Neue Erschließung und Treppe im denkmalgeschützten Bestand
Die mährische Stadt Jihlava wurde im frühen Mittelalter mit dem
Silberbergbau wohlhabend. So stehen im alten Zentrum der Stadt,
rund um den Masaryk-Platz zahlreiche bunte Bürgerhäuser, die heute
zwar denkmalgeschützt, dennoch nicht alle in gutem Zustand
sind.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
01|36
Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
02|36
Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
03|36
Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
04|36
Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
05|36
Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
06|36
Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
Bild: Filip Šlapal, Prag
07|36
Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
08|36
Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
Bild: Filip Šlapal, Prag
09|36
Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
10|36
Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
11|36
In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
12|36
Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
15|36
Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
20|36
Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
23|36
Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
24|36
Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
26|36
Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
28|36
Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
30|36
Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
31|36
Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
32|36
Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
33|36
Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
34|36
Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Verortung
So war es auch beim Silberhaus, einem historischen Eckgebäude am
südlichen Rand des Platzes. Es stand weitgehend leer, war in der
Bausubstanz angegriffen und wurde im Innern über die Jahrhunderte
immer wieder verändert und erweitert, sodass der ursprünglich
modular organisierte, funktionale Grundriss, typisch für die
Bauzeit der Renaissance, unkenntlich geworden war. Im Hof fanden
sich historische Werkzeuge zur Prägung von Silbermünzen deren Alter
auf rund achthundert Jahre geschätzt wurde – das Gebäude diente
einst als königliche Münzstätte. Eine Sanierung sollte dem Gebäude
zu neuem Glanz und Nutzen verhelfen. Die Gestaltung und die
Umsetzung verantwortete das tschechische Büro Atelier Štěpán aus
Brno, das vor allem die ursprüngliche Architektur und den ihr
zugrundeliegenden Grundriss wieder erkennbar machen wollte.
Ursprünglich heißt in diesem Fall, den jeweiligen Jahrhunderten
gerecht, in denen das Gebäude erweitert und umgebaut
wurde.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
Bild: Filip Šlapal, Prag
07|36
Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
08|36
Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
Bild: Filip Šlapal, Prag
09|36
Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
10|36
Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
11|36
In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
12|36
Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
15|36
Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
23|36
Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
26|36
Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
28|36
Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Sanierung und Umnutzung
In Keller und Eingangshalle ließ das Team das gotische Gewölbe
und die Wände weißen, Fußböden neu verlegen und die Räume mit der
notwendigen Haustechnik versehen. Hier liegen nun straßenseitig die
Touristen-Information und rückseitig eine Teestube, im Keller gibt
es eine archäologische Ausstellung. Hinter dem Altbau, wo einst
eine Hinterhofbebauung stand, schließt ein erdgeschossiger
Wintergarten aus Beton und Glas an und macht Platz für
Veranstaltungen und Kurse. Im Souterrain, wo einst archäologische
Grabungen stattfanden, liegen jetzt die notwendigen Nebenräume, wie
Toiletten und ein Abstellraum.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
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Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
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Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
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Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Die beiden Obergeschosse zeugen vom bürgerlichen Wohnen in der
Renaissance. Allerdings verkleinerten nachträgliche Einbauten die
Räume. Die einst bunten Wandmalereien waren beschädigt, verblasst
oder sogar überputzt, die bemalten Holzbalkendecken mit Gipskarton
abgehängt und die Dielen- und Parkettböden, so noch vorhanden, in
schlechtem Zustand oder mit PVC überklebt. Das Team ließ einige
Wände entfernen, andere instandsetzen und sorgsam alle Oberflächen
restaurieren. Heute befinden sich in den Räumen zwei kleine
Konzerträume, zwei Salons und eine Wohnung. Die dafür notwendige
Infrastruktur, wie Küche und Bad, ließ das Team frei im Raum
platzieren, um die restaurierten Wände und Decken zu schonen. Bei
der Wiederherstellung der historischen Bereiche kamen traditionelle
Materialien zum Einsatz: Kalkputz, Holzfenster und Stein- oder
Terrazzoböden. Zur Orientierung sind Raumbeschriftungen und
Wegweiser direkt auf die Wände gemalt, sodass die empfindlichen
Oberflächen nicht mit unnötigen Dübeln und Schrauben beansprucht
werden.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
05|36
Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
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Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
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Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Auch hier sind die Wände restauriert, ...
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... und neue Möbel frei platziert.
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18|36
Der Schlafbereich und ...
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19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
20|36
Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
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24|36
Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
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Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
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Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Grundriss Erdgeschoss
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Grundriss erstes Obergeschoss
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Grundriss zweites Obergeschoss
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Grundriss Dachgeschoss
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Längsschnitt
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Querschnitt
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Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
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Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
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Neuer Dachstuhl
Das alte Dachgebälk sowie die Dachgeschossdecke stammten aus dem
Jahr 1893 und wurden schon damals statisch fehlerhaft eingebaut.
Sie verursachten Schubkräfte in den bestehenden Mauerwerkswänden
darunter und waren zudem in einem maroden Zustand. Das Team plante
daher den Abriss und Neuaufbau des Daches entlang der
ursprünglichen Kubatur. Dafür ließ es das neue Tragwerk etwas
anheben, sodass das Dachgeschoss mehr Raumhöhe und nutzbare Fläche
bekam. Den Abstand zum bestehenden Mauerwerk oberhalb des Gesimses
füllt ein Fensterband, das rundum Ausblick bietet; für Tageslicht
sorgen mehrere stabförmige Dachfenster. Hier sind Büros
verschiedener Kultureinrichtungen untergebracht, die sich mit der
Kultur- und Architekturgeschichte der Stadt beschäftigen.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
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Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
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Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
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Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
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Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
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Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
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Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
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Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
11|36
In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
12|36
Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
15|36
Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
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17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
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... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
20|36
Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
23|36
Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
24|36
Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
26|36
Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
28|36
Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
30|36
Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
31|36
Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
32|36
Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
33|36
Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
34|36
Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
36|36
Erschließung
Schwierig war die barrierefreie, auflagen- und
brandschutzgerechte Erschließung des Gebäudes: Denn innerhalb
desselben Geschosses gibt es zahlreiche Höhenversprünge, sodass
Räume über verteilte Stufen, Podeste und niedrige Durchgänge
verbunden waren. Zudem grenzten die Antritte der bestehenden
Treppen direkt an die Türen der benachbarten Räume. Daher plante
das Team an gleicher Stelle neue Holztreppen, die aber gen
Raummitte abwinkeln und so die Zugangswege zu den angrenzenden
Räumen freimachen. Hier kann der Boden jetzt schräg ansteigen,
zugunsten einer barrierefreien Erschließung. Ein gläserner Aufzug
mit sichtbarer Aufzustechnik erschließt die Obergeschosse und gibt
während der Fahrt den Blick auf die unbehandelten Originalwände
frei.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
01|36
Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
02|36
Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
03|36
Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
04|36
Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
05|36
Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
06|36
Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
Bild: Filip Šlapal, Prag
07|36
Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
08|36
Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
Bild: Filip Šlapal, Prag
09|36
Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
10|36
Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
11|36
In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
12|36
Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
15|36
Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
20|36
Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
23|36
Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
24|36
Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
26|36
Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
28|36
Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
30|36
Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
31|36
Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
32|36
Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
33|36
Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
34|36
Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
36|36
Neue Elemente in Silber
Über eine kontrastreiche Gestaltung sind alle Eingriffe in den
historischen Bestand nachvollziehbar. So sind die neuen Treppen und
Fliesenböden geschossweise in hellem Grün und Blau angelegt –
Farben, die maximal mit den zinnoberroten Holzböden der
Renaissance-Räume kontrastieren, was aber durchaus zeittypisch ist.
Es ist daher vor allem die Farbe Silber, die Neues und Untypisches
kenntlich macht und zugleich die Jahrhunderte thematisch
zusammenbindet. So ist das neu errichtete Dach außen mit
silberfarbenem Metall eingedeckt; der Sichtschutzvorhang im Anbau
ist aus Edelstahl, ebenso wie die Handläufe der Treppen, die
Steckdosen und die Decken- und Bodenleuchten im gesamten Gebäude.
Auch die neuen Türen, die akustisch wirksame Wand des Konzertraumes
sowie die Projektionswand im Dachgeschoss sind in Silbergrau und
mit glänzenden oder schimmernden Elementen gestaltet.
Galerie
Im tschechischen Jihlava sanierte das Büro Atelier Štěpán das siebenhundert Jahre altes Silberhaus, in dem ehemals Silbermünzen geprägt wurden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
01|36
Die Stadt wurde einst im Silberrausch reich, davon zeugen heute noch mittelalterliche Bürgerhäuser rund um den zentralen Masarykovo-Platz.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Fassade wurde weitestgehend restauriert. Das Dach jedoch wurde komplett neu errichtet und dabei leicht angehoben.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum mit Teestube, Touristen-Information und Ausstellungs- und Konzertflächen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Zwischen den alten Mauern und dem neuen, angehobenen Dach verbleibt eine Baufuge, in der ein Fensterband platziert ist. Es bringt innen mehr Raumhöhe und Ausblick, außen macht es die Naht von Alt und Neu sichtbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
05|36
Wo einst ein Hinterhaus stand und später Silbermünzen gefunden wurden, steht jetzt ein Anbau, der über Architektur und Material als neu erkennbar ist.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Der Anbau macht Platz für Veranstaltungen und Kurse.
Bild: Filip Šlapal, Prag
07|36
Eine Treppe führt hinunter zu den Nebenräumen im halb eingegrabenen Souterrain des Anbaus. Dort befinden sich Nebenräume wie Toiletten und ein Abstellraum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Die Touristen-Information empfängt die Gäste im Gewölbe des Erdgeschosses.
Bild: Filip Šlapal, Prag
09|36
Der alte Gewölbekeller aus dem frühen Mittelalter ist jetzt Ausstellungsfläche für archäologische Funde.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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Im Keller wurden vor allem Wände entfernt, geweißt und Böden und Elektrik neu verlegt. Die Haptik der alten Mauerwerksbögen blieb erhalten.
Bild: Filip Šlapal, Prag
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In den Obergeschossen wurde dagegen eine dreiläufige Treppe eingebaut, damit der Zugang zum Saal frei bleibt. So konnte der Boden des Flures ansteigend modelliert werden, zugunsten eines barrierefreien Übergangs in den Saal.
Bild: Filip Šlapal, Prag
12|36
Hinter Putz und abgehängten Decken verbargen sich verblasste Reste der historischen Wandmalereien. Diese wurden restauriert, so dass die opulente Farbigkeit der Renaissance wieder wirken kann. Dazu passend wurden die Böden in Zinnoberrot, die Flure in Grün- und Blautönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
13|36
Alle notwendigen Einbauten, wie hier eine Küche, wurden in der Raummitte platziert, um die restaurierten Wände zu schonen.
Bild: Filip Šlapal, Prag
14|36
Neue Elemente, wie hier die akustisch wirksame Wand im Konzertraum, sind in schimmernden Silber-Grau-Tönen angelegt.
Bild: Filip Šlapal, Prag
15|36
Diese neue Tür führt in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss.
Bild: Filip Šlapal, Prag
16|36
Auch hier sind die Wände restauriert, ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
17|36
... und neue Möbel frei platziert.
Bild: Filip Šlapal, Prag
18|36
Der Schlafbereich und ...
Bild: Filip Šlapal, Prag
19|36
... das Bad liegen in einem Raum. Details aus Edelstahl und gläserne und silbrig-glänzende Oberflächen machen das neu Hinzugefügte im Alten ablesbar.
Bild: Filip Šlapal, Prag
20|36
Auch der neu eingebaute Aufzug, der die Obergeschosse barrierefrei erschließt, ist aus Glas und gibt den Blick auf die bunten Originalwände frei.
Bild: Filip Šlapal, Prag
21|36
Klar erkennbar als neues Bauteil: Die mit silbrigem Metall verkleidete Holztreppe ins Dachgeschoss. Die alte, marode Stiege lag im jetzigen Aufzugsschacht.
Bild: Filip Šlapal, Prag
22|36
Die neue Treppe schwingt sich scheinbar selbsttragend und ohne Wandkontakt empor, ist aber tatsächlich an den Podesten mit der gemauerten Außenwand verbunden.
Bild: Filip Šlapal, Prag
23|36
Ungewöhnlich: Eine Lichtnut in der oberen Kante der Wangen beleuchtet weniger den Treppenlauf selbst, sondern strahlt nach oben, reflektiert auf den Metallflächen und streut so breit in den Raum.
Bild: Filip Šlapal, Prag
24|36
Das alte Dachgebälk musste aus statischen Gründen weichen. Das neue, angehobene Tragwerk ermöglicht jetzt mit mehr Raumhöhe und stabförmigen Dachfenstern eine bessere Nutzung des Dachbodens. Dabei blieb die äußere Kubatur des Daches gleich.
Bild: Filip Šlapal, Prag
25|36
Hier liegen nun die Büros verschiedener Einrichtungen, die sich der lokalen Kultur- und Architekturgeschichte widmen. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Ausblicke vom Arbeitsplatz auf die Nachbarschaft.
Bild: Filip Šlapal, Prag
26|36
Grundriss Souterrain
Bild: Atelier Štepán, Brno
27|36
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
28|36
Grundriss erstes Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
29|36
Grundriss zweites Obergeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
30|36
Grundriss Dachgeschoss
Bild: Atelier Štepán, Brno
31|36
Längsschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
32|36
Querschnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
33|36
Visualisierung der Eingriffe im Schnitt
Bild: Atelier Štepán, Brno
34|36
Axonometrie von Dachgeschossdecke und -tragwerk
Bild: Atelier Štepán, Brno
35|36
Ostansicht
Bild: Atelier Štepán, Brno
36|36
Zum markantesten Element des Gebäudes wurde die Treppe ins
Dachgeschoss: Sie ist dreiläufig und wurde neu in der Gebäudemitte
platziert, hatte an dieser Stelle also kein Pendant im Bestand. Sie
verläuft im spitzen Winkel, ist von den Bestandswänden abgerückt,
aber nur scheinbar freitragend, denn tatsächlich sind die Podeste
an den Wänden verankert. Zum Sinnbild für das Silberhaus wird sie
durch ihre silberne Metallverkleidung. Darin brechen sich unscharf
und vage die Reflexionen der Umgebung: das einfallende Tageslicht,
die Form des historischen Geländers und die für dieses Haus
typischen Grüntöne. Eine Lichtnut, die in der Oberkante der
Wangen
eingelassen ist, betont die Richtung der Treppe ins Dachgeschoss:
Dort beginnt baulich die Gegenwart.
Bautafel
Architektur: Atelier Štěpán, Brno (Miroslava Staneková, Hana Arletová, Vanda Štěpánová, Jiří Neubert, Lukáš Kružík, Jan Vodička) Projektbeteiligte: Viktorie Štěpánová (grafisches Wandleitsystem), Václav Kočí (Wandbemalung Konzertraum), Pavel Procházka (Restaurierung der historischen Wandmalereien), Pozemní stavby Jihlava (Bauunternehmung) Bauherrin: Stadt Jihlava Fertigstellung: 2024 Standort: Masarykovo náměstí 636/21, Jihlava, Tschechien Bildnachweis: Filip Šlapal, Prag
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Bild: MHP Hotel Group / JW Marriott Hotel Frankfurt
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Bild: Ema Peter, Montreal / v2com
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Bild: Simon Menges, Berlin
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Das Rahel Hirsch Center for Translational Medicine schließt unmittelbar an das Bettenhaus der Charité an.
Bild: Brigida González
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Rahel Hirsch Center für Translationale Medizin in Berlin
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