Wenn die Fläche klein, die Wirkung aber groß sein soll, kommen
Spindeltreppen als Sonderform der Wendeltreppe zum Einsatz. Sie sind jedoch
anspruchsvoll in der Planung und Ausführung und nur unter
bestimmten Voraussetzungen zulässig.
Galerie
Spektakulär an einer Stange schwebend: Das ist die Spindeltreppe im Axel-Springerhaus, die eine Abkürzung zwischen den Geschossen und ein bisschen Sky-Walk-Gefühl bietet.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
01|08
Die Eigenlast der Treppe und die dynamische Belastung durch Tritte werden über die zentrale Spindel auf die Podeste und Geschossdecken übertragen. Die geschlossenen Wangen und die verschweisste Unterseite sorgen für einen biegesteifen, statisch sehr belastbaren Treppenkörper.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
02|08
Auch die verschweißten Faltwerkstufen wirken aussteifend und sind in diesem Fall mit rutschhemmenden Blech belegt. Das sorgt für mehr Sicherheit, denn Spindeltreppen sind aufgrund des engen Radius und der sich stark verjüngenden Stufentiefen ergonomisch anspruchsvoll.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
03|08
Die Spindeltreppe windet sich elegant um einen aufrechten Stab (Spindel) und hat kein Treppenauge. Das wirkt, wie hier beim Unternehmen Miss Lashes, besonders kühn und leicht.
Bild: José Campos / METALLART Treppen
04|08
Enge Spindeltreppen sparen Platz im Raum, brauchen aber eine sorgfältige Planung der Stufentiefen und lichten Durchgangshöhen.
Bild: METALLART Treppen
05|08
In Metall mit offenen Stufen und Geländer kann eine Spindeltreppe besonders filigran aussehen. Allerdings wirken Trittbelastungen über einen Hebelarm auf die Spindel ein, die Statik der Treppe muss als Schwingungen, Biegemomente und evtl. Torsionen abfangen.
Bild: METALLART Treppen
06|08
Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065
Bild: METALLART Treppen
07|08
Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065 (Angaben in Millimeter)
Bild: METALLART Treppen
08|08
Was sind Spindeltreppen?
Spindeltreppen sind Wendeltreppen, die sich um eine
Mittelspindel wendeln. Die Spindeltreppe kommt also ohne ein Treppenauge
aus und hat so eine sehr kleine Grundfläche. Spindeltreppen bestehen oft aus
Stahlkonstruktionen, weil Metall sich eng biegen lässt und trotz
filigraner Ausgestaltung eine hohe Tragkraft bietet. Die Stufen
werden einzeln an der Spindel befestigt und häufig zusätzlich über
Geländer oder Außenwangen ausgesteift. Darüber
hinaus gibt es auch Spindeltreppen aus Holz oder Beton. Letztere
sind meist aus kreisförmig aufeinandergeschichteten Stufensegmenten
konstruiert, sodass das hohe Eigengewicht der Betonstufen entlang
starrer Anschlüsse über die mittige Achse abgetragen werden
kann.
Besonderheit Statik
Bei Spindeltreppen ergibt sich aus der Geometrie eine besondere
statische Belastung der Mittelspindel: Die Lasten aus Stufen,
Geländer und Personen werden über die auskragenden Stufen
exzentrisch, also seitlich versetzt, in die zentrale Spindel
eingeleitet. Da die Last nicht direkt an der Mittelachse auftritt,
entsteht ein Hebelarm und damit ein zusätzliches Biegemoment. Die
Mittelspindel muss daher nicht nur die vertikalen Lasten abtragen,
sondern wird auch auf Biegung beansprucht. Je nach Konstruktion,
Stufenanordnung und Anschlussdetails können zudem Torsionskräfte,
also Verdrehbeanspruchungen, auftreten. Ebenso sind die dynamischen
Einwirkungen durch die Auftritte zu berücksichtigen. Die
Mittelspindel muss daher ausreichend tragfähig und biegesteif sein;
es braucht zudem verwindungssteife Stufenanschlüsse sowie
kraftschlüssige Auflager oder Einspannungen an den Geschossdecken.
Sie begrenzen Verformungen und vermeiden störende Schwingungen im
Gebrauch.
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Spektakulär an einer Stange schwebend: Das ist die Spindeltreppe im Axel-Springerhaus, die eine Abkürzung zwischen den Geschossen und ein bisschen Sky-Walk-Gefühl bietet.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
01|08
Die Eigenlast der Treppe und die dynamische Belastung durch Tritte werden über die zentrale Spindel auf die Podeste und Geschossdecken übertragen. Die geschlossenen Wangen und die verschweisste Unterseite sorgen für einen biegesteifen, statisch sehr belastbaren Treppenkörper.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
02|08
Auch die verschweißten Faltwerkstufen wirken aussteifend und sind in diesem Fall mit rutschhemmenden Blech belegt. Das sorgt für mehr Sicherheit, denn Spindeltreppen sind aufgrund des engen Radius und der sich stark verjüngenden Stufentiefen ergonomisch anspruchsvoll.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
03|08
Die Spindeltreppe windet sich elegant um einen aufrechten Stab (Spindel) und hat kein Treppenauge. Das wirkt, wie hier beim Unternehmen Miss Lashes, besonders kühn und leicht.
Bild: José Campos / METALLART Treppen
04|08
Enge Spindeltreppen sparen Platz im Raum, brauchen aber eine sorgfältige Planung der Stufentiefen und lichten Durchgangshöhen.
Bild: METALLART Treppen
05|08
In Metall mit offenen Stufen und Geländer kann eine Spindeltreppe besonders filigran aussehen. Allerdings wirken Trittbelastungen über einen Hebelarm auf die Spindel ein, die Statik der Treppe muss als Schwingungen, Biegemomente und evtl. Torsionen abfangen.
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Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065
Bild: METALLART Treppen
07|08
Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065 (Angaben in Millimeter)
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08|08
Schallschutz bei Spindeltreppen
Bei der kraftschlüssigen Lagerung der Treppe muss jedoch
unbedingt der Schallschutz mitgedacht werden: Körperschall kann bei
Spindeltreppen über die Mittelspindel in angrenzende Bauteile
übergehen. Besonders anfällig für Schallübertragung und
Schwingungen sind Treppen aus Metall und Holz. Daher sollte man auf
elastisch entkoppelte Anschlüsse der Spindel an Decken und Podesten
sowie auf schwingungsdämpfende Lagerungen oder Zwischenlagen an den
Stufenanschlüssen achten. Massivere Konstruktionen aus Stahlbeton
weisen durch ihre Bauart meist ein besseres Schwingungs- und
Schallverhalten auf, aber auch hier sind schallentkoppelte
Anschlüsse notwendig.
Treppengeometrie und notwendige Laufbreiten
Die Stufen verjüngen sich zur Spindel hin, und zwar stärker, als
es bei Wendeltreppen mit Treppenauge der Fall ist. Planende müssen
daher besonders auf die korrekte Planung gut nutzbarer Stufen
achten. Nach DIN 18065: Gebäudetreppen – Begriffe, Messregeln,
Hauptmaße muss die Stufentiefe bzw. der Auftritt an
der inneren Begrenzung der nutzbaren Laufbreite
mindestens 100 mm betragen; schmalere Bereiche zählen nicht zur
nutzbaren Laufbreite. Entlang der Lauflinie
müssen Stufentiefe und Steigung einer geraden Treppe und damit der
DIN 18065 entsprechen. Der geforderte Mindestauftritt liegt bei 21
bis 26 Zentimetern (je nach baurechtlicher Einstufung). Für das
Steigungsverhältnis gilt die Schrittmaßregel von 2 × Steigung + Auftritt = 59
bis 65 Zentimeter.
Wo liegt die Lauflinie?
Durch die sehr enge Geometrie ergeben sich sehr unterschiedliche
Stufentiefen und Schrittmaßverhältnisse innerhalb derselben
Spindeltreppe. Daher ist für die Bemessung von Stufen und Steigung
die Lauflinie entscheidend, die im Gehbereich
liegt. Im Gegensatz zu geraden Treppen, muss die Lauflinie aber
nicht mittig im Gehbereich liegen, sondern darf bei gewendelten
Treppen innerhalb des Gehbereichs nach außen verschoben werden.
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Spektakulär an einer Stange schwebend: Das ist die Spindeltreppe im Axel-Springerhaus, die eine Abkürzung zwischen den Geschossen und ein bisschen Sky-Walk-Gefühl bietet.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
01|08
Die Eigenlast der Treppe und die dynamische Belastung durch Tritte werden über die zentrale Spindel auf die Podeste und Geschossdecken übertragen. Die geschlossenen Wangen und die verschweisste Unterseite sorgen für einen biegesteifen, statisch sehr belastbaren Treppenkörper.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
02|08
Auch die verschweißten Faltwerkstufen wirken aussteifend und sind in diesem Fall mit rutschhemmenden Blech belegt. Das sorgt für mehr Sicherheit, denn Spindeltreppen sind aufgrund des engen Radius und der sich stark verjüngenden Stufentiefen ergonomisch anspruchsvoll.
Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
03|08
Die Spindeltreppe windet sich elegant um einen aufrechten Stab (Spindel) und hat kein Treppenauge. Das wirkt, wie hier beim Unternehmen Miss Lashes, besonders kühn und leicht.
Bild: José Campos / METALLART Treppen
04|08
Enge Spindeltreppen sparen Platz im Raum, brauchen aber eine sorgfältige Planung der Stufentiefen und lichten Durchgangshöhen.
Bild: METALLART Treppen
05|08
In Metall mit offenen Stufen und Geländer kann eine Spindeltreppe besonders filigran aussehen. Allerdings wirken Trittbelastungen über einen Hebelarm auf die Spindel ein, die Statik der Treppe muss als Schwingungen, Biegemomente und evtl. Torsionen abfangen.
Bild: METALLART Treppen
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Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065
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Ermittlung des Gehbereichs bei Spindeltreppen nach DIN 18065 (Angaben in Millimeter)
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Wo liegt der Gehbereich?
Der übliche Gehbereich bei Spindeltreppen ist klein: Nach DIN
18065 Gebäudetreppen beträgt er mindestens 2/10 der nutzbaren
Laufbreite und beginnt erst in deren Mitte, sprich, er liegt auf
der äußeren Hälfte der nutzbaren Laufbreite. Das heißt konkret: Bei
einer Spindeltreppe mit einer nutzbaren Laufbreite von 100
Zentimetern beträgt der Gehbereich 20 Zentimeter, innen ist der
Abstand zur Spindel 50 Zentimeter, außen beträgt der Abstand
zum Handlauf 30 Zentimeter. In diesem Gehbereich ist die
Lauflinie anzunehmen und Stufentiefe und Steigung entsprechend zu
planen.
Übrigens, die DGUV-Information BGI/GUV-I 561 Treppen
empfiehlt für Spindeltreppen die Platzierung der Lauflinie mit
einem Abstand von 4/10 der nutzbaren Laufbreite vom äußeren
Handlauf. Bei der oben als Beispiel genannte
Spindeltreppe mit einer Laufbreite von 100 Zentimetern läge die
Lauflinie 40 Zentimeter vom äußeren Handlauf entfernt und damit
genau in der Mitte des nach DIN 18065 berechneten
Gehbereiches.
Bei engen Spindeltreppen ist die lichte Durchgangshöhe besonders
zu beachten, da durch die Verjüngung der Stufen und die schmalen
Gehbereiche möglicherweise Stufenunterkanten, angrenzende Podeste
oder Geschossdecken in den Treppenraum ragen könnten. Auch hier
gelten die Anforderungen der DIN 18065: Die lichte
Treppendurchgangshöhe muss grundsätzlich mindestens 200 Zentimeter
betragen und ist als senkrechtes Fertigmaß im Gehbereich bzw.
entlang der Lauflinie nachzuweisen.
Spindeltreppen besser nicht als notwendige Treppen
Trotz normgerechter Geometrie sind Spindeltreppen ergonomisch
anspruchsvoll. Die stark variierenden Auftrittsbreiten, der enge
Innenradius und die kontinuierliche Richtungsänderung erfordern
mehr Aufmerksamkeit. Zudem erschweren kleine Durchmesser den
Transport von Möbeln, Haushaltsgeräten oder Rettungstragen sowie
das Passieren zweier Personen, die die Treppe gegenläufig
benutzen.
Planende müssen daher frühzeitig prüfen, ob die Treppe lediglich
eine zusätzliche Verbindung oder Teil eines notwendigen
Rettungswegs ist. Als notwendige Treppen sind Spindeltreppen nur
eingeschränkt geeignet; bei hoher Personenbelegung oder in vielen
Sonderbauten erfüllen sie die Anforderungen an sichere Flucht- und
Rettungswege häufig nicht. Ebenso ersetzen sie keine barrierefreie
Erschließung. Ob eine Spindeltreppe zulässig ist, richtet sich nach
den Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung, der DIN 18065
sowie gegebenenfalls Sonderbauvorschriften. Als platzsparende
Zusatztreppe in Wohngebäuden, Galerien oder Dachgeschossen eignet
sie sich jedoch hervorragend und ist in diesen Fällen meist auch
baurechtlich kein Problem.
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Bild: MAIPLATZ Fotografie / METALLART Treppen
Die engste Form der Wendeltreppe spart Grundfläche und passt in kleinste Häuser. Sie ist allerdings gar nicht so einfach in Planung und Ausführung. Was man beachten sollte:
Wendeltreppen
Wendeltreppe mit brüstungshohen Stahlwangen im Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Berliner Max-Delbrück-Centrums
Eine Wendeltreppe ist oft ein repräsentativer Hingucker. Aber bei der Planung dieser Treppenform gilt es einiges zu beachten.
Gewendelte Treppen
Grundtypen gewendelter Treppen
Bild: Baunetz, Berlin
Welche Formen der gewendelten Treppe gibt es und was unterscheidet sie von der Wendeltreppe?
Gerade Treppen
Grundtypen gerader Treppen
Bild: Baunetz, Berlin
Mit seinem relativ einfachen Grundriss und der bequemen Begehbarkeit ist der aus dem Steigebaum entwickelte gerade Treppenlauf die wohl älteste Form im traditionellen Treppenbau.
Mehrläufige Treppen
Grundtypen mehrläufiger Treppen
Bild: Baunetz, Berlin
Gemäß ihres Namens besteht die mehrläufige Treppe aus mehreren geraden oder gewendelten Läufen, die durch Podeste getrennt sind....
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Bild: METALLART Treppen
Eine Rampe ist eine Anlage zur stufenlosen Überwindung von Höhenunterschieden. Ihre Neigung sollte 3,5° bzw. 6% nicht...
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