Gitter und Lochbleche

Unterschiede und Anwendungen

In der Architektur finden Metalle in den unterschiedlichsten Formen Verwendung. Gitterroste, Streckmetallgitter und Lochbleche eignen sich etwa als Verkleidungen, Brüstungen oder Sonnenschutzelemente. Obwohl sie sich sehr ähneln, gibt es große Unterschiede bei Herstellung und Verarbeitungsmöglichkeiten.

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Gitterroste

Als Gitterroste werden plattenartige Pressroste aus stehenden, flachen Aluminium- oder Stahlprofilen bezeichnet. An Fassaden können sie verschiedene Funktionen erfüllen, je nachdem, ob sie horizontal oder vertikal angebracht sind. Die Roste dienen zum Beispiel als Sicht-, Sonnen- oder Blendschutz. Positionierung, Mascheneinteilung und Maschenweite sowie das Profil der Trag- und Querstäbe bestimmen, in welchen Winkeln Sonnenlicht und Blicke durch die Öffnungen hindurch gelangen.

Aufgrund ihrer hohen Luftdurchlässigkeit eignen sich Gitterroste gut für Parkhausfassaden. Darüber hinaus sind sie als Absturzsicherung und Brüstungselemente verbreitet. Wegen ihrer Durchlässigkeit in Kombination mit hoher Belastbarkeit und Rutschfestigkeit eignen sich die Gitter auch als Abdeckung von Lichtschächten sowie als begehbare Ebene für Fassadenreiniger*innen.

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Streckmetall

Streckmetalle oder Streckmetallgitter werden aus einem Blech hergestellt, in dem durch unterbrochene Scherschnitte und Auseinanderziehen Maschen entstehen. Diese sind häufig rautenförmig, können aber auch quadratisch, rund oder sechseckig sein. Durch das Strecken erreichen die Gitter eine hohe Festigkeit und Flächenstabilität. In der Regel besitzen Streckgitter eine plastische Oberfläche, flach gewalzt sind sie weniger scharfkantig. Zum Einsatz kommen Bleche aus Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing, Bronze und Zink. Die fertigen Gitter lassen sich pulverbeschichten, eloxieren oder feuerverzinken.

Im Außenraum sind Streckmetallgitter besonders an Brüstungen und Zäunen zu finden. Sie kommen des Weiteren als Verkleidung oder Einhausung von Haustechnik und bei Sonnenschutzelementen vor.

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Lochbleche

Durch Stanzen, Bohren, Lasern oder Fräsen lassen sich Metallbleche flächig perforieren. Das Lochbild kann schlicht und regelmäßig oder individuell gestaltet sein, sodass von weitem Muster oder Formen erkennbar sind. Je größer der Durchmesser der Löcher ist und je kleiner die Teilung (sprich der Abstand der Löcher zueinander), desto lichtdurchlässiger ist das Blech. Ausschlaggebend ist zudem die Materialstärke. Durch Kantung lassen sich die Bleche zu Paneelen verarbeiten. Mitunter werden sie auch in Wellenform gebracht. Dazu sind Veredelungen möglich, wie das nachträgliche Eloxieren von Aluminium oder das Verzinken von Stahlblechen. 

Weil sie dünn und zugleich stabil sind, lassen sich mit den Blechen kostengünstig und materialeffizient großflächige und leichtgewichtige Gebäudehüllen erstellen. Die Bleche erzeugen eine homogene Fassadenhaut, hinter der Wandflächen und Öffnungen nur schemenhaft erkennbar sind. Als starrer Sonnen- und Sichtschutz versperrt die perforierte Fläche den Blick von außen, während sie von innen tagsüber fast transparent wirkt. Am Abend, bei künstlicher Beleuchtung, kehrt sich dieser Effekt um. 

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