Schallübertragung bei tiefen Frequenzen
Eine Herausforderung im Bauwesen stellt die Schallübertragung bei tiefen Frequenzen < 100 Hz dar. Das größte Störpotenzial wird dabei dem Trittschall zugeschrieben. In Abbildung 1 ist der schematische Verlauf des Laufpegels bei Deckenkonstruktionen aus Holz grafisch dargestellt.

Abbildung 1: Schallübertragung bei tiefen Frequenzen
(Quelle: Holzbau Deutschland Institut)
Es ist zu erkennen, dass ein Großteil der Schallenergie in den Empfangsraum übertragen wird, und die dazugehörigen Pegel teilweise um 40 dB höher sind als bei Frequenzen über 100 Hz.
In der Regel bleiben kritische Frequenzbereiche < 100 Hz unbeachtet, da bauordnungsrechtliche Nachweisverfahren Frequenzbereiche von 100 Hz bis 3.150 Hz berücksichtigen (rot). Die kritischen Bereiche 50 Hz bis 100 Hz (blau) können durch die Addition des Trittschallwertes Ln,w mit dem Spektralanpassungswert Cl,50-2500 abgebildet werden. Das gewährleistet eine Korrektur auf das Frequenzband 50 Hz bis 2.500 Hz.

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