Mineralische Baustoffe

Beton, Naturstein, Ziegel und Keramik

Sonnenschutz aus mineralischen Baustoffen ist besonders dauerhaft und seit jeher fester Bestandteil von Architekturen warmer Klimazonen. Mit Mauerwerk, Naturstein und Beton lassen sich etwa Lamellen, tiefe Laibungen sowie perforierte Stein- oder Ziegelstrukturen realisieren. Sie reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung, ohne dabei die kühlende Luftzirkulation zu behindern. 

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Materialien mit Speichereffekt

Wegen ihrer hohen thermischen Masse wirken Beton, Naturstein, Klinker und Keramik als sensible Wärmespeicher: Treffen Sonnenstrahlen auf die Oberfläche, wird die Wärmeenergie nicht sofort an den Innenraum weitergeleitet. Stattdessen erwärmt sich das Bauteil erst langsam und gibt die gespeicherte Wärmeenergie zeitlich verzögert – meist abends oder nachts – wieder an die Umgebung ab.

Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen sind beispielsweise Brise-Soleils und Filtermauerwerk integraler Bestandteil der Gebäudehülle. Das führt dazu, dass sie bei Schäden nicht einfach ausgetauscht werden können. Regelmäßige Begutachtung, Reinigung und Instandsetzung dürfen also nicht vernachlässigt werden.

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Mauerwerk 

Mit einem lückenhaften Mauerwerksverband können perforierte Wände erstellt werden. Jedoch sind nicht alle Mauersteine dafür geeignet. Im mitteleuropäischen Klima müssen sie etwa Frost-Tau-Wechseln standhalten. Entsprechend sind Steine mit geringer Wasseraufnahme gefragt, die ausdrücklich als Sicht- oder Verblendmauerwerk zugelassen sind. Es ist aber auch möglich, die Steine im Vorfeld gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren. Bei der Verwendung von Hochlochziegeln ist zudem auf die Bruchgefahr an den schmalen Stegen zu achten. 

Üblicherweise werden die Steine mit Mörtel vermauert. Damit die Wände oder Wandelemente eigenständig standsicher sind und Windlasten aufnehmen können, sind gegebenenfalls Anker, Stürze oder Stützen aus Stahl oder Beton nötig. Es gibt zudem Konstruktionen, bei denen die Steine durchbohrt und auf Rundstähle aufgefädelt werden.

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Naturstein

Aus Naturwerkstein sich neben Platten für tiefe Fensterlaibungen, feststehende Fensterläden oder Lamellen auch Gesims- und Mauersteine fertigen. Aufgrund der Exponiertheit der Bauteile muss der Naturstein sorgfältig ausgewählt werden, damit Dauerhaftigkeit und Alterungserscheinungen den Vorstellungen entsprechen. In Mitteleuropa fällt die Wahl häufig auf einen Sandstein, Muschelkalk oder Travertin. Bei der Verarbeitung ist Vorsicht angebracht, insbesondere bei dünnen Platten, da die Gesteine in der Regel spröde sind. 

Kommen Platten zum Einsatz, sind sie häufig über eine Unterkonstruktion an der Außenwand bzw. am Tragwerk verankert. Dabei liegt der Werkstein beispielsweise auf Konsolen auf oder ist rückseitig mit einem Anker verbunden. Mithilfe sogenannter Dornen können die Platten auch freistehend zwischen Decke und Boden oder in einer Laibung eingebaut werden.

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Beton

Die Formbarkeit ist einer der großen Vorteile von Beton. Aus ihm lassen sich folglich ganz unterschiedliche Sonnenschutzelemente herstellen, zum Beispiel Vordächer, Formsteine und perforierte Wandelemente sowie stehende oder liegende Lamellen. 

Die Herstellung dünner Platten oder anderer filigraner Elemente erfolgt in der Regel im Fertigteilwerk, um eine hohe Ausführungsqualität zu sichern. Dabei wird oft auf Faserbeton zurückgegriffen. Dieser mit Stahl-, Glas-, Textil- oder Kunststofffasern bewehrte Beton kann mechanischer Beanspruchung, Stoßbelastungen oder aggressiven Umwelteinflüssen besser standhalten. Somit steigt auch die Lebensdauer der exponierten Bauteile. Betonfertigteile werden ähnlich montiert wie Naturwerkstein.

Fachwissen zum Thema

Brise-Soleil in Form von feststehenden, doppelgeschossigen Vertikallamellen aus Beton an der Unité d'habitation bzw. dem Corbusierhaus in Berlin

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Arten und Formen

Feststehender Sonnenschutz

Vom massiven Brise Soleil bis zum filigranen Maschrabiyya reicht die Formvielfalt der starren Verschattungselemente.

Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels

Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels

Materialien

Glas und Metall

Die Werkstoffe Glas und Metall entfalten im Zusammenspiel mit Sonnenlicht spezielle physikalische Eigenschaften, die sie für bestimmte Sonnenschutz- und Lichtlenkfunktionen befähigen.

Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.

Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.

Materialien

Holz

Außenliegende Sonnenschutzelemente aus dem natürlichen Baustoff benötigen eine schützende Behandlung.

Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.

Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.

Materialien

Textilien und Membranen

Kunststoffe, Metalle und pflanzliche Fasern können zu verschattenden oder reflektierenden Geweben, Netzen und Folien verarbeitet werden.

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Allgemeines zu Materialien für Sonnenschutzelemente

Außenliegender Sonnenschutz in Form von Markisen werden mit textilen Geweben aus Kunststoff oder Naturstoff bespannt.

Außenliegender Sonnenschutz in Form von Markisen werden mit textilen Geweben aus Kunststoff oder Naturstoff bespannt.

Holz, Metall, Textil – genauso vielfältig wie die verschiedenen Sonnenschutzsysteme sind auch die dafür verwendeten Materialien.

Glas und Metall

Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels

Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels

Die Werkstoffe Glas und Metall entfalten im Zusammenspiel mit Sonnenlicht spezielle physikalische Eigenschaften, die sie für bestimmte Sonnenschutz- und Lichtlenkfunktionen befähigen.

Holz

Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.

Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.

Außenliegende Sonnenschutzelemente aus dem natürlichen Baustoff benötigen eine schützende Behandlung.

Mineralische Baustoffe

Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal

Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal

Ob als Brise-Soleil oder perforierte Wand – Sonnenschutz aus Naturstein, Mauerwerk oder Beton prägt die Architektur in besonderer Weise.

Pflanzen für Fassadenbegrünungen

Fassadenbegrünungen können bodengebunden (wie hier im Bild) oder wandgebunden sein.

Fassadenbegrünungen können bodengebunden (wie hier im Bild) oder wandgebunden sein.

Ob bodengebunden oder wandgebunden – die richtige Pflanzenauswahl ist wichtig für das Gedeihen einer grünen Fassade.

Sonnenschutzfolien

Glasdach mit leichtem Sonnenschutz

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Ohne wirksame Sonnenschutzmaßnahmen sind die wenigsten Gebäude alltagstauglich. Ob es sich um Bürogebäude handelt oder um andere...

Textilien und Membranen

Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.

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Kunststoffe, Metalle und pflanzliche Fasern können zu verschattenden oder reflektierenden Geweben, Netzen und Folien verarbeitet werden.

Transparente Wärmedämmung

Transparente Wärmedämmung wird auch in Profilbaugläsern integriert, um deren U-Werte zu verbessern.

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Die mehrschichten Fassadensysteme helfen, solare Energie in Wärme umzuwandeln und zeitversetzt an das Gebäudeinnere abzugeben.

PowerView® 3 von MHZ

Mit dem Smart-Home-System von MHZ lassen sich Jalousien, Rollos, Plissees und Wabenplissees bequem per Fernbedienung oder App steuern.

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