Lange waren tragende Lehmbauten auf Einzelzulassungen,
Sondernachweise oder die Lehmbau-Regeln angewiesen. Mit der DIN
18940: Tragendes Lehmsteinmauerwerk - Konstruktion, Bemessung und
Ausführung wurde erstmals eine Bemessungsnorm für tragendes
Lehmsteinmauerwerk geschaffen. Sie orientiert sich an etablierten
Mauerwerksnormen und berücksichtigt gleichzeitig die
materialspezifischen Eigenschaften von Lehm.
Galerie
Die DIN 18940 definiert Anforderungen an Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur Gebäudeklasse 4.
Bild: earthbound, Berlin
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Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet.
Bild: earthbound, Berlin
02|11
Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder geeignete Außenputze.
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Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Auch Tür- und Fensterstürze lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen verzichtet werden möchte.
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Vorteile von Lehm
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05|11
Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
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Das Spektrum reicht von präzisem Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein strukturierten Lehmputzen.
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Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder Kalkoberflächen sind möglich.
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Rot eingefärbter Lehmputz
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Geschlämmtes Lehmsteinmauerwerk
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Lehmsteinmauerwerk mit Kalk-Oberputz
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Dadurch wird Lehmsteinmauerwerk zu einer planbaren Option für
den modernen Hochbau. Die Norm definiert Anforderungen an
Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit
die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur
Gebäudeklasse 4. Für Architekt*innen, Tragwerksplaner*innen und
Genehmigungsbehörden entsteht somit ein gemeinsamer Regelrahmen,
der den Einsatz von Lehmsteinen im Neubau erheblich vereinfacht und
die Integration in etablierte Planungsprozesse ermöglicht.
Tragendes Lehmsteinmauerwerk in der Planungspraxis
Die Planung tragender Lehmsteinbauten folgt in vielen Punkten
den bekannten Prinzipien des Mauerwerksbaus. Besondere
Aufmerksamkeit gilt jedoch dem konstruktiven Feuchteschutz.
Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen
Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet. Das Mauerwerk
wird dadurch dauerhaft vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt und
gewissermaßen „aus dem Wasser gehoben“ – ein Konstruktionsprinzip,
das auch aus dem Holzbau bekannt ist.
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Die DIN 18940 definiert Anforderungen an Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur Gebäudeklasse 4.
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Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet.
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Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder geeignete Außenputze.
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Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Auch Tür- und Fensterstürze lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen verzichtet werden möchte.
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Vorteile von Lehm
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Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
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Das Spektrum reicht von präzisem Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein strukturierten Lehmputzen.
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Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder Kalkoberflächen sind möglich.
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Rot eingefärbter Lehmputz
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Geschlämmtes Lehmsteinmauerwerk
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Lehmsteinmauerwerk mit Kalk-Oberputz
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Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften
Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder
geeignete Außenputze. Während der Bauphase muss dieser Schutz
temporär ersetzt werden. Einhausungen oder das regelmäßige Abdecken
der Wände gehören deshalb zum üblichen Bauablauf. Die zusätzlichen
Schutzmaßnahmen erhöhen zwar den Aufwand während der Bauphase,
sichern jedoch die Qualität, Dauerhaftigkeit und
Wiederverwendbarkeit des Baustoffs.
Verarbeitung von Lehmsteinen
Die Verarbeitung der Lehmsteine folgt bekannten Prinzipien. Sie
werden ähnlich vermauert wie Ziegel, benötigen aufgrund ihrer geringeren
Druckfestigkeit jedoch teilweise größere
Wandquerschnitte. Gleichzeitig bietet Lehm praktische Vorteile auf
der Baustelle. Lehmmörtel bindet nicht hydraulisch ab und kann auch
nach längeren Standzeiten durch Wasserzugabe erneut verarbeitet
werden. Materialverluste lassen sich dadurch deutlich reduzieren.
Hinzu kommen die positiven baubiologischen Eigenschaften von Lehm:
Er enthält keine problematischen Zusätze, verursacht keine
relevanten Emissionen und erfordert bei der Verarbeitung keine
besonderen Schutzmaßnahmen. Die Baustelle ist damit bereits während
der Errichtung von einem natürlichen und wohngesunden Baustoff
geprägt.
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Die DIN 18940 definiert Anforderungen an Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur Gebäudeklasse 4.
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Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet.
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Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder geeignete Außenputze.
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Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Auch Tür- und Fensterstürze lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen verzichtet werden möchte.
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Vorteile von Lehm
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Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
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Das Spektrum reicht von präzisem Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein strukturierten Lehmputzen.
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Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder Kalkoberflächen sind möglich.
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Rot eingefärbter Lehmputz
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Geschlämmtes Lehmsteinmauerwerk
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Lehmsteinmauerwerk mit Kalk-Oberputz
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Konstruktive Anschlüsse und Holz-Lehm-Kombinationen
Die DIN 18940 schafft nicht nur Planungssicherheit für die
Tragwerksplanung, sondern definiert auch typische
Konstruktionsdetails und Schnittstellen zu anderen Baustoffen.
Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Decken können
über Ringanker aufgelagert oder über gleitende
Anschlüsse über das Mauerwerk spannen. Auch Tür- und Fensterstürze
lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen
verzichtet werden möchte. Die Verbindung von Holz und Lehm
ermöglicht dabei robuste Konstruktionen mit geringem
Materialeinsatz und hoher Kreislauffähigkeit.
Lehm ist nicht brennbar und wird gemäß DIN EN 13501-1:
Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem
Brandverhalten - Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus
den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten der
Baustoffklasse A1 zugeordnet.
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Die DIN 18940 definiert Anforderungen an Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur Gebäudeklasse 4.
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Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet.
Bild: earthbound, Berlin
02|11
Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder geeignete Außenputze.
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03|11
Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Auch Tür- und Fensterstürze lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen verzichtet werden möchte.
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Vorteile von Lehm
Bild: earthbound, Berlin
05|11
Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
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06|11
Das Spektrum reicht von präzisem Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein strukturierten Lehmputzen.
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07|11
Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder Kalkoberflächen sind möglich.
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Rot eingefärbter Lehmputz
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Geschlämmtes Lehmsteinmauerwerk
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Lehmsteinmauerwerk mit Kalk-Oberputz
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Innenseitige Gestaltung von Lehmsteinmauerwerk
Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt
der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige
Gestaltungsmöglichkeiten. Das Spektrum reicht von präzisem
Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein
strukturierten Lehmputzen. Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder
Kalkoberflächen sind möglich. Die Materialität des Lehmbaus bleibt
dabei stets ablesbar und verleiht den Räumen eine besondere Tiefe
und Haptik.
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Die DIN 18940 definiert Anforderungen an Baustoffe, Konstruktion, Bemessung und Ausführung und schafft damit die Grundlage für den Einsatz tragender Lehmwände bis zur Gebäudeklasse 4.
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Lehmsteinmauerwerk wird auf einer Aufkantung aus wasserbeständigen Baustoffen mit horizontaler Sperrschicht errichtet.
Bild: earthbound, Berlin
02|11
Außenwände benötigen darüber hinaus einen dauerhaften Witterungsschutz, beispielsweise durch hinterlüftete Fassaden oder geeignete Außenputze.
Bild: earthbound, Berlin
03|11
Besonders naheliegend ist die Kombination mit Holz. Auch Tür- und Fensterstürze lassen sich in Holz ausführen, wenn auf klassische Mauerwerksbögen verzichtet werden möchte.
Bild: earthbound, Berlin
04|11
Vorteile von Lehm
Bild: earthbound, Berlin
05|11
Da Außenwände in der Regel außenseitig gedämmt werden, bleibt der Lehm auf der Innenseite sichtbar. Dies eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
Bild: earthbound, Berlin
06|11
Das Spektrum reicht von präzisem Sichtmauerwerk über geschlämmte Oberflächen bis hin zu fein strukturierten Lehmputzen.
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Auch eingefärbte Putze, Anstriche oder Kalkoberflächen sind möglich.
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Lehmsteinmauerwerk mit Kalk-Oberputz
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Langlebigkeit und Kreislauffähigkeit
Ein weiterer Vorteil liegt in der Langlebigkeit und
Reparierbarkeit des Materials. Bohrlöcher, kleinere Beschädigungen
oder Gebrauchsspuren lassen sich meist mit geringem Aufwand
ausbessern. Wird das Mauerwerk dauerhaft vor Feuchtigkeit
geschützt, kann es über viele Generationen hinweg genutzt
werden.
Am Ende der Nutzungsdauer können Lehmsteine, Lehmmörtel und
Lehmputze sortenrein zurückgebaut, aufbereitet und erneut
verarbeitet werden. Die Materialqualität bleibt dabei erhalten.
Lehm eignet sich damit wie kaum ein anderer Baustoff für
geschlossene Stoffkreisläufe.
Text: Micha Kretschmann / earthbound
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Bild: Julia Blöser, Berlin
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Bild: earthbound, Berlin
Mit der DIN 18940 wird tragendes Lehmsteinmauerwerk zur Regelbauweise. Welche Möglichkeiten eröffnen sich dadurch, was gilt es bei Planung und Verarbeitung zu beachten und wie lassen sich Innenwände aus Lehmsteinmauerwerk gestalten?
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