Rutschhemmung und Trittsicherheit

Bewertung und Gestaltung von Trittoberflächen

Je nach Material erfüllen Treppen unterschiedliche Rutsch- und Tritteigenschaften. Diese sollen insbesondere im bewitterten Außenbereich und in industriellen Arbeitsstätten Gefahren entgegenwirken. Bis zur Neufassung 2023 regelte die DIN 51130 Prüfung von Fußböden – Bestimmung des Verdrängungsraums sowohl das Verfahren zur Prüfung der Rutschhemmung, als auch den erforderlichen Verdrängungsraum bei Treppen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Seitdem greift europaweit die DIN EN 16165: Bestimmung der Rutschhemmung von Fußböden – Ermittlungsverfahren zur Prüfung der Rutschhemmungsklassen, während der Verdrängungsraum in der DIN 51130 verbleibt.

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Rutschhemmungsklassen

Für Außentreppen gelten besonders hohe Anforderungen an die Trittsicherheit, da Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee und Frost die Rutschgefahr stark erhöhen. Die DIN EN 16165 legt Prüfverfahren zur Bestimmung der Rutschhemmung von Fußgängeroberflächen fest. Die Anforderungen an die Rutschhemmung für konkrete Nutzungsbereiche werden dagegen durch nationale Regelwerke festgelegt, in Deutschland gelten für Arbeitsstätten zudem die ASR A1.5 Fußböden.

  • Klasse R9: Geringe Rutschhemmung (Akzeptanzwinkel > 6° bis 10°) 
  • Klasse R10: Normale bis erhöhte Rutschhemmung (Akzeptanzwinkel > 10° bis 19°)
  • Klasse R11: Erhöhte Rutschhemmung (Akzeptanzwinkel > 19° bis 27°)
  • Klasse R12: Hohe Rutschhemmung (Akzeptanzwinkel > 27° bis 35°)
  • Klasse R13: Sehr hohe Rutschhemmung (Akzeptanzwinkel > 35°)

Beim Prüfverfahren auf der schiefen Ebene nach DIN EN 16165, Anhang B, begeht eine Testperson die mit Motoröl beaufschlagte Prüffläche mit festgelegtem Schuhwerk. Die Neigung wird erhöht, bis die Grenze des sicheren Gehens erreicht und der Winkel des Ausrutschens bestimmt wird. Aus dem Prüfergebnis lassen sich nach dem nationalen Anhang der deutschen Normfassung die R-Gruppen R9 bis R13 ableiten. Für Außentreppen in Arbeitsstätten fordert die ASR A1.5 grundsätzlich R11 oder alternativ R10 in Verbindung mit einem Verdrängungsraum V4.

Verdrängungsraum

Der sogenannte Verdrängungsraum wird in Deutschland in der DIN 51130 festgehalten. In Arbeitsbereichen, in denen gleitfördernde Stoffe in größerer Menge anfallen, kann dieser zusätzlich zur R-Gruppe erforderlich sein. Hierfür werden profilierte Bodenbeläge eingesetzt, unter deren Gehebene die Stoffe aufgenommen bzw. verdrängt werden können. Die Oberflächen sind also nicht plan, sondern durch kleine Einkerbungen – den Verdrängungsraum V – unterbrochen, ohne dass dies beim Begehen wahrgenommen wird. Es wird unterschieden zwischen:

  • V4 (4 cm³/dm²)
  • V6 (6 cm³/dm²)
  • V8 (8 cm³/dm²)
  • V10 (10 cm³/dm²)
Während lediglich das Volumen der Profilierungen über diese Einstufung genormt ist, kann die Gestaltung der Oberfläche variieren. So besteht die Gehebene häufig aus kleinen Quadraten oder Dreiecken, kann aber auch organische Formen annehmen.

Fachwissen zum Thema

Außentreppen dienen häufig nicht nur der Überwindung von Höhenunterschieden, sondern werden auch als urbaner Aufenthaltsraum genutzt.

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Treppenarten

Außentreppen

Welche spezifischen Anforderungen müssen Außentreppen im Vergleich zu Innen- und Freitreppen erfüllen?

Im Firmengebäude von Osram in München steht diese Metallwangentreppe mit Trogstufen aus Stahlblech und einem Endbelag aus Holz.

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Treppenelemente

Stufenbeläge

Der Stufenbelag bei Innen- und Außentreppen muss zahlreichen Anforderungen genügen. Lesen Sie hier, welches Material sich für welchen Einsatzbereich eignet und was es hinsichtlich Sicherheit und Langelebigkeit zu beachten gilt.

Bauwerke zum Thema

Am Zusammenfluss der beiden Chamb-Arme und der Kalten Pastritz überspannt der Drachensteg die Gewässer an drei Stellen, führt als Loop um eine Flussinsel und verbindet die neu gestalteten Parkbereiche mit der Altstadt.

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Hauffstr. 40
73084 Salach
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Rutschhemmung und Trittsicherheitneu

Außentreppe aus wetterfestem Baustahl (Cortenstahl)

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Sicherheit geht vor: Wie Trittoberflächen entsprechend nach Nutzung, Witterung und Material bewertet und gestaltet werden und wie man Ausrutscher verhindert

Farbe bei Treppen: Rot

Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)

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Rot ist eine beliebte Farbe für Treppen und Wege: Es verbessert die Orientierung, erzeugt Identität und Wärme und hat stets die volle Aufmerksamkeit – ob als Warnung oder als Hingucker. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Schwingungsverhalten von Treppen

Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.

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Je leichter und filigraner Treppenkonstruktionen sind, desto schwingungsanfälliger sind sie. Mit geeigneten Maßnahmen können Planende dem entgegenwirken.

Steigungsverhältnis

Das Steigungsverhältnis einer Treppe wirkt sich darauf aus, wie wir sie benutzen.

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Damit eine Treppe sicher und komfortabel zu begehen ist, muss das Steigungsverhältnis stimmen. Dieses kann nach drei verschiedenen Formeln berechnet werden.

Übersicht der verschiedenen Treppen

Gerade Wangentreppe in einem Bürogebäude in München

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Treppen gibt es in unzähligen Ausführungen und Formen. Nach welchen Kriterien lassen sie sich gliedern?

Treppenräume

Im Rathaus in Berlin-Reinickendorf wird der Treppenraum als Ausstellungsraum genutzt

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Je nach Größe des Gebäudes müssen Treppenräume bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit einer entsprechenden Berücksichtigung in der Planung und Ausführung können Räume mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Treppen in öffentlichen Gebäuden

Treppe in der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden

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Bei ihrer Gestaltung ist nicht nur die Sicherheit im Notfall zu berücksichtigen. Die Treppen sollen auch die Orientierung erleichtern und komfortabel begehbar sein.

Flächenbedarf

Hinsichtlich ihres Flächenbedarfs ist die lang gestreckte gerade Treppen die unwirtschaftlichste Variante

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Aus der Wahl des Steigungsverhältnisses ergeben sich Stufenzahl und Lauflänge und damit der Flächenbedarf einer Treppe...

Treppendurchgangshöhe

Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs

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Für das sichere Begehen einer Treppe ist neben dem Steigungsverhältnis und der Laufbreite auch die lichte Durchgangshöhe zu...

Treppenbelichtung

Natürliches Tageslicht erhöht das Wohlbefinden und verringert gleichzeitig die Energiekosten.

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Licht sorgt in Treppenhäusern für mehr Sicherheit und dient zugleich als gestalterisches Element.

Stufenausbildung

Dreiecksförmig gewendelte Stahltreppe mit Steinbelag im „Haus der Wirtschaft des Unternehmerverbands Südhessen” in Darmstadt.

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Verkehrslasten und Eigenlasten von Treppen

Diese Schwimmbadtreppe hält keinen allzu großen Belastungen stand.

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Ob ein bestimmtes Treppensystem und die ausgewählten Materialien geeignet oder ungeeignet für bestimmte Aufgaben sind, richtet...

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Checkliste für die Planung

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