Druckfestigkeit von Festbeton
Eine wichtige Eigenschaft von Beton ist seine Druckfestigkeit. Diese wird durch einen Druckversuch ermittelt, aus eigens hergestellten Probekörpern von Würfeln mit 15 cm Kantenlänge (Probewürfeln) oder 30 cm langen Zylindern mit 15 cm Durchmesser.
In Sonderfällen werden Bohrkerne zur Druckprüfung herangezogen. Nach Einführung der DIN EN 206 Beton - Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität beginnen die Festigkeitsklassen für Normal- und Schwerbeton mit einem C als Abkürzung für „concrete“, der englischen Übersetzung für Beton. Für Leichtbeton steht LC. Anschließend folgen zwei Zahlen, getrennt durch einen Schrägstrich, z.B. C 30/37. Die erste Zahl steht für die in anderen Ländern übliche Zylinderfestigkeit, die hintere für die in Deutschland praktizierte Würfeldruckfestigkeit. Mit zunehmender Festigkeit wird der Unterschied zwischen Würfel und Zylinder größer. Der wesentliche Fortschritt der EN 206 besteht darin, dass die Herstellung und die Bauausführung stärker ineinander greifen.
Die in der oberen Tabelle angegebenen Festigkeitsklassen beziehen sich auf Probekörper, die entweder unter Wasser oder bei einer relativen Luftfeuchte von 95% bis zum Prüfalter von 28 Tagen gelagert wurden. Eine bestimmte Würfeldruckfähigkeit kann für einen früheren Zeitpunkt als 28 Tagen erforderlich sein, z.B. beim Transport von Fertigteilen. Bei langsam erhärtenden Zementen kann auch ein späterer Prüftermin vereinbart werden.
Zum Thema
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