Einflussfaktoren Windsoglasten

Gallerie

Um Windsoglasten theoretisch berechnen zu können, sind folgende Einflussfaktoren auf das Dach maßgeblich:

  • Geschwindigkeitsdruck q (kN/m²) in Abhängigkeit von der Windzone (geografischen Lage des Gebäudes), der Geländerauigkeit und der Gebäudehöhe
  • Aerodynamische Beiwerte cp in Abhängigkeit von Dachform, Dachneigung, Dachbereich und Unterlage

Deutschland ist gemäß DIN 1055-4 geografisch in vier Windzonen aufgeteilt, die auf einer Windzonenkarte grafisch dargestellt werden (siehe Abb. 1). Gültig sind die Werte bis zu einer Höhe von 800 m über NN - darüber hinaus werden sie mit einem Erhöhungsfaktor beaufschlagt. Auf der unten genannten Webseite des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) können Planer eine genaue Einteilung abrufen, geordnet nach Bundesländern und Landkreisen. Grundsätzlich gehört Süd- und Mitteldeutschland der Windzone 1 an, der Süden Bayerns und Ostdeutschland der Windzone 2, Nord- und Ostseeküste der Zone 3 bzw. direkt an der Nordsee, den Nordseeinseln, Fehmarn und Rügen gelegene Gebiete der Windzone 4.

Außerdem werden vier Geländekategorien (mit zwei zusätzlichen Mischprofilen) definiert:

  • Kategorie I: offene See und Seen mit mindestens 5 km freier Fläche in Windrichtung bzw. flaches Land ohne Hindernisse
  • Kategorie II: Gelände mit Hecken, einzelnen Gehöften, Häusern oder Bäumen (z. B. landwirtschaftliche Gebiete)
  • Kategorie III: Vorstädte, Industrie- oder Gewerbegebiete, Wälder
  • Kategorie IV: Stadtgebiete, bei denen mindestens 15 % der Fläche mit Gebäuden bebaut sind, deren mittlere Höhe 15 m überschreitet
Die Verhältnisse im Übergangsbereich zwischen den Kategorien I und II beschreibt das „Mischprofil Küste“, zwischen den Kategorien II und III das „Mischprofil Binnenland“. Liegt ein Bauwerksstandort näher als einen Kilometer bei einem Wechsel von glattem zu rauem Gelände, so ist der ungünstigeren, glätteren Geländekategorie zuzuordnen. Ist der Gebäudestandort weiter als drei Kilometer vom Rauigkeitswechsel entfernt, so darf er der raueren Geländekategorie zugeordnet werden, wenn das Gebäude niedriger als 50 Meter ist. Besondere Überlegungen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, sind für Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge erforderlich.

Die auftretenden Windsogkräfte auf einer Dachfläche sind unterschiedlich groß, weshalb das Dach in vier (siehe Abb. 2) bzw. bei größer als 5° geneigten Dächern in fünf  Dachbereiche eingeteilt wird:
  • Eckbereich
  • Randbereich außen
  • Randbereich innen
  • Mitten- oder Innenbereich
  • First-/ Kehlbereich bei Sattel-/ Trog-Dächern mit einer Dachneigung > 5°

Artikel zum Thema

Hurrican "Dean" vom 22. 08. 2007

Hurrican "Dean" vom 22. 08. 2007

Windlast

Winddruckberechnung

Windlasten zählen zu den veränderlichen Einwirkungen bei Flachdächern und gehören damit in eine Gruppe mit Schnee- bzw....

Tornado in Manhattan, Kansas/USA am 31. Mai 1949

Tornado in Manhattan, Kansas/USA am 31. Mai 1949

Windlast

Windsogsicherung

Gemäß den „Fachregeln für Dächer mit Abdichtungen – Flachdachrichtlinien“ müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der...

Kiesschüttung auf einem Flachdach vor der flächigen Verteilung

Kiesschüttung auf einem Flachdach vor der flächigen Verteilung

Windlast

Windsogsicherung durch Auflast

Die Verklebung der Dachabdichtung ist die am häufigsten ausgeführte Bauweise bei nicht belüfteten Flachdächern auf Betondecken...

Die Saumbefestigung ist eine Einzelbefestigungstechnik, die in linearer Folge im überdeckten Bahnenrand gesetzt wird.

Die Saumbefestigung ist eine Einzelbefestigungstechnik, die in linearer Folge im überdeckten Bahnenrand gesetzt wird.

Windlast

Windsogsicherung durch mechanische Befestigung

Vor allem im Industriebau hat sich das System der losen Verlegung mit mechanischer Befestigung von Dachabdichtungen als...

Windsogsicherung durch Verkleben

Windlast

Windsogsicherung durch Verkleben

Die häufigste Art der Flachdachabdichtung besteht aus sich überlappenden Bitumenbahnen, sie kommen meist zwei oder dreilagig zur...

Surftipps

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Flachdach sponsored by:
Paul Bauder GmbH & Co. KG | Korntaler Landstraße 63 | 70499 Stuttgart | www.bauder.de
Zum Seitenanfang

Wind: Windlasten, Winddruck, Windsog

Auf jedes Flachdach wirken Windkräfte ein. Die sogenannten Windlasten ergeben sich aus natürlichen Faktoren wie...

Einflussfaktoren Windsoglasten

Die DIN 1055-4 teilt Deutschland geografisch in vier Windzonen auf

Die DIN 1055-4 teilt Deutschland geografisch in vier Windzonen auf

Um Windsoglasten theoretisch berechnen zu können, sind folgende Einflussfaktoren auf das Dach maßgeblich: Geschwindigkeitsdruck q...

Winddruckberechnung

Hurrican "Dean" vom 22. 08. 2007

Hurrican "Dean" vom 22. 08. 2007

Windlasten zählen zu den veränderlichen Einwirkungen bei Flachdächern und gehören damit in eine Gruppe mit Schnee- bzw....

Windsogsicherung

Tornado in Manhattan, Kansas/USA am 31. Mai 1949

Tornado in Manhattan, Kansas/USA am 31. Mai 1949

Gemäß den „Fachregeln für Dächer mit Abdichtungen – Flachdachrichtlinien“ müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der...

Windsogsicherung durch Auflast

Kiesschüttung auf einem Flachdach vor der flächigen Verteilung

Kiesschüttung auf einem Flachdach vor der flächigen Verteilung

Die Verklebung der Dachabdichtung ist die am häufigsten ausgeführte Bauweise bei nicht belüfteten Flachdächern auf Betondecken...

Windsogsicherung durch mechanische Befestigung

Die Saumbefestigung ist eine Einzelbefestigungstechnik, die in linearer Folge im überdeckten Bahnenrand gesetzt wird.

Die Saumbefestigung ist eine Einzelbefestigungstechnik, die in linearer Folge im überdeckten Bahnenrand gesetzt wird.

Vor allem im Industriebau hat sich das System der losen Verlegung mit mechanischer Befestigung von Dachabdichtungen als...

Windsogsicherung durch Verkleben

Windsogsicherung durch Verkleben

Die häufigste Art der Flachdachabdichtung besteht aus sich überlappenden Bitumenbahnen, sie kommen meist zwei oder dreilagig zur...

Steildach-Navigator

In wenigen Schritten zum optimalen
Steildach-Systemaufbau – mit dem
Online-Programm von BAUDER

Partner-Anzeige