Filigrane, kühn geformte Treppen sind ein architektonisches
Highlight. Ihre Planung ist jedoch statisch und bauphysikalisch
anspruchsvoll. Neben der Tragfähigkeit spielt ihr
Schwingungsverhalten eine zentrale Rolle. Beim Betreten von
freitragenden Treppen kann es zu deutlichen Vibrationen oder zum
Nachschwingen nach jedem Tritt kommen. Das kann für die Menschen
auf der Treppe unangenehm sein und die sogenannte
Gebrauchstauglichkeit der Treppe einschränken.
Galerie
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
01|09
Ein Gegenstand, der einmal zum Schwingen gebracht wurde, dann aber frei ausschwingt, wird zum Beispiel durch Reibung gedämpft bis er am Ende still steht. Wie stark die Schwingung ist und wann sie zum Erliegen kommt, hängt von der Eigenfrequenz des schwingenden Gegenstandes ab. Schritte bringen eine Treppe rhythmisch zum Mitschwingen (erzwungene Schwingung). Die Eigenfrequenz der Treppe und die Frequenz der Schritte überlagern und beeinflussen sich.
Bild: Damped oscillation graph2 von Jahobr, gemeinfrei (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4469984)
02|09
Filigrane Metalltreppen haben aufgrund fehlender Masse eine niedrige Eigenfrequenz und sind anfällig für Schwingungen. Hier hilft die Geometrie: Das Podest und aufgeschweißte Stahlrahmen-Geländer erhöhen die Biegesteifigkeit.
Es gibt weitere Maßnahmen, die Schwingungen entgegenwirken, wie hier die feste Einspannung der Stufen in eine Spindel.
Bild: MAIPLATZ Fotografie, Berlin (Treppe: METALLART Treppen)
04|09
Auch eine Maßnahme: Kraftschlüssig miteinander verschweißte Treppenelemente sorgen dafür, dass Wangen und Untersicht einen dreidimensionalen, dynamisch belastbaren Treppenkörper bilden.
Bild: Paneum - Wunderkammer des Brotes, Asten (Treppe: METALLART Treppen)
05|09
Faltwerktreppen aus Stahl sind filigran und belastbar, vor allem, wenn sie mit hohen, stabilen Wangen verschweißt sind.
Wenn das Faltwerk alleine Schwingungen nur schwer verhindern kann, braucht es zusätzliche Aussteifungen. Hier stabilisiert ein Stahlrundrohr die Treppe auf ihrer Unterseite, zusätzlich ist sie mit Stahlseilen von der Decke abgehängt.
Bild: nhow Frankfurt (Treppe: METALLART Treppen)
07|09
Diese Schultreppe muss besonders belastbar sein: Dafür sorgen Faltwerkstufen, die kraftschlüssig mit Wangen und Untersicht verschweißt sind. Große, mit der Geschossdecke verankerte Podeste stabilisieren zusätzlich.
Diese Doppel-Helix-Treppe musste im Bau noch abgestützt werden, bis alle Treppenteile kraftschlüssig verbunden und damit tragfähig und belastbar waren.
Bild: Lukas Huneke (Treppe: METALLART Treppen)
09|09
Eigenschwingung der Treppe
Jedes Bauteil hat Eigenschwingungen, die von seiner Steifigkeit,
Masse, Geometrie und Lagerung abhängen. Wird die Bewegung einmal
ausgelöst, schwingt das Bauteil in seiner eigenen, abnehmenden
Frequenz, solange bis die Schwingung kleiner wird und schließlich
zum Stillstand kommt. Vergleichbar ist das mit einer Schaukel, die
einmal angestoßen wird und sich dann im eigenen Rhythmus
ausschwingt. Filigrane, leichte und weit gespannte Treppen haben
üblicherweise geringere Eigenfrequenzen als z.B. schwere oder
beidseitig gelagerte Betontreppen.
Erzwungene Schwingung
Wird ein Bauteil zusätzlich dynamisch belastet, zum Beispiel
beim Betreten, wird es in eine andauernde, erzwungene Schwingung
versetzt. Diese erzwungene Schwingung entspricht der
Belastungsfrequenz, also dem Rhythmus der Schritte, mit denen
jemand eine Treppe hinaufgeht. Auf die Schaukel bezogen entspricht
das einem permanenten Anschubsen der Schaukel.
Galerie
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
01|09
Ein Gegenstand, der einmal zum Schwingen gebracht wurde, dann aber frei ausschwingt, wird zum Beispiel durch Reibung gedämpft bis er am Ende still steht. Wie stark die Schwingung ist und wann sie zum Erliegen kommt, hängt von der Eigenfrequenz des schwingenden Gegenstandes ab. Schritte bringen eine Treppe rhythmisch zum Mitschwingen (erzwungene Schwingung). Die Eigenfrequenz der Treppe und die Frequenz der Schritte überlagern und beeinflussen sich.
Bild: Damped oscillation graph2 von Jahobr, gemeinfrei (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4469984)
02|09
Filigrane Metalltreppen haben aufgrund fehlender Masse eine niedrige Eigenfrequenz und sind anfällig für Schwingungen. Hier hilft die Geometrie: Das Podest und aufgeschweißte Stahlrahmen-Geländer erhöhen die Biegesteifigkeit.
Es gibt weitere Maßnahmen, die Schwingungen entgegenwirken, wie hier die feste Einspannung der Stufen in eine Spindel.
Bild: MAIPLATZ Fotografie, Berlin (Treppe: METALLART Treppen)
04|09
Auch eine Maßnahme: Kraftschlüssig miteinander verschweißte Treppenelemente sorgen dafür, dass Wangen und Untersicht einen dreidimensionalen, dynamisch belastbaren Treppenkörper bilden.
Bild: Paneum - Wunderkammer des Brotes, Asten (Treppe: METALLART Treppen)
05|09
Faltwerktreppen aus Stahl sind filigran und belastbar, vor allem, wenn sie mit hohen, stabilen Wangen verschweißt sind.
Wenn das Faltwerk alleine Schwingungen nur schwer verhindern kann, braucht es zusätzliche Aussteifungen. Hier stabilisiert ein Stahlrundrohr die Treppe auf ihrer Unterseite, zusätzlich ist sie mit Stahlseilen von der Decke abgehängt.
Bild: nhow Frankfurt (Treppe: METALLART Treppen)
07|09
Diese Schultreppe muss besonders belastbar sein: Dafür sorgen Faltwerkstufen, die kraftschlüssig mit Wangen und Untersicht verschweißt sind. Große, mit der Geschossdecke verankerte Podeste stabilisieren zusätzlich.
Diese Doppel-Helix-Treppe musste im Bau noch abgestützt werden, bis alle Treppenteile kraftschlüssig verbunden und damit tragfähig und belastbar waren.
Bild: Lukas Huneke (Treppe: METALLART Treppen)
09|09
Welche Frequenzen wirken aufeinander?
Bei Treppen treffen also Eigenfrequenzen und menschenverursachte
Frequenzen aufeinander. Typischerweise liegt die Schrittfrequenz
beim Gehen bei 1,6–2,4 Hz, beim schnellen Gehen oder Treppensteigen
auch bei bis zu 3,5 Hz. Entspricht die Eigenfrequenz dieser
Schrittfrequenz, sind beide Schwingungen also im gleichen oder sehr
ähnlichen Rhythmus, dann verstärken sich die Bewegungen im Bauteil,
was zu einer großen Belastung der Treppe führen kann. Es gilt auch:
Je geringer die Eigenfrequenz einer Treppe ist, desto stärker
reagiert sie auf die von außen erzwungenen Schwingungen – leichte
Treppen kommen unter Trittbelastung schneller ins Wanken.
Galerie
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
01|09
Ein Gegenstand, der einmal zum Schwingen gebracht wurde, dann aber frei ausschwingt, wird zum Beispiel durch Reibung gedämpft bis er am Ende still steht. Wie stark die Schwingung ist und wann sie zum Erliegen kommt, hängt von der Eigenfrequenz des schwingenden Gegenstandes ab. Schritte bringen eine Treppe rhythmisch zum Mitschwingen (erzwungene Schwingung). Die Eigenfrequenz der Treppe und die Frequenz der Schritte überlagern und beeinflussen sich.
Bild: Damped oscillation graph2 von Jahobr, gemeinfrei (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4469984)
02|09
Filigrane Metalltreppen haben aufgrund fehlender Masse eine niedrige Eigenfrequenz und sind anfällig für Schwingungen. Hier hilft die Geometrie: Das Podest und aufgeschweißte Stahlrahmen-Geländer erhöhen die Biegesteifigkeit.
Es gibt weitere Maßnahmen, die Schwingungen entgegenwirken, wie hier die feste Einspannung der Stufen in eine Spindel.
Bild: MAIPLATZ Fotografie, Berlin (Treppe: METALLART Treppen)
04|09
Auch eine Maßnahme: Kraftschlüssig miteinander verschweißte Treppenelemente sorgen dafür, dass Wangen und Untersicht einen dreidimensionalen, dynamisch belastbaren Treppenkörper bilden.
Bild: Paneum - Wunderkammer des Brotes, Asten (Treppe: METALLART Treppen)
05|09
Faltwerktreppen aus Stahl sind filigran und belastbar, vor allem, wenn sie mit hohen, stabilen Wangen verschweißt sind.
Wenn das Faltwerk alleine Schwingungen nur schwer verhindern kann, braucht es zusätzliche Aussteifungen. Hier stabilisiert ein Stahlrundrohr die Treppe auf ihrer Unterseite, zusätzlich ist sie mit Stahlseilen von der Decke abgehängt.
Bild: nhow Frankfurt (Treppe: METALLART Treppen)
07|09
Diese Schultreppe muss besonders belastbar sein: Dafür sorgen Faltwerkstufen, die kraftschlüssig mit Wangen und Untersicht verschweißt sind. Große, mit der Geschossdecke verankerte Podeste stabilisieren zusätzlich.
Diese Doppel-Helix-Treppe musste im Bau noch abgestützt werden, bis alle Treppenteile kraftschlüssig verbunden und damit tragfähig und belastbar waren.
Bild: Lukas Huneke (Treppe: METALLART Treppen)
09|09
Optimale Mindesteigenfrequenz
Die Eigenfrequenz von Treppen sollte daher höher als die übliche
Schrittfrequenz sein, um Schwingungen zu vermeiden, idealerweise
liegt sie über 5 Hz, bei besonders empfindlichen Nutzungen, z.B.
beim Wohnen, liegt sie besser bei mindestens 8 bis 10 Hz. Doch bei
freitragenden, filigranen oder weit gespannten Treppen aus Metall
oder Stahl ist das oft nicht gegeben. Eine Frequenzabstimmung hilft
schon im Planungsprozess, die erwarteten dynamischen Lasten mit dem
konstruktiv bedingten Schwingungsverhalten abzugleichen. Dann
lassen sich schwingungsreduzierende Maßnahmen planen, die die
Sicherheit und den Komfort der Treppe sicherstellen.
Galerie
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
01|09
Ein Gegenstand, der einmal zum Schwingen gebracht wurde, dann aber frei ausschwingt, wird zum Beispiel durch Reibung gedämpft bis er am Ende still steht. Wie stark die Schwingung ist und wann sie zum Erliegen kommt, hängt von der Eigenfrequenz des schwingenden Gegenstandes ab. Schritte bringen eine Treppe rhythmisch zum Mitschwingen (erzwungene Schwingung). Die Eigenfrequenz der Treppe und die Frequenz der Schritte überlagern und beeinflussen sich.
Bild: Damped oscillation graph2 von Jahobr, gemeinfrei (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4469984)
02|09
Filigrane Metalltreppen haben aufgrund fehlender Masse eine niedrige Eigenfrequenz und sind anfällig für Schwingungen. Hier hilft die Geometrie: Das Podest und aufgeschweißte Stahlrahmen-Geländer erhöhen die Biegesteifigkeit.
Es gibt weitere Maßnahmen, die Schwingungen entgegenwirken, wie hier die feste Einspannung der Stufen in eine Spindel.
Bild: MAIPLATZ Fotografie, Berlin (Treppe: METALLART Treppen)
04|09
Auch eine Maßnahme: Kraftschlüssig miteinander verschweißte Treppenelemente sorgen dafür, dass Wangen und Untersicht einen dreidimensionalen, dynamisch belastbaren Treppenkörper bilden.
Bild: Paneum - Wunderkammer des Brotes, Asten (Treppe: METALLART Treppen)
05|09
Faltwerktreppen aus Stahl sind filigran und belastbar, vor allem, wenn sie mit hohen, stabilen Wangen verschweißt sind.
Wenn das Faltwerk alleine Schwingungen nur schwer verhindern kann, braucht es zusätzliche Aussteifungen. Hier stabilisiert ein Stahlrundrohr die Treppe auf ihrer Unterseite, zusätzlich ist sie mit Stahlseilen von der Decke abgehängt.
Bild: nhow Frankfurt (Treppe: METALLART Treppen)
07|09
Diese Schultreppe muss besonders belastbar sein: Dafür sorgen Faltwerkstufen, die kraftschlüssig mit Wangen und Untersicht verschweißt sind. Große, mit der Geschossdecke verankerte Podeste stabilisieren zusätzlich.
Diese Doppel-Helix-Treppe musste im Bau noch abgestützt werden, bis alle Treppenteile kraftschlüssig verbunden und damit tragfähig und belastbar waren.
Bild: Lukas Huneke (Treppe: METALLART Treppen)
09|09
Welche Maßnahmen beruhigen das Schwingungsverhalten?
Eine Maßnahme ist, die Steifigkeit der Treppenkonstruktion zu
erhöhen. Bei Metalltreppen gelingt das zum Beispiel über größere
Profilquerschnitte und mehr Masse. Doch wenn die Treppe filigran
wirken soll, ist das oft nicht gewünscht. Eine Lösung könnte die
dreidimensionale Faltung von Flächen sein wie bei Faltwerktreppen,
Kastenwangen oder -stufen. Auch feste,
vorgespannte Verbindungen zwischen den Treppenelementen, zum
Beispiel der Wangen und Stufen und natürlich eine aussteifende
Unterkonstruktion und Querträger stabilisieren das Treppenbauwerk.
Eine eingespannte, aber elastische Lagerung der Treppe, zum
Beispiel mit Schwingungsdämpfern aus Gummi, und kürzere Spannweiten
helfen ebenso.
Gibt es Auflagen zum Schwingungsverhalten von
Treppen?
Eine Normenvorgabe für das Schwingungsverhalten von Treppen gibt
es in Deutschland nicht. Planende können sich stattdessen an der
sogenannten Gebrauchstauglichkeit orientieren: Schwingungen dürfen
keine unzumutbaren Beeinträchtigungen verursachen. Um das zu
prüfen, muss die statische Fachplanung früh in den Planungsprozess
eingebunden werden, nicht nur die Tragfähigkeit der Treppe, sondern
auch ihr Schwingungsverhalten berechnen und die Auswirkungen von
schwingungsreduzierenden Maßnahmen nachweisen.
Fachwissen zum Thema
Diese Schwimmbadtreppe hält keinen allzu großen Belastungen stand.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Planungsgrundlagen
Verkehrslasten und Eigenlasten von Treppen
Ob ein bestimmtes Treppensystem und die ausgewählten Materialien geeignet oder ungeeignet für bestimmte Aufgaben sind, richtet...
Bauwerke zum Thema
Ungewöhnlich positioniert und damit umso aufsehenerregender ist die skulpturale Wendeltreppe in der Mitte des Hotel-Restaurants, die ins erste Obergeschoss führt.
Bild: Jens Ellensohn
Hotel/Gastronomie
Businesshotel Firmament in Rankweil
Mit funktionalen Zonen und einer skulpturalen Treppe setzt der Bau auf klare Räume für Arbeit, Austausch und Genuss.
Das Architektenkollektiv Schmid Ziörjen plante einen Erweiterungsbau für die Grundschule Steinwies im schweizerischen Schwerzenbach.
Bild: Mark Ziörjen, Zürich
Kultur/Bildung
Grundschule Steinwies in Schwerzenbach
Mit einer Hybridkonstruktion und einer Wendeltreppe aus Stahl erweist sich der Neubau als sehr flexibel und erweiterbar.
Frankfurt ist um ein Hochhaus reicher: Das One wurde kürzlich nach den Plänen vom Büro Meurer Architektur + Stadtplanung errichtet.
Bild: Klaus Helbig
Hotel/Gastronomie
Hochhaus One in Frankfurt am Main
Wie eine Münze, die auf den Boden fällt und langsam zum Stillstand kommt, mutet die Wendeltreppe in der Hotellobby an.
Auf der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und Westberlin haben OMA den Neubau des Axel Springer Medienhauses realisiert.
Bild: Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA
Büro/Gewerbe
Medienhaus Axel Springer in Berlin
Weiße Spindeltreppe als Blickfang in der offenen Bürolandschaft des Verlagshauses.
Im Zentrum des Ausstellungshauses „Paneum – Wunderkammer des Brotes“ steht die spiralförmig gewundene Stahltreppe.
Das Herz dieses Gebäudes ist seine rote Stahltreppe: Sie wirkt über den starken Helligkeitskontrast der benachbarten Flächen und der dramatischen Signalwirkung der Farbe in der sonst unbunten, dezenten Umgebung. (Treppe: Metallart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart
Rot ist eine beliebte Farbe für Treppen und Wege: Es verbessert die Orientierung, erzeugt Identität und Wärme und hat stets die volle Aufmerksamkeit – ob als Warnung oder als Hingucker. Lesen Sie hier, warum das so ist.
Schwingungsverhalten von Treppen
Schwingende Treppen sind nichts fürs schwache Nerven: Diese Hängebrückentreppe am Stuibenfall bewegt sich spürbar mit jedem Schritt.
Bild: Stuibenfall, Hängebrücke von oben von GerritR, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuibenfall,_Hängebrücke_von_oben.jpg)
Je leichter und filigraner Treppenkonstruktionen sind, desto schwingungsanfälliger sind sie. Mit geeigneten Maßnahmen können Planende dem entgegenwirken.
Steigungsverhältnis
Das Steigungsverhältnis einer Treppe wirkt sich darauf aus, wie wir sie benutzen.
Bild: PANEUM - Wunderkammer des Brotes, Asten; METALLART Treppen
Damit eine Treppe sicher und komfortabel zu begehen ist, muss das Steigungsverhältnis stimmen. Dieses kann nach drei verschiedenen Formeln berechnet werden.
Übersicht der verschiedenen Treppen
Gerade Wangentreppe in einem Bürogebäude in München
Treppen gibt es in unzähligen Ausführungen und Formen. Nach welchen Kriterien lassen sie sich gliedern?
Treppenräume
Im Rathaus in Berlin-Reinickendorf wird der Treppenraum als Ausstellungsraum genutzt
Bild: Natalie Pawlik, Berlin
Je nach Größe des Gebäudes müssen Treppenräume bestimmte Anforderungen erfüllen. Mit einer entsprechenden Berücksichtigung in der Planung und Ausführung können Räume mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden.
Treppen in öffentlichen Gebäuden
Treppe in der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden
Bild: Kati Türschmann, Hamburg
Bei ihrer Gestaltung ist nicht nur die Sicherheit im Notfall zu berücksichtigen. Die Treppen sollen auch die Orientierung erleichtern und komfortabel begehbar sein.
Flächenbedarf
Hinsichtlich ihres Flächenbedarfs ist die lang gestreckte gerade Treppen die unwirtschaftlichste Variante
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Aus der Wahl des Steigungsverhältnisses ergeben sich Stufenzahl und Lauflänge und damit der Flächenbedarf einer Treppe...
Treppendurchgangshöhe
Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Für das sichere Begehen einer Treppe ist neben dem Steigungsverhältnis und der Laufbreite auch die lichte Durchgangshöhe zu...
Treppenbelichtung
Natürliches Tageslicht erhöht das Wohlbefinden und verringert gleichzeitig die Energiekosten.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
Licht sorgt in Treppenhäusern für mehr Sicherheit und dient zugleich als gestalterisches Element.
Stufenausbildung
Dreiecksförmig gewendelte Stahltreppe mit Steinbelag im „Haus der Wirtschaft des Unternehmerverbands Südhessen” in Darmstadt.