Risse in verputzter Außenwanddämmung

Werden Wärmedämmplatten auf die Außenwände geklebt und anschließend mit einem dünnschichtigen kunststoffgebundenen oder einem dickeren mineralischen Putz versehen, kann es zu einer Rissbildung im Putz kommen.

Die Ursache für diese Risse liegt in den unterschiedlichen bauphysikalischen Eigenschaften der beiden beteiligten Baustoffe: Bei Sonneneinstrahlung erwärmt sich die äußere Putzschicht schnell und kühlt auch schnell wieder ab. Die Wärmedämmplatten folgen der Putztemperatur nur mit zeitlicher Verzögerung. Durch das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten der Materialien bilden sich dann die Risse, die normalerweise durch die Bewehrungsmatten des Putzes aufgefangen werden. Versagt die Bewehrung durch mangelhaftes Material oder ungenügende Einbettung, entstehen netzartige Rissstrukturen.

Risse entlang der Dämmplattenfugen entstehen bei starkem Nachschwinden der Dämmplatten. Es sollten darum nur ausreichend gelagerte Materialien verwendet werden. Das Schwindverhalten von Dämmplatten und Putzsystemen muss aufeinander abgestimmt sein und der Putz muss eine ausreichende Dicke aufweisen. Die Dämmplatten sollten entlang der Ränder vollflächig und in der Fläche über Streifen oder mehrere Klebepunkte sicher verklebt werden, um eine Rissbildung dauerhaft zu vermeiden.

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