Markisen- und Rollladenantriebe
Während Rollläden und Markisen früher überwiegend manuell über Gurt, Kurbel oder Zugstange bedient wurden, sind elektrische Antriebe heute bei außenliegenden Sonnenschutzsystemen weitgehend Standard. Sie ermöglichen eine komfortable Bedienung, automatisierte Abläufe und die Integration in intelligente Gebäudesteuerungen. Die Bedienung erfolgt je nach System über Taster, Schalter, Funkhandsender oder Smart-Home-Anwendungen mit App- und Sprachsteuerung.
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Bei Rollläden kommen hauptsächlich Rohrmotoren zum Einsatz, die direkt in die Rollladenwelle integriert werden und unsichtbar im Rollladenkasten arbeiten. Für Nachrüstungen eignen sich alternativ elektrische Gurtwickler, die vorhandene manuelle Systeme ersetzen. Auch Markisen werden mit Rohrmotoren ausgestattet, die direkt in die Tuchwelle integriert und von außen nicht sichtbar sind. Die kompakten Antriebe werden mithilfe passender Adapter und Mitnehmer montiert. Im Normalbetrieb sind keine regelmäßigen Wartungsarbeiten erforderlich.
Bauformen und Ausführungen
Rohrmotoren sind in verschiedenen Größen für Wellen mit
Durchmessern von etwa 40 bis 98 mm und Längen von 40 bis 60 cm
erhältlich. Je nach Ausführung verfügen sie über unterschiedliche
Funktionen:
- Mechanische Endlageneinstellung: Die Endpositionen werden manuell eingestellt, sodass der Motor beim Ein- und Ausfahren an den definierten Punkten stoppt.
- Elektronische Endlagenerkennung: Der Motor erkennt und speichert die Endpositionen automatisch, wodurch die Inbetriebnahme erleichtert und zusätzliche Funktionen wie Hinderniserkennung ermöglicht werden.
- Nothandbedienung (NHK): Bei Stromausfall kann der Sonnenschutz über eine Handkurbel weiterhin manuell bewegt werden.
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