Druckfestigkeit von Festbeton

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Beton ist seine Druckfestigkeit. Sie wird durch einen Druckversuch mit eigens hergestellten Probekörpern ermittelt. Dies sind Betonwürfel mit 15 cm Kantenlänge (Probewürfel) oder 30 cm lange Betonzylinder mit 15 cm Durchmesser. In Sonderfällen werden Bohrkerne zur Druckprüfung herangezogen. 28 Tage nach der Herstellung der Probekörper erfolgt die Prüfung, Beurteilung und Zuordnung in Festigkeitsklassen nach DIN EN 206 Beton – Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität / DIN 1045-2 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton - Teil 2: Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität.

Gallerie

Die Festigkeitsklassen für Normal- und Schwerbeton beginnen mit einem C als Abkürzung für „concrete“ (englisch für Beton), für Leichtbeton steht LC. Anschließend folgen zwei Zahlen, getrennt durch einen Schrägstrich, z.B. C 30/37. Die erste Zahl steht für die in anderen Ländern übliche Zylinderfestigkeit, die hintere für die in Deutschland praktizierte Würfeldruckfestigkeit. Mit zunehmender Festigkeit wird der Unterschied zwischen Würfel und Zylinder größer.

Die in der oberen Tabelle angegebenen Festigkeitsklassen beziehen sich auf Probekörper, die entweder unter Wasser oder bei einer relativen Luftfeuchte von 95% bis zum Prüfalter von 28 Tagen gelagert wurden. Eine bestimmte Würfeldruckfähigkeit kann für einen früheren Zeitpunkt als 28 Tagen erforderlich sein, z.B. beim Transport von Fertigteilen. Bei langsam erhärtenden Zementen kann auch ein späterer Prüftermin vereinbart werden.

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