Maisonettewohnung in Berlin-Mitte

Schwarzer, südamerikanischer Schiefer als verbindender Bodenbelag

Südlich des Alexanderplatzes steht einer der raren Überreste der mittelalterlichen Berliner Stadtmauer. Auf einem verwinkelten Grundstück direkt gegenüber wurde nach Plänen des Architekten Sohrab Zafari ein stark differenzierter und in der Höhe gestaffelter Neubau realisiert. Skulptural und scharfkantig hebt sich das weiße Ensemble in der Waisenstraße von seiner Umgebung ab. An das gen Südwesten spitzwinkelige Vorderhaus mit sechs Geschossen und Dachterrasse schließen rückwärtig zwei Hofhäuser mit drei bzw. fünf Geschossen an. Auch das Vorderhaus selbst ist abgewinkelt, sein Grundriss zusammengesetzt aus einem trapezförmigen Teil zur Straße nach Westen und einem rechteckigen, südöstlichen Teil. Dieser öffnet sich aufgrund der erforderlichen Brandwand nach Osten zum Hof.

Gallerie

Das Vorderhaus umfasst insgesamt fünf Wohnungen, zwei davon sind Maisonettes. Im Erdgeschoss an der Waisenstraße befinden sich beidseitig einer Tiefgaragenzufahrt zwei Eingänge. Der linke mündet in einem Flur, der an einem Aufzug vorbei ein Treppenhaus an der südwestlichen Gebäudeecke erschließt. Es ist von der Brandwand umschlossen. Die oberste Wohnung ist als Maisonette mit Dachterrasse konzipiert und erstreckt sich über 140 Quadratmeter. Der Eingang liegt im fünften Obergeschoss; der Aufzug endet hier in der Diele. Nach Westen öffnet sich ein großzügiger Wohnraum mit verglasten, hölzernen Hebe-Schiebetüren zu einer zehn Meter breiten Dachterrasse, an der Hofseite ist die Küche mit Essbereich angeordnet. Zwei einläufige Treppen starten dort: Eine liegt verborgen hinter der L-förmig konzipierten Küchenzeile und führt hinab zum Schlafzimmer im vierten Obergeschoss. Die andere ermöglicht den Aufstieg zu einer weiteren Dachterrasse als krönendem Abschluss des Gebäudeensembles. Diese Treppe ist ohne Geländer ausgebildet, von der Küche aus seitlich einsehbar und überbaut den notwendigen Stauraum sowie ein WC. Eine weitere Besonderheit der verschachtelten Wohnung ist der Zugang zum notwendigen zweiten Rettungsweg vom Wohnraum ins nördlich anschließende Treppenhaus.

Schiefer
Schwarzer südamerikanischer Schiefer (Black Uruguay) bedeckt nicht nur den Boden im Wohnraum, sondern auch beide Dachterrassen sowie die einsehbare Treppe. Gewünscht war ein lebendiger, durchgehender Belag als verbindendes Element zwischen innen und außen. Neben seinen optischen Qualitäten erwiesen sich auch die Kleinteiligkeit und der mögliche Formatwechsel als vorteilhaft. Schieferplatten bedecken außerdem einen Einbauschrank an der Nordseite des Wohnraums: Dieser wird von einer Ablagefläche mit offener Feuerstelle in der Horizontalen sowie dem notwendigen zweiten Rettungsweg in der Vertikalen unterbrochen.

Die 15 mm starken Schieferplatten wurden im Längsverband verlegt. Ihr Format variiert in der Breite zwischen 6, 8 und 14 cm, in der Länge zwischen 30 und 60 cm. Innen erfolgte die Verlegung fugenlos auf Estrich mit Fußbodenheizung. Die Ausführung als Terrassenbelag im Außenbereich erforderte schmale, offene Fugen, die optisch jedoch nicht ins Gewicht fallen. Die Schiefer wurden auf einem frostsicheren Drainsystem verklebt, darunter bildet eine Bitumenbahn die Abdichtung gegenüber der Gefälledämmung. Regenwasser kann schnell durch die zahlreichen Fugen der kleinen Platten abgeführt werden. Auch die Feuerstelle ließ sich gut mit dem dunklen Naturstein auskleiden. Die Schieferplatten auf den Treppenstufen, die zur Dachterrasse führen, haben ein Format von 60 x 30 cm. us

Bautafel

Architekten: Atelier Zafari, Berlin
Projektbeteiligte: Ingenieurbüro K. J. Meyer, Altdöbern (Tragwerksplanung); Equipplan Planungs- und Beratungsgesellschaft für Haustechnik, Berlin (Technische Gebäudeausrüstung); Große Bauunternehmung, Luckau (Bauunternehmer); Büro Stanek, Berlin (Brandschutz)
Bauherr: Just Living, Berlin
Fertigstellung: 2013
Standort: Waisenstraße, Berlin-Mitte
Bildnachweis: Atelier Zafari, Berlin

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