
03|07
Die terrazzoähnliche Oberfläche dieses Betonbodens entstand durch flächendeckendes Schleifen bis zum Größtkornquerschnitt.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
04|07
Dieser Betonboden aus Weißzement wurde ebenfalls bis auf den maximalen Korndurchmesser abgeschliffen.
Bild: HTC Floor Systems, Altendiez
05|07
Fugenarmer, fein geschliffener Betonboden aus Weißzement mit 8 mm großer, hellgelber Gesteinskörnung „Jura“ in einer Schule.
Bild: Dyckerhoff, Wiesbaden
06|07
Moderne Mehrscheiben-Bodenschleifmaschine für Estrich- und Betonoberflächen
Ob ein Estrich oder Beton zum Einsatz kommt, hängt unter anderem
davon ab, wie stark der Boden statisch beansprucht wird und ob eine
Fußbodenheizung integriert werden soll. Zementfließestriche haben in der Regel eine
Körnungsgröße von maximal 8 mm und eine Aufbauhöhe von etwa 6 cm
und sind unbewehrt. Für größere Belastungen, etwa in befahrenen
Industriehallen, eignen sich Betonböden besser, die mit größerer
Aufbauhöhe und eingelegter Bewehrung eingebaut werden und Körnungen
von 8, 16 oder 32 mm aufweisen können. Auch tragende Betondecken
oder -bodenplatten können bei sorgfältiger Planung und Ausführung
sowie entsprechender Oberflächenbehandlung als fertiger Boden
genutzt werden.
Um die gewünschten Eigenschaften und die dafür nötige
Zusammensetzung des Bodens zu bestimmen, sind zunächst die
Anforderungen aus der jeweiligen Nutzung zu beachten. Dazu zählen
unter anderem die Rollbeanspruchung durch Fahrzeuge, Lasten aus
Regalen und Maschinen, der erwartete Publikumsverkehr, chemische
Beanspruchungen und der Eintrag von Feuchte. Außerdem spielt der
Untergrund eine wichtige Rolle: Je nachdem, ob der Boden auf einer
Dämmung, mit Fußbodenheizung, im Verbund oder auf Trennlage verlegt
wird, müssen unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden. Beim
Verlegen auf einer Dämmung ist der Boden zum Beispiel auf deren
Material und Dicke abzustimmen.
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Durch Materialwahl, Körnung und Schleiftechnik entsteht eine gleichmäßige Bodenfläche mit reduzierter Optik – ideal für öffentliche Räume mit gestalterischem Anspruch.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
01|07
Durch einen leichten Anschliff, bei dem nur die Feinkornanteile sichtbar werden, erhielt dieser Estrichboden sein feines Oberflächenmuster.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
02|07
Anthrazitfarben pigmentierter und geschliffener Zementfließestrich mit Fußbodenheizung
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
03|07
Die terrazzoähnliche Oberfläche dieses Betonbodens entstand durch flächendeckendes Schleifen bis zum Größtkornquerschnitt.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
04|07
Dieser Betonboden aus Weißzement wurde ebenfalls bis auf den maximalen Korndurchmesser abgeschliffen.
Bild: HTC Floor Systems, Altendiez
05|07
Fugenarmer, fein geschliffener Betonboden aus Weißzement mit 8 mm großer, hellgelber Gesteinskörnung „Jura“ in einer Schule.
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06|07
Moderne Mehrscheiben-Bodenschleifmaschine für Estrich- und Betonoberflächen
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
07|07
Materialwahl und Rezeptur abhängig von Anforderungen
Aus den Anforderungen und Randbedingungen ergibt sich die
Entscheidung für einen Betonboden oder Estrich sowie die genaue
Baustoffrezeptur. Bei Estrichen sind ein dichtes Gefüge und eine
gute Schleifbarkeit wichtig, z.B. eignet sich ein
Zementfließestrich CT-C30 F5. Die Zusammensetzung von Betonböden
ist vor allem auf die Oberflächenbearbeitung, die Beanspruchungen
und gewünschte Optik abzustimmen. Dabei beeinflusst die
Gesteinskörnung die Wirkung des Bodens entscheidend. In der Regel
kommt ein Beton der Festigkeitsklasse C25/30 oder C30/37 zum
Einsatz, je nach statischen Anforderungen ist eine höhere Betongüte
erforderlich.
Gestaltung der Bodenoptik durch Material und Bearbeitung
Das Erscheinungsbild des fertigen Bodens hängt vom verwendeten
Zement, den Zuschlagstoffen, eventuell zugefügten Farbpigmenten und
von der Oberflächenbearbeitungstechnik ab. Die endgültige Optik ist
nie vollständig vorhersehbar, daher sollten immer Probeflächen
angelegt werden. Gesteinskörnung und Schleifgrad bestimmen die
Musterung des Bodens. Flächendeckendes Schleifen bis zum
Größtkornquerschnitt erzeugt eine terrazzoähnliche Oberfläche,
während durch einen leichten Anschliff, bei dem nur die
Feinkornanteile sichtbar werden, eine Pfeffer- und Salz-Optik
entsteht. Je nach Anzahl der aufeinanderfolgenden Schleifgänge mit
immer feiner werdenden Schleifstufen, kann die fertig bearbeitete
Oberfläche von seidenmatt bis hochglänzend sein. Eine anschließende
Politur verdichtet die Oberfläche und verleiht dem Boden Glanz und
Farbtiefe. Farbige Oberflächen entstehen durch Pigmente im
Bindemittel. Die Verwendung von Weiß- anstelle von Grauzement
erzeugt helle, sandsteinähnliche Nuancen oder, in Kombination mit
Pigmenten, leuchtende Farbtöne.
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Durch Materialwahl, Körnung und Schleiftechnik entsteht eine gleichmäßige Bodenfläche mit reduzierter Optik – ideal für öffentliche Räume mit gestalterischem Anspruch.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
01|07
Durch einen leichten Anschliff, bei dem nur die Feinkornanteile sichtbar werden, erhielt dieser Estrichboden sein feines Oberflächenmuster.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
02|07
Anthrazitfarben pigmentierter und geschliffener Zementfließestrich mit Fußbodenheizung
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
03|07
Die terrazzoähnliche Oberfläche dieses Betonbodens entstand durch flächendeckendes Schleifen bis zum Größtkornquerschnitt.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
04|07
Dieser Betonboden aus Weißzement wurde ebenfalls bis auf den maximalen Korndurchmesser abgeschliffen.
Bild: HTC Floor Systems, Altendiez
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Fugenarmer, fein geschliffener Betonboden aus Weißzement mit 8 mm großer, hellgelber Gesteinskörnung „Jura“ in einer Schule.
Bild: Dyckerhoff, Wiesbaden
06|07
Moderne Mehrscheiben-Bodenschleifmaschine für Estrich- und Betonoberflächen
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
07|07
Rutschsicherheit abhängig von Oberflächenbearbeitung
Die Rutschsicherheit des Bodens ist abhängig von der
Oberflächenbearbeitung: Geglättete Estrich- und Betonböden
erreichen Rutschsicherheiten von R 9 bis R 10; durch Abscheiben,
Abreiben oder Besenstrich lassen sich auch höhere Werte erzielen.
Anstelle des nur im Labor überprüfbaren R-Wertes wird bei vor Ort
hergestellten Böden der Gleitreibungskoeffizient µ nach DIN
51131 Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der
rutschhemmenden Eigenschaft – Verfahren zur Messung des
Gleitreibungskoeffizienten gemessen.
Auswahl des Oberflächenschutzsystems
Als Oberflächenschutz stehen Imprägnierungen, Beschichtungen, Dünnbeschichtungen mit EP- oder
PU-Systemen und die Behandlung mit Wachsen oder Ölen zur Auswahl.
Imprägnierungen sind sehr dünnschichtig und benetzen ausschließlich
die Porenwandungen, wodurch sie die Oberflächenstruktur kaum
verändern. Beschichtungen füllen das Porensystem vollständig und
versiegeln die Oberfläche; sie lassen sich von matt bis glänzend
herstellen. Wachse und Öle finden hauptsächlich im privaten
Wohnbereichen Anwendung.
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Durch Materialwahl, Körnung und Schleiftechnik entsteht eine gleichmäßige Bodenfläche mit reduzierter Optik – ideal für öffentliche Räume mit gestalterischem Anspruch.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
01|07
Durch einen leichten Anschliff, bei dem nur die Feinkornanteile sichtbar werden, erhielt dieser Estrichboden sein feines Oberflächenmuster.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
02|07
Anthrazitfarben pigmentierter und geschliffener Zementfließestrich mit Fußbodenheizung
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
03|07
Die terrazzoähnliche Oberfläche dieses Betonbodens entstand durch flächendeckendes Schleifen bis zum Größtkornquerschnitt.
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
04|07
Dieser Betonboden aus Weißzement wurde ebenfalls bis auf den maximalen Korndurchmesser abgeschliffen.
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05|07
Fugenarmer, fein geschliffener Betonboden aus Weißzement mit 8 mm großer, hellgelber Gesteinskörnung „Jura“ in einer Schule.
Bild: Dyckerhoff, Wiesbaden
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Moderne Mehrscheiben-Bodenschleifmaschine für Estrich- und Betonoberflächen
Bild: Heidelbergcement, Heidelberg
07|07
Koordinierte Planung und Ausführung sichern Qualität
Die Qualität des fertigen Bodens ist sowohl von der sorgfältigen
Planung und Ausschreibung als auch vom verwendeten Material, dem
fachgerechten Einbau und der Endbearbeitung abhängig. Daher ist es
wichtig, dass Architekt*innen, Fachfirmen, Hersteller und beim
Einbau einer Fußbodenheizung die Installateur*innen für
Heizungstechnik eng zusammenarbeiten, Informationen austauschen und
Verantwortlichkeiten und Arbeitsabläufe festlegen. Für
oberflächenfertige Estrichböden gilt, wie für Terrazzo, die
DIN 18560 Estriche im Bauwesen.
Quelle u.a.: Heidelbergcement
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