Sind Untergeschosse oder unterirdische Leitungen und
Verkehrswege geplant, dann muss Erde ausgehoben werden für eine
Baugrube. Bevor die ersten Bagger anrücken, wird der Baugrund
ausführlich erkundet: Ein Gutachten gibt unter anderem Auskunft
über Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Baugrubengestaltung,
Umweltverträglichkeit, Grundwasserverhältnisse, Verunreinigungen
und Altlasten, Kampfmittel oder archäologische Funde. Daraus lassen
sich Maßnahmen zur Wasserhaltung und Sicherung der Baugrube
ableiten.
Galerie
Baugrube ohne Wände
Bild: Urte Schmidt, Berlin
01|08
Wasserhaltung mithilfe von Vakuumtiefbrunnen
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
02|08
Im Düsenstrahlverfahren werden dichte Baugrubenverbauten erstellt, Baugrubensohlen abgedichtet und Fundamente bestehender Gebäude unterfangen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/duesenstrahlverfahren/)
03|08
Schlitzwände werden als Dichtwände für Baugruben erstellt, können aber auch als Tiefgründungselement mit statischer Funktion zum Einsatz kommen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/schlitzwand/)
04|08
Eine Spundwand sichert die Baugrube einer Brückenstütze unweit des Berliner Hauptbahnhofs.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|08
Spundbohlen dichten Baugruben horizontal gegen Grundwasser ab und sind auch im Wasserbau weit verbreitet.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/spundwand/)
06|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung sichern diese Baugrube.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung
Bild: Urte Schmidt, Berlin
08|08
Dichtsohlen und Wasserhaltung
Wassersperrende Bodenschichten können die Baugrube von Natur aus
trocken halten. Fehlen sie, ist eine Dichtsohle nötig. Diese lassen
sich im Düsenstrahlverfahren (DSV) erstellen, per Weichgelinjektion
oder mit Unterwasserbeton. Eine weitere Möglichkeit ist, die
Baugrube mithilfe einer Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Beton
(WU-Beton) abzudichten.
Befindet sich der Grundwasserspiegel (Grundwasserstand) über der
Baugrubensohle, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Dies
geschieht mithilfe der sogenannten Wasserhaltung. Abhängig von der
Baugruben-Größe, den geologischen Schichten und der
Bodendurchlässigkeit wird eine offene oder geschlossene
Wasserhaltung angewendet.
Bei der offenen Wasserhaltung wird das Grundwasser über Dränagen
und Pumpensümpfe gesammelt und mithilfe von Tauchpumpen über
Leitungen abgeführt. Bei der geschlossenen Wasserhaltung wird ein
System aus horizontalen und vertikalen Rohren installiert, die mit
den Brunnen und Pumpen verbunden sind. Je nach Größe der Baugrube,
Bodenaufbau und Durchlässigkeit, wird das Wasser entweder durch
Schwerkraft oder durch ein Vakuum abgesenkt. Das abgepumpte Wasser
sammelt sich in Absetzbecken, wird gegebenenfalls gereinigt und
anschließend oberirdischen Gewässern oder der Kanalisation
zugeführt.
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Baugrube ohne Wände
Bild: Urte Schmidt, Berlin
01|08
Wasserhaltung mithilfe von Vakuumtiefbrunnen
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
02|08
Im Düsenstrahlverfahren werden dichte Baugrubenverbauten erstellt, Baugrubensohlen abgedichtet und Fundamente bestehender Gebäude unterfangen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/duesenstrahlverfahren/)
03|08
Schlitzwände werden als Dichtwände für Baugruben erstellt, können aber auch als Tiefgründungselement mit statischer Funktion zum Einsatz kommen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/schlitzwand/)
04|08
Eine Spundwand sichert die Baugrube einer Brückenstütze unweit des Berliner Hauptbahnhofs.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|08
Spundbohlen dichten Baugruben horizontal gegen Grundwasser ab und sind auch im Wasserbau weit verbreitet.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/spundwand/)
06|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung sichern diese Baugrube.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung
Bild: Urte Schmidt, Berlin
08|08
Baugrubenwände
Baugrubenwände sichern die Baugrube vor Einsturz,
nachrutschendem Erdreich, eindringendem Wasser oder Erosion. Die
Baugrubenwand kann temporär oder dauerhaft und in die Tragstruktur
des Gebäudes integriert sein.
Weit verbreitet sind folgende Verbauarten:
Bohrpfahlwand
Injektionswand
Schlitzwand
Spundwand
Trägerbohlwand
Die Wahl der Verbauart hängt unter anderem von den
Schichtenfolgen des Baugrunds, den Grundwasserständen und den
örtlichen Platzverhältnissen ab.
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Baugrube ohne Wände
Bild: Urte Schmidt, Berlin
01|08
Wasserhaltung mithilfe von Vakuumtiefbrunnen
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
02|08
Im Düsenstrahlverfahren werden dichte Baugrubenverbauten erstellt, Baugrubensohlen abgedichtet und Fundamente bestehender Gebäude unterfangen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/duesenstrahlverfahren/)
03|08
Schlitzwände werden als Dichtwände für Baugruben erstellt, können aber auch als Tiefgründungselement mit statischer Funktion zum Einsatz kommen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/schlitzwand/)
04|08
Eine Spundwand sichert die Baugrube einer Brückenstütze unweit des Berliner Hauptbahnhofs.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Spundbohlen dichten Baugruben horizontal gegen Grundwasser ab und sind auch im Wasserbau weit verbreitet.
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Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung sichern diese Baugrube.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
07|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung
Bild: Urte Schmidt, Berlin
08|08
Bohrpfahlwände
Bohrpfahlwände werden aus überschnittenen, tangierenden oder mit
Zwischenraum hergestellten Bohrpfählen errichtet. Die erforderliche
Wandsteifigkeit wird über den gewählten Pfahldurchmesser
eingestellt. Sind Baugruben in das Grundwasser eingebunden, kann
mit der überschnittenen Bohrpfahlwand ein wasserrückhaltender
Verbau hergestellt werden. Mit Bohrpfahlwänden ist auch unter
schwierigsten Bodenverhältnissen (Felseinbindung, Hindernisse,
Nachbarbebauung etc.) ein verformungsarmer Verbau herstellbar.
Schlitzwände
Schlitzwände nehmen in ihrer statischen Funktion Erd- und
Wasserdruckkräfte auf und tragen diese über die Verankerung oder
über den Erdwiderstand am Fußauflager in den Boden ab. Zunächst
wird ein Graben ausgehoben, in dem die Leitwände erstellt werden.
Sie stellen eine Art Schablone für die Schlitzwand dar und geben
den Grundriss der Baugrube vor. Darüber hinaus bieten sie dem
Greifer eine Führung und stabilisieren den oberen Bereich des
späteren Schlitzes, indem sie den Erddruck an der Schlitzoberkante
aufnehmen.
Die Schlitzwand wird abschnittsweise hergestellt. Während des
Schlitzvorganges wird eine Stützflüssigkeit, in der Regel eine
Bentonit-Suspension, eingefüllt. Diese stützt mit ihrem
hydraulischen Druck das Erdreich. Mit fortschreitendem Aushub und
infolge Suspensionsverlust in den angrenzenden Boden ist das
ständige Nachfüllen von Suspension erforderlich. Nach dem Erreichen
der erforderlichen Schlitztiefe wird der Bewehrungskorb und ein
Abschalelement zum Folgeelement eingebaut. Dann wird der Abschnitt,
auch Lamelle genannt, im Kontraktorverfahren ausbetoniert.
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Baugrube ohne Wände
Bild: Urte Schmidt, Berlin
01|08
Wasserhaltung mithilfe von Vakuumtiefbrunnen
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
02|08
Im Düsenstrahlverfahren werden dichte Baugrubenverbauten erstellt, Baugrubensohlen abgedichtet und Fundamente bestehender Gebäude unterfangen.
Bild: PORR Bau (https://porr.at/leistungen/spezialtiefbau/verfahren/duesenstrahlverfahren/)
03|08
Schlitzwände werden als Dichtwände für Baugruben erstellt, können aber auch als Tiefgründungselement mit statischer Funktion zum Einsatz kommen.
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04|08
Eine Spundwand sichert die Baugrube einer Brückenstütze unweit des Berliner Hauptbahnhofs.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
05|08
Spundbohlen dichten Baugruben horizontal gegen Grundwasser ab und sind auch im Wasserbau weit verbreitet.
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06|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung sichern diese Baugrube.
Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung
Bild: Urte Schmidt, Berlin
08|08
Spundwände
Spundwände können Baugruben horizontal gegen das Grundwasser
sichern. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten werden sie in den
Boden gepresst, gerüttelt oder gerammt. Darüber hinaus können sie
in ausgehobene Bodenschlitze wie beispielsweise eine Dichtwand
eingebaut werden. Durch ihre ineinandergreifenden Schlösser lassen
sich die einzelnen Spundbohlen zu einer formschlüssigen und
wasserdichten Wand verbinden. Ist die Spundwand in eine bindige
Bodenschicht oder eine künstliche Dichtsohle eingebunden, kann dank
der undurchlässigen Schlossdichtung auf eine großflächige
Grundwasserabsenkung verzichtet werden.
Bei tieferen Baugruben ist die Spundwand gegen starke
Verformungen zu sichern. Zwischen den Wänden werden Stahlgurte
gespannt, die mit Verpressankern im Erdreich rückverankert sind
oder grubenseitig abgestützt werden.
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Baugrube ohne Wände
Bild: Urte Schmidt, Berlin
01|08
Wasserhaltung mithilfe von Vakuumtiefbrunnen
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
02|08
Im Düsenstrahlverfahren werden dichte Baugrubenverbauten erstellt, Baugrubensohlen abgedichtet und Fundamente bestehender Gebäude unterfangen.
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03|08
Schlitzwände werden als Dichtwände für Baugruben erstellt, können aber auch als Tiefgründungselement mit statischer Funktion zum Einsatz kommen.
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04|08
Eine Spundwand sichert die Baugrube einer Brückenstütze unweit des Berliner Hauptbahnhofs.
Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Spundbohlen dichten Baugruben horizontal gegen Grundwasser ab und sind auch im Wasserbau weit verbreitet.
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06|08
Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung sichern diese Baugrube.
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Trägerbohlwand und Leitungen der Wasserhaltung
Bild: Urte Schmidt, Berlin
08|08
Trägerbohlwände
Eine Trägerbohlwand ist eine kombinierte Verbauwand aus
vertikalen Stahlträgern und horizontal gespannten Ausfachungen aus
Holzbohlen oder Spritzbeton. Die Träger können eingerüttelt,
eingerammt oder in Bohrungen eingestellt werden. Sie kann überall
dort zur Ausführung kommen, wo keine großen Ansprüche an die
Steifigkeit der Baugrubenwände gestellt werden und die Baugrube
nicht unterhalb des Grundwasserspiegels liegt.
Weitere Maßnahmen
Baugrubenwände, Baugrubensohlen und angrenzende Gebäude müssen
gegen Verformungen gesichert werden. Mit Einstabanker-Systemen und
Litzenankern werden die Wände mit dem dahinterliegenden Erdreich
verbunden. Ist keine Rückverankerung möglich, werden die
Baugrubenwände mittels Stahlrohren und -trägern oder mittels
Stahlbetonscheiben ausgesteift. Sie können horizontal über die
ganze Baugrubenbreite spannen oder der Verbau wird schräg auf die
Bodenplatte oder einen Pfahl abgestützt. Mikropfähle oder
Verdrängungspfähle sichern Gebäude, Rampenbauwerke und
Baugrubensohlen gegen Auftrieb.
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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BauNetz Wissen Beton sponsored by: Deutsche Zement- und Betonindustrie vertreten durch das InformationsZentrum Beton | Kontakt 0211 / 28048–1 | www.beton.org
Mithilfe von Wänden, Sohlen, Verankerungen und Wasserhaltung wird die Grube gesichert gegen nachrutschendes Erdreich, eindringendes Wasser und Erosion.
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Bild: Maximilian Ludwig, Berlin
Von den Eigenschaften des Bodens hängt ab, welcher Gründung ein Bauwerk bedarf.
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Bild: Yvonne Kavermann, Berlin
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