Verlegung: Dickbett - Mittelbett - Dünnbett

Gallerie

Naturstein- und Keramikbeläge können auf vier unterschiedliche Arten verlegt werden:

  • Dickbettverlegung
  • Mittelbettverlegung
  • Dünnbettverlegung
  • Fließbettmörtel

Früher galt die Dickbettverlegung als die Standard-Verlegemethode für Keramik- und Natursteinbeläge. Durch die Entwicklung der Klebemörtel wurde diese Verlegeart heute weitestgehend durch die Dünnbettverlegung ersetzt. Die Dickbettverlegung bietet im Vergleich zur Dünnbettverlegung einige Vorteile: Unebenheiten des Untergrundes oder der Belagstoffe können ausgeglichen und somit eine sehr ebene Oberfläche erzielt werden. Ihre Nachteile liegen vor allem im größeren Zeitaufwand, den höheren Konstruktionsaufbauten und den größeren Flächengewichten. Außerdem erhöht sich durch den hohen Wassergehalt des Verlegemörtels bei verschiedenen Natursteinsorten die Gefahr des Verfärbens (Naturstein sollte gemäß DIN 18332 mit Trasszement, Spezial-Trasszement oder Schnellzement verlegt werden). Die früher häufig praktizierte Verlegeart der sogenannten „Frisch in Frisch“ Methode sollte nur noch in Ausnahmefällen angewandt werden und verlangt hohe Sorgfalt bei der Ausführung.

Die Mittelbettverlegung vereint die Vorteile der Dickbett- und der Dünnbettverlegung: geringere Anmachwassermenge, gute Ausgleichsmöglichkeit von Toleranzen des Untergrundes oder des Belages. Die Dicke des Kleberbettes liegt in der Regel zwischen 5 und 20 mm. Beim Anmachen des Verlegemörtels ist darauf zu achten, dass die vom Hersteller vorgegebene Wassermenge genau eingehalten wird. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass die Platten im Mörtelbett absacken.

Die Dünnbettverlegung ist eine sehr häufig angewandte Art der Verlegung. Der Kleber wird mit einem Zahnspachtel auf den Untergrund aufgekämmt und der Belag anschließend unter leichter Drehung in das Kleberbett eingeschoben. Es ist eine Vielzahl verschiedener Kleber am Markt erhältlich, die sich in ihren Additiven unterscheiden (z. B. Flexkleber und Schnellkleber). Meist handelt es sich um hydraulisch erhärtende Kleber auf Zementbasis. Der Vorteil dieser Verlegeart liegt in der raschen Arbeitsweise. Es werden sehr hohe Flächenleistungen in kurzer Zeit erzielt. Außerdem wird im Vergleich zur Dickbettverlegung nur sehr wenig Anmachwasser benötigt. Dies wirkt sich vor allem auf verfärbungsgefährdete Natursteinsorten positiv aus, da es dort nur dann zu Verfärbungen kommen kann, wenn Wasser als Transportmittel zur Verfügung steht. Der Nachteil der Dünnbettverlegung liegt vor allem darin, dass Unebenheiten des Untergrundes nicht ausgeglichen werden können. Sollte also ein Untergrund größere Unebenheiten aufweisen, so ist eine vorherige Spachtelung empfehlenswert.

Seit relativ kurzer Zeit steht auch der Fließbettmörtel als Verlegeart zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Mörtel wird eine nahezu hohlraumfreie Einbettung der Fliese oder des Natursteinbelages in das Kleberbett ermöglicht. Auch die Verlegung durchscheinender Natursteinbodenbeläge wird so vereinfacht. Da dieser Mörtel durch seine fließfähige Konsistenz selbstnivellierend Unebenheiten des Untergrundes ausgleicht, können sich bei der Verlegung durchscheinender Natursteinfliesen keine Zahnungen des Klebers durch die Platten hindurch abzeichnen. Mittlerweile sind auch Fließbettmörtel am Markt erhältlich, deren Einsatzbereich durch die Menge des Anmachwassers gesteuert werden kann.

Bildnachweis: K & B Natursteine, Dornburg

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