Vorhängeschloss
Bügelschloss, Vorhangschloss, Hangschloss
Vorhängeschlösser sind unter verschiedenen Namen bekannt. Sie bestehen klassischerweise aus einem Korpus aus massivem Messing und einem u-förmig gebogenen Bügel aus rostfreiem Stahl. Auf dem Markt werden Varianten aus Aluminium sowie mit gehärteten oder farbigen Beschichtungen angeboten.
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Ein Ende des Bügels ist drehbar am Korpus befestigt. Das andere freie Ende wird zum Abschließen in eine Aussparung des Korpus gedrückt und damit arretiert. Zum Öffnen, also dem Lösen des Bügels aus dem Korpus, wird ein Schlüssel für einen in den Korpus integrierten Stiftzylinder benötigt. Bei Zahlenschlössern wird die entsprechende Ziffernfolge als Code eingestellt. Das Schloss funktioniert, indem der Bügel durch zwei Laschen oder Ösen von Scharnieren, Winkeln, Platten, Riegeln, Ringhaken, Ösenschrauben oder Ähnlichem oder durch die Glieder von Gliederketten geschoben und anschließend in den Korpus gedrückt wird. Vorhängeschlösser gelten als robust und sicher, können jedoch dennoch mit Bolzenschneidern oder anderen Werkzeugen zerstört werden.
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Im Gegensatz zu fest eingebauten Schlössern sind Vorhängeschlösser mobil und vor allem ortsunabhängig wiederverwendbar, deshalb eignen sie sich besonders gut für temporäre Verschlüsse und Sicherungen, beispielsweise bei Baustellentüren, Containern, Schuppen, Gittern sowie bei allen Türen ohne Schloss. Die Größe eines Vorhängeschlosses steht jeweils in Abhängigkeit zur örtlichen Anforderung oder dem Sicherheitsbedürfnis und reicht von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Breite, mit extra verlängerten Bügeln oder mit kreisförmigem Korpus.
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Das Prinzip von Vorhängeschlössern wurde vom schwedischen
Wissenschaftler und Erfinder Christopher Polhem (1661 – 1751)
entwickelt, der sich zuvor mit der Mechanik von Uhren beschäftigt
hatte. Der schwedische Name für Vorhängeschloss, Polhemslås,
verweist auf den Erfinder.
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