Sonderformen für Faltstores
Faltstores – auch Plissees genannt – kommen als Sicht- und Sonnenschutz bei Türen und Fenstern im Innenbereich zum Einsatz. Sie lassen sich passgenau zuschneiden und flexibel montieren, sodass sie auch für ungewöhnliche Öffnungen funktionieren – etwa Dreiecks-, Trapez-, Rundbogen- oder Giebelfenster.
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Aufmaß
Damit die Faltstores am Ende perfekt sitzen und sich einwandfrei bewegen können, ist ein präzises Aufmaß erforderlich. Manche Öffnungen scheinen auf den ersten Blick identisch zu sein, unterscheiden sich aber um wenige Millimeter. Gemessen wird in der Regel das Innenmaß des Fensterrahmens, inklusive Gummidichtung. Soll das Plissee später im Fensterrahmen sitzen, sind je nach Form der Glasleiste bzw. des Fensterfalzes (gerade, rund oder schräg) Abzüge erforderlich. Auch die Tiefe der Glasleiste ist wichtig: Gewöhnliche Plissees benötigen mindestens 15 mm Tiefe, Wabenplissees mindestens 17 mm.
Je nach Fenstergeometrie unterscheiden sich die benötigten Maße:
- gleichschenkliges Dreiecksfenster: lichte Breite und Höhe sowie Länge der Schrägen (Schenkellänge)
- rechtwinkliges Dreiecksfenster: Länge der Basis, Höhe der senkrechten Seite und Länge der Schräge (Hypotenuse)
- trapezförmiges Fenster: Länge der Basis, Höhe, Länge der oberen Grundseite (schmalere Seite) und Länge der Schrägen (Schenkellängen)
- Rundbogenfenster: Länge der Basis, Scheitelhöhe (Abstand zwischen Basis und höchstem Punkt des Bogens) und Bogenradius
Bei komplexen Sonderformen kann eine exakt beschriftete 1:1-Schablone aus Papier oder Pappe hilfreich sein. Hersteller und Fachbetriebe bieten Unterstützung bis hin zu Maßanfertigungen an. Welche Maße dafür im Einzelnen nötig sind, ist vorab zu besprechen.
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Montage
Entsprechend der Fensterform empfehlen sich unterschiedliche Befestigungsarten. Häufig werden Plissees für Sonderformen wie Trapez-, Rundbogen- oder Giebelfenster direkt in der Glasleiste oder auf dem Fensterrahmen verschraubt. Für Dreiecksanlagen und feststehende Rund-Anlagen eignen sich aber auch Klemmträger. Diese werden nicht geschraubt, sondern über die Ränder des Fensterflügels geschoben.
Bei einer Montage in der Fensternische werden Halteclips an den Sturz geschraubt und das Plissee anschließend daran montiert. Montagewinkel werden an den Fensterrahmen oder die umliegende Wand geschraubt und das Plissee anschließend mit Halteclips an den Winkeln befestigt.
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Führung
Abhängig von der Aufhängungsart unterscheidet man freihängende und verspannte Plissees. Erstere sind nur oben fest montiert und verfügen daher nur unten über eine Führungsschiene. Verspannte Plissees werden an seitlichen Spannschnüren geführt, die mit Spannschuhen an der Glasleiste oder mit Winkeln an Wand oder Fensterrahmen befestigt sind. Somit ist neben der unteren auch eine obere Führungsschiene möglich.
Zwar decken freihängende Plissees mitunter nicht die spitzen Winkel mancher Fensterformen ab, doch lassen sie sich flexibler justieren. Bei Viertelkreisen oder rechtwinkligen Dreiecken empfehlen sich daher freihängende Plissees, die sich wie Fächer auffalten lassen.
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