Sammlung Claus Krieger
Jovis Verlag, Berlin 2025
272 Seiten, 500 farb. Abb., Deutsch, 21 × 25 cm, Broschur
Preis: 38 EUR
ISBN 978-3-98612-274-4
Ob sich überhaupt jemand für historische Baukästen interessiere,
abgesehen von Männern im fortgeschrittenen Alter, fragte sich
Oliver Elser, Kurator des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt
(DAM), als er die Sammlung Claus Kriegers das erste Mal in
Augenschein nahm. Dies gesteht er im Vorwort des Begleitkatalogs
zur Ausstellung 111
Architekturbaukästen. Glücklicherweise konnten seine
Kolleg*innen alle Zweifel ausräumen und so kam es, dass die Schau
von Oktober 2025 bis Februar 2026 das Erdgeschoss des DAM bespielt
– im mehrfachen Wortsinn, denn die Besucher*innen sind buchstäblich
aufgefordert zu spielen und die Modelle aufzubauen.
Galerie
Die Besucher*innen der Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind zum Spielen aufgefordert.
Bild: Moritz Bernoully
01|11
Um einige der präsentierten Kästen im musealen Kontext spielbar zu machen, wandte sich das Museum an Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart, der mit seinem Studierenden Baustein-Repliken im Maßstab 3:1 aus Holz, 3D-Druck-Filament oder Filzwerkstoff herstellte.
Bild: Moritz Bernoully
02|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929. Der „Ingenius“-Baukasten wurde von dem Architekten Wilhelm Kreis in Zusammenarbeit mit Carl August Jüngst entwickelt. Laut Hersteller eigne sich das System nicht nur für Kinder, sondern auch für die Gestaltung von Filmkulissen und damit als Alternative zur Herstellung großer Filmbauten.
Bild: Sammlung Claus Krieger
03|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
04|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
05|11
Les Bois de Megève, Jeu de Constructions, Frankreich, ca. 1930. Die Bausteine aus gefärbtem Nadelholz sind so arrangiert, dass sich bereits beim Öffnen der Verpackung ein attraktives Bild ergibt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
06|11
Bâtiss-Baukasten No. 3, Firma Bâtiss, Frankreich, 1930e- bis 1940er-Jahre. Aufgrund des eher ungewöhnlichen Verbindungssystems der Holzbausteine mittels Metallstäben ist ein intuitives Bauerlebnis mit dem Baukasten „Bâtiss“ nur eingeschränkt möglich. Später erschien daher die Variante „Baticlub“ für jüngere Kinder, die gänzlich ohne Metallverbindungen auskommt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
07|11
Steinbaukasten Bauhütte, Fuchs & Beug, DE (Bayern) 1920er- und 1950er-Jahre. Der Steinbaukasten steht in der Tradition der „Anker“-Baukästen, die ab 1884 produziert wurden. Die Elemente solcher Kästen sind aus verschiedenen Naturprodukten zusammengesetzt und fühlen sich daher an wie echter Stein.
Bild: Sammlung Claus Krieger
08|11
Hofmann-Bauspiel, Firma Hofmann, Schweiz, 1950er- bis 1960er-Jahre. Der Baukasten umfasst 50 bunt bemalte Holzbausteine, die sich zu einer kleinen Stadt anordnen lassen. Das Schweizerkreuz in der Mitte des Kastens kennzeichnet den Produktionsort.
Bild: Sammlung Claus Krieger
09|11
American Skyline Baukasten, Elgo Plastics Inc., USA, 1950er – 1960er. Die ,,American Skyline“-Baukästen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ermöglichen den Bau von US-amerikanischen Wolkenkratzern der 1920er–1940er Jahre. Anders als die bei Baukästen üblichen Massivbauten setzt „Skyline“ auf ein moderneres Skelettsystem.
Bild: Sammlung Claus Krieger
10|11
Plaspi – Der kleine Großblock-Baumeister, VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung, DE (Thüringen) ca. 1980. Mit den Kunststoffbausteinen der „Grossblock“-Baukästen aus der ehemaligen DDR können verschiedene Plattenbauten errichtet werden. Der Baukasten verspricht durch die Abbildungen unterschiedlichster Häuser eine große Vielfalt an Plattenbauten, variantenreicher, als dies in der Realität der Fall war.
Bild: Sammlung Claus Krieger
11|11
Claus Krieger ist Sammler und selbsternannter Homo ludens
– ein spielender Mensch, nach dem
anthropologischen Erklärungsmodell, das der niederländische
Kulturhistoriker Johan Huizinga in den späten 1930er-Jahren
entwarf. Für die Ausstellung stellte Krieger dem Museum rund
sechzig Baukästen aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung. Um
einige davon spielbar zu machen, wandte sich das DAM an Prof.
Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart,
dessen Studierende Repliken in dreifacher Vergrößerung
anfertigten.
Material als Ordnungskriterium
Die verschiedenen Materialien – warmes Holz, massiver Stein und
glatter Kunststoff – prägen maßgeblich die ästhetische Wirkung der
originalen wie der vergrößerten Modelle. Aus diesem Grund bilden
sie das zentrale Kriterium für die Struktur des Katalogs, den der
Jovis Verlag begleitend zur Ausstellung herausgebracht hat. Er
versammelt 111 Architekturbaukästen aus der wohl noch wesentlich
umfangreicheren Sammlung Kriegers und stellt diese üppig
illustriert auf ebenso informative wie unterhaltsame Weise vor.
Galerie
Die Besucher*innen der Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind zum Spielen aufgefordert.
Bild: Moritz Bernoully
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Um einige der präsentierten Kästen im musealen Kontext spielbar zu machen, wandte sich das Museum an Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart, der mit seinem Studierenden Baustein-Repliken im Maßstab 3:1 aus Holz, 3D-Druck-Filament oder Filzwerkstoff herstellte.
Bild: Moritz Bernoully
02|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929. Der „Ingenius“-Baukasten wurde von dem Architekten Wilhelm Kreis in Zusammenarbeit mit Carl August Jüngst entwickelt. Laut Hersteller eigne sich das System nicht nur für Kinder, sondern auch für die Gestaltung von Filmkulissen und damit als Alternative zur Herstellung großer Filmbauten.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
04|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Les Bois de Megève, Jeu de Constructions, Frankreich, ca. 1930. Die Bausteine aus gefärbtem Nadelholz sind so arrangiert, dass sich bereits beim Öffnen der Verpackung ein attraktives Bild ergibt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
06|11
Bâtiss-Baukasten No. 3, Firma Bâtiss, Frankreich, 1930e- bis 1940er-Jahre. Aufgrund des eher ungewöhnlichen Verbindungssystems der Holzbausteine mittels Metallstäben ist ein intuitives Bauerlebnis mit dem Baukasten „Bâtiss“ nur eingeschränkt möglich. Später erschien daher die Variante „Baticlub“ für jüngere Kinder, die gänzlich ohne Metallverbindungen auskommt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
07|11
Steinbaukasten Bauhütte, Fuchs & Beug, DE (Bayern) 1920er- und 1950er-Jahre. Der Steinbaukasten steht in der Tradition der „Anker“-Baukästen, die ab 1884 produziert wurden. Die Elemente solcher Kästen sind aus verschiedenen Naturprodukten zusammengesetzt und fühlen sich daher an wie echter Stein.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Hofmann-Bauspiel, Firma Hofmann, Schweiz, 1950er- bis 1960er-Jahre. Der Baukasten umfasst 50 bunt bemalte Holzbausteine, die sich zu einer kleinen Stadt anordnen lassen. Das Schweizerkreuz in der Mitte des Kastens kennzeichnet den Produktionsort.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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American Skyline Baukasten, Elgo Plastics Inc., USA, 1950er – 1960er. Die ,,American Skyline“-Baukästen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ermöglichen den Bau von US-amerikanischen Wolkenkratzern der 1920er–1940er Jahre. Anders als die bei Baukästen üblichen Massivbauten setzt „Skyline“ auf ein moderneres Skelettsystem.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Plaspi – Der kleine Großblock-Baumeister, VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung, DE (Thüringen) ca. 1980. Mit den Kunststoffbausteinen der „Grossblock“-Baukästen aus der ehemaligen DDR können verschiedene Plattenbauten errichtet werden. Der Baukasten verspricht durch die Abbildungen unterschiedlichster Häuser eine große Vielfalt an Plattenbauten, variantenreicher, als dies in der Realität der Fall war.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Innerhalb der vier Kategorien Gebäude-Holzkasten,
Stadtbaukasten, Steinbaukasten und Kunststoffbaukästen sind die
ausgewählten Exemplare chronologisch geordnet. In kurzen Texten
werden ihre Besonderheiten erläutert sowie Hersteller, Zeit, Ort,
Kasten, Maße, enthaltene Bausteine und Planbeilagen aufgeführt.
Die Seele der Kästen
Doch damit begnügt sich Krieger nicht: Ebenso wie in der
Ausstellung liegt der Fokus auf den aufgebauten Modellen, die er
die „Seele der Kästen“ nennt. Die rund 500 Fotografien zeigen die
Bausteine einerseits kunstvoll einsortiert, andererseits die in
teils mühseliger Arbeit errichteten Gebäudeminiaturen. Auch das
erfahren wir in dem Katalog: Schlechte Passgenauigkeit, kryptische
Anleitungen oder fragwürdige Materialqualität gehören durchaus
dazu; machen für Krieger gar den Reiz aus. Diese anekdotenhaften
Informationen erzählen viel über die Grenzen der jeweiligen Systeme
und über das Spielerlebnis vergangener Generationen.
Galerie
Die Besucher*innen der Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind zum Spielen aufgefordert.
Bild: Moritz Bernoully
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Um einige der präsentierten Kästen im musealen Kontext spielbar zu machen, wandte sich das Museum an Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart, der mit seinem Studierenden Baustein-Repliken im Maßstab 3:1 aus Holz, 3D-Druck-Filament oder Filzwerkstoff herstellte.
Bild: Moritz Bernoully
02|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929. Der „Ingenius“-Baukasten wurde von dem Architekten Wilhelm Kreis in Zusammenarbeit mit Carl August Jüngst entwickelt. Laut Hersteller eigne sich das System nicht nur für Kinder, sondern auch für die Gestaltung von Filmkulissen und damit als Alternative zur Herstellung großer Filmbauten.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
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The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Les Bois de Megève, Jeu de Constructions, Frankreich, ca. 1930. Die Bausteine aus gefärbtem Nadelholz sind so arrangiert, dass sich bereits beim Öffnen der Verpackung ein attraktives Bild ergibt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Bâtiss-Baukasten No. 3, Firma Bâtiss, Frankreich, 1930e- bis 1940er-Jahre. Aufgrund des eher ungewöhnlichen Verbindungssystems der Holzbausteine mittels Metallstäben ist ein intuitives Bauerlebnis mit dem Baukasten „Bâtiss“ nur eingeschränkt möglich. Später erschien daher die Variante „Baticlub“ für jüngere Kinder, die gänzlich ohne Metallverbindungen auskommt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Steinbaukasten Bauhütte, Fuchs & Beug, DE (Bayern) 1920er- und 1950er-Jahre. Der Steinbaukasten steht in der Tradition der „Anker“-Baukästen, die ab 1884 produziert wurden. Die Elemente solcher Kästen sind aus verschiedenen Naturprodukten zusammengesetzt und fühlen sich daher an wie echter Stein.
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Hofmann-Bauspiel, Firma Hofmann, Schweiz, 1950er- bis 1960er-Jahre. Der Baukasten umfasst 50 bunt bemalte Holzbausteine, die sich zu einer kleinen Stadt anordnen lassen. Das Schweizerkreuz in der Mitte des Kastens kennzeichnet den Produktionsort.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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American Skyline Baukasten, Elgo Plastics Inc., USA, 1950er – 1960er. Die ,,American Skyline“-Baukästen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ermöglichen den Bau von US-amerikanischen Wolkenkratzern der 1920er–1940er Jahre. Anders als die bei Baukästen üblichen Massivbauten setzt „Skyline“ auf ein moderneres Skelettsystem.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Plaspi – Der kleine Großblock-Baumeister, VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung, DE (Thüringen) ca. 1980. Mit den Kunststoffbausteinen der „Grossblock“-Baukästen aus der ehemaligen DDR können verschiedene Plattenbauten errichtet werden. Der Baukasten verspricht durch die Abbildungen unterschiedlichster Häuser eine große Vielfalt an Plattenbauten, variantenreicher, als dies in der Realität der Fall war.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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Spiegel ihrer Zeit
Neben dieser ästhetischen und spielerischen Dimension erweisen
sich die ausgewählten Baukästen ganz nebenbei als Spiegel ihrer
Zeit: So fanden sich als Reaktion auf Industrialisierung und
Urbanisierung in Brandt’s Städtebaukasten Anfang des
20. Jahrhunderts idyllische Landhäuser und mittelalterliche
Städtchen. 1934 bot die Firma Fritsche den Amator-Baukasten
für Festungen und Kriegsschiffe an. Nach dem Zweiten Weltkrieg
wiederum dokumentierten die Baukästen den baulichen Wettbewerb
zwischen den Systemen: So errichteten Kinder in der DDR
Großplatten-Bauten mit dem System Pewesti oder dem
Mentor-Baukasten, während in den USA die Sets zum Nachbilden
von Wolkenkratzern (American Skyline von Elgo-Plastics) oder
zum Errichten neuer Siedlungen im Welltall (Satellite City
von Saunders Brothers, Dowels and Wood Products) anregten.
Galerie
Die Besucher*innen der Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind zum Spielen aufgefordert.
Bild: Moritz Bernoully
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Um einige der präsentierten Kästen im musealen Kontext spielbar zu machen, wandte sich das Museum an Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart, der mit seinem Studierenden Baustein-Repliken im Maßstab 3:1 aus Holz, 3D-Druck-Filament oder Filzwerkstoff herstellte.
Bild: Moritz Bernoully
02|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929. Der „Ingenius“-Baukasten wurde von dem Architekten Wilhelm Kreis in Zusammenarbeit mit Carl August Jüngst entwickelt. Laut Hersteller eigne sich das System nicht nur für Kinder, sondern auch für die Gestaltung von Filmkulissen und damit als Alternative zur Herstellung großer Filmbauten.
Bild: Sammlung Claus Krieger
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The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
04|11
The New City – Ingenius-Baukasten, Ingenius Technische- und Handels-GmbH, Österreich, 1924 bis vermutlich 1929
Bild: Sammlung Claus Krieger
05|11
Les Bois de Megève, Jeu de Constructions, Frankreich, ca. 1930. Die Bausteine aus gefärbtem Nadelholz sind so arrangiert, dass sich bereits beim Öffnen der Verpackung ein attraktives Bild ergibt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
06|11
Bâtiss-Baukasten No. 3, Firma Bâtiss, Frankreich, 1930e- bis 1940er-Jahre. Aufgrund des eher ungewöhnlichen Verbindungssystems der Holzbausteine mittels Metallstäben ist ein intuitives Bauerlebnis mit dem Baukasten „Bâtiss“ nur eingeschränkt möglich. Später erschien daher die Variante „Baticlub“ für jüngere Kinder, die gänzlich ohne Metallverbindungen auskommt.
Bild: Sammlung Claus Krieger
07|11
Steinbaukasten Bauhütte, Fuchs & Beug, DE (Bayern) 1920er- und 1950er-Jahre. Der Steinbaukasten steht in der Tradition der „Anker“-Baukästen, die ab 1884 produziert wurden. Die Elemente solcher Kästen sind aus verschiedenen Naturprodukten zusammengesetzt und fühlen sich daher an wie echter Stein.
Bild: Sammlung Claus Krieger
08|11
Hofmann-Bauspiel, Firma Hofmann, Schweiz, 1950er- bis 1960er-Jahre. Der Baukasten umfasst 50 bunt bemalte Holzbausteine, die sich zu einer kleinen Stadt anordnen lassen. Das Schweizerkreuz in der Mitte des Kastens kennzeichnet den Produktionsort.
Bild: Sammlung Claus Krieger
09|11
American Skyline Baukasten, Elgo Plastics Inc., USA, 1950er – 1960er. Die ,,American Skyline“-Baukästen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ermöglichen den Bau von US-amerikanischen Wolkenkratzern der 1920er–1940er Jahre. Anders als die bei Baukästen üblichen Massivbauten setzt „Skyline“ auf ein moderneres Skelettsystem.
Bild: Sammlung Claus Krieger
10|11
Plaspi – Der kleine Großblock-Baumeister, VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung, DE (Thüringen) ca. 1980. Mit den Kunststoffbausteinen der „Grossblock“-Baukästen aus der ehemaligen DDR können verschiedene Plattenbauten errichtet werden. Der Baukasten verspricht durch die Abbildungen unterschiedlichster Häuser eine große Vielfalt an Plattenbauten, variantenreicher, als dies in der Realität der Fall war.
Bild: Sammlung Claus Krieger
11|11
Und heute? Gibt es Lego. Zwischen 1880 und 1960 tummelten sich
rund 1.200 Bausteinhersteller am Markt, bevor die sogenannten
Klemmbausteine des dänischen Unternehmens wie eine gewaltige
Dampfwalze durch die Kinderzimmer gerauscht seien, schreibt Oliver
Elser. Grund dafür sei, so führt er weiter aus, dass Lego mit
seinem genialen Noppensystem ein für alle Mal das
Verbindungsproblem löste, an dem bis dato alle Bausteinhersteller
gescheitert waren. Claus Krieger aber sammelt keine Baukästen von
Lego, da ihre große Vielfalt ein ganz eigenes Sammelgebiet
darstelle, wie er schreibt. Oder ist der wahre Grund vielleicht,
dass ihre passgenauen und stabilen Verbindungen jene von Krieger so
geschätzte Frickelei, die ein hohes Maß an Konzentration,
Geschicklichkeit, Geduld und Einfallsreichtum erfordert,
überflüssig machen? -sas
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