Sonnenschutz aus mineralischen Baustoffen ist besonders
dauerhaft und seit jeher fester Bestandteil von Architekturen
warmer Klimazonen. Mit Mauerwerk, Naturstein und Beton
lassen sich etwa Lamellen, tiefe Laibungen sowie perforierte
Stein- oder Ziegelstrukturen realisieren. Sie reduzieren die
direkte Sonneneinstrahlung, ohne dabei die kühlende
Luftzirkulation zu behindern.
Galerie
Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
01|05
Filtermauerwerk an der London School of Economics.
Bild: Evgenija Mitin, Berlin
02|05
Massiv tragende Fassade mit tiefen Fensterlaibungen aus Jura-Kalkstein am Bundesministerium des Innern in Berlin.
Bild: Sarah Metwally-Sadowsky, Berlin
03|05
Vorgefertigte, perforierte Wandelemente aus Beton und Mauersteinen an zwei Wohnungsbauten in der Berliner Europacity.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
04|05
Cobogó aus Betonformsteinen am Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|05
Materialien mit Speichereffekt
Wegen ihrer hohen thermischen Masse wirken Beton, Naturstein,
Klinker und Keramik als sensible Wärmespeicher: Treffen
Sonnenstrahlen auf die Oberfläche, wird die Wärmeenergie nicht
sofort an den Innenraum weitergeleitet. Stattdessen erwärmt sich
das Bauteil erst langsam und gibt die gespeicherte
Wärmeenergie zeitlich verzögert – meist abends oder nachts – wieder
an die Umgebung ab.
Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen
sind beispielsweise Brise-Soleils und Filtermauerwerk integraler
Bestandteil der Gebäudehülle. Das führt dazu, dass sie bei Schäden
nicht einfach ausgetauscht werden können. Regelmäßige Begutachtung,
Reinigung und Instandsetzung dürfen also nicht vernachlässigt
werden.
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Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
01|05
Filtermauerwerk an der London School of Economics.
Bild: Evgenija Mitin, Berlin
02|05
Massiv tragende Fassade mit tiefen Fensterlaibungen aus Jura-Kalkstein am Bundesministerium des Innern in Berlin.
Bild: Sarah Metwally-Sadowsky, Berlin
03|05
Vorgefertigte, perforierte Wandelemente aus Beton und Mauersteinen an zwei Wohnungsbauten in der Berliner Europacity.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
04|05
Cobogó aus Betonformsteinen am Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|05
Mauerwerk
Mit einem lückenhaften Mauerwerksverband können perforierte
Wände erstellt werden. Jedoch sind nicht alle Mauersteine dafür
geeignet. Im mitteleuropäischen Klima müssen sie etwa
Frost-Tau-Wechseln standhalten. Entsprechend sind Steine mit
geringer Wasseraufnahme gefragt, die ausdrücklich als Sicht- oder
Verblendmauerwerk zugelassen sind. Es ist aber auch möglich, die
Steine im Vorfeld gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren. Bei der
Verwendung von Hochlochziegeln ist zudem auf die Bruchgefahr an den
schmalen Stegen zu achten.
Üblicherweise werden die Steine mit Mörtel vermauert. Damit die
Wände oder Wandelemente eigenständig standsicher sind und
Windlasten aufnehmen können, sind gegebenenfalls Anker, Stürze oder
Stützen aus Stahl oder Beton nötig. Es gibt zudem Konstruktionen,
bei denen die Steine durchbohrt und auf Rundstähle aufgefädelt
werden.
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Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
01|05
Filtermauerwerk an der London School of Economics.
Bild: Evgenija Mitin, Berlin
02|05
Massiv tragende Fassade mit tiefen Fensterlaibungen aus Jura-Kalkstein am Bundesministerium des Innern in Berlin.
Bild: Sarah Metwally-Sadowsky, Berlin
03|05
Vorgefertigte, perforierte Wandelemente aus Beton und Mauersteinen an zwei Wohnungsbauten in der Berliner Europacity.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
04|05
Cobogó aus Betonformsteinen am Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|05
Naturstein
Aus Naturwerkstein sich neben Platten für tiefe
Fensterlaibungen, feststehende Fensterläden oder Lamellen auch
Gesims- und Mauersteine fertigen. Aufgrund der Exponiertheit der
Bauteile muss der Naturstein sorgfältig ausgewählt werden, damit
Dauerhaftigkeit und Alterungserscheinungen den Vorstellungen
entsprechen. In Mitteleuropa fällt die Wahl häufig auf einen
Sandstein, Muschelkalk oder Travertin. Bei der Verarbeitung ist
Vorsicht angebracht, insbesondere bei dünnen Platten, da die
Gesteine in der Regel spröde sind.
Kommen Platten zum Einsatz, sind sie häufig über eine
Unterkonstruktion an der Außenwand bzw. am Tragwerk verankert.
Dabei liegt der Werkstein beispielsweise auf Konsolen auf oder ist
rückseitig mit einem Anker verbunden. Mithilfe sogenannter
Dornen können die Platten auch freistehend zwischen Decke und Boden
oder in einer Laibung eingebaut werden.
Galerie
Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
01|05
Filtermauerwerk an der London School of Economics.
Bild: Evgenija Mitin, Berlin
02|05
Massiv tragende Fassade mit tiefen Fensterlaibungen aus Jura-Kalkstein am Bundesministerium des Innern in Berlin.
Bild: Sarah Metwally-Sadowsky, Berlin
03|05
Vorgefertigte, perforierte Wandelemente aus Beton und Mauersteinen an zwei Wohnungsbauten in der Berliner Europacity.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
04|05
Cobogó aus Betonformsteinen am Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|05
Beton
Die Formbarkeit ist einer der großen Vorteile von Beton. Aus ihm
lassen sich folglich ganz unterschiedliche Sonnenschutzelemente
herstellen, zum Beispiel Vordächer, Formsteine und perforierte
Wandelemente sowie stehende oder liegende Lamellen.
Die Herstellung dünner Platten oder anderer filigraner Elemente
erfolgt in der Regel im Fertigteilwerk, um eine hohe
Ausführungsqualität zu sichern. Dabei wird oft auf Faserbeton
zurückgegriffen. Dieser mit Stahl-, Glas-, Textil- oder
Kunststofffasern bewehrte Beton kann mechanischer Beanspruchung,
Stoßbelastungen oder aggressiven Umwelteinflüssen besser
standhalten. Somit steigt auch die Lebensdauer der exponierten
Bauteile. Betonfertigteile werden ähnlich montiert wie
Naturwerkstein.
Fachwissen zum Thema
Brise-Soleil in Form von feststehenden, doppelgeschossigen Vertikallamellen aus Beton an der Unité d'habitation bzw. dem Corbusierhaus in Berlin
Bild: Stephan Redeker, Berlin
Arten und Formen
Feststehender Sonnenschutz
Vom massiven Brise Soleil bis zum filigranen Maschrabiyya reicht die Formvielfalt der starren Verschattungselemente.
Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels
Bild: Yvonne Kavermann
Materialien
Glas und Metall
Die Werkstoffe Glas und Metall entfalten im Zusammenspiel mit Sonnenlicht spezielle physikalische Eigenschaften, die sie für bestimmte Sonnenschutz- und Lichtlenkfunktionen befähigen.
Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Materialien
Holz
Außenliegende Sonnenschutzelemente aus dem natürlichen Baustoff benötigen eine schützende Behandlung.
Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Materialien
Textilien und Membranen
Kunststoffe, Metalle und pflanzliche Fasern können zu verschattenden oder reflektierenden Geweben, Netzen und Folien verarbeitet werden.
Allgemeines zu Materialien für Sonnenschutzelemente
Außenliegender Sonnenschutz in Form von Markisen werden mit textilen Geweben aus Kunststoff oder Naturstoff bespannt.
Bild: MHZ
Holz, Metall, Textil – genauso vielfältig wie die verschiedenen Sonnenschutzsysteme sind auch die dafür verwendeten Materialien.
Glas und Metall
Glaslamellen und Aluminiumraffstore verschatten die großen Glasflächen des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin. Architektur: Stephan Braunfels
Bild: Yvonne Kavermann
Die Werkstoffe Glas und Metall entfalten im Zusammenspiel mit Sonnenlicht spezielle physikalische Eigenschaften, die sie für bestimmte Sonnenschutz- und Lichtlenkfunktionen befähigen.
Holz
Seit langem ist Holz für Sonnenschutzelemente beliebt, wie dieser Maschrabiyya an einem Nasridenpalast der Alhambra in Granada zeigt.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Außenliegende Sonnenschutzelemente aus dem natürlichen Baustoff benötigen eine schützende Behandlung.
Mineralische Baustoffe
Im Gegensatz zu additiven, beweglichen Verschattungssystemen wirken mineralische Sonnenschutzelemente meistens als konstruktiver, statischer Sonnenschutz. Im Bild: In die tragende Wand integrierte Cobogó an der Algarve, Portugal
Bild: Sophie Marie Schmidt, Berlin
Ob als Brise-Soleil oder perforierte Wand – Sonnenschutz aus Naturstein, Mauerwerk oder Beton prägt die Architektur in besonderer Weise.
Pflanzen für Fassadenbegrünungen
Fassadenbegrünungen können bodengebunden (wie hier im Bild) oder wandgebunden sein.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Ob bodengebunden oder wandgebunden – die richtige Pflanzenauswahl ist wichtig für das Gedeihen einer grünen Fassade.
Sonnenschutzfolien
Glasdach mit leichtem Sonnenschutz
Bild: D. Haas-Arndt, Hannover
Ohne wirksame Sonnenschutzmaßnahmen sind die wenigsten Gebäude alltagstauglich. Ob es sich um Bürogebäude handelt oder um andere...
Textilien und Membranen
Außen liegende Textilien müssen schwerentflammbar und witterungsbeständig sein.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Kunststoffe, Metalle und pflanzliche Fasern können zu verschattenden oder reflektierenden Geweben, Netzen und Folien verarbeitet werden.
Transparente Wärmedämmung
Transparente Wärmedämmung wird auch in Profilbaugläsern integriert, um deren U-Werte zu verbessern.
Bild: Urte Schmidt, Berlin
Die mehrschichten Fassadensysteme helfen, solare Energie in Wärme umzuwandeln und zeitversetzt an das Gebäudeinnere abzugeben.
PowerView® 3 von MHZ
Mit dem Smart-Home-System von MHZ lassen sich Jalousien, Rollos, Plissees und Wabenplissees bequem per Fernbedienung oder App steuern.