Unterdeckung / -spannung im Bereich der Kehlen

Für Detailausführungen von Unterdeckungen oder Unterspannungen im Bereich der Kehlen geben die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks nur wenig Auskunft. Hier muss man sich auf die Skizzen in den Verlegeanleitungen der Hersteller verlassen. Zu beachten ist, dass es sich dabei um Empfehlungen handelt. Bedingt durch den erhöhten Wasseranfall in diesem Bereich muss auf die Ausführungen insgesamt besonderes Augenmerk gerichtet werden.

Bei belüfteten Konstruktionen muss die Lüftung auch im Kehlbereich sichergestellt sein. Da diese Anforderung nur schwer zu erfüllen ist, wird bei Dächern mit mehreren oder langen Kehlen eine nicht belüftete Konstruktion empfohlen. Warum wird schnell klar: Den Skizzen und Empfehlungen der Hersteller folgend wird eine Latte parallel zu der Kehlbohle angeordnet. Diese wird mit einem Abstand von ca. 1,5 - 2,0 cm von der Kehlbohlenaußenkante befestigt. Die Unterspannung oder Unterdeckung wird um die Latte herumgeführt. Die Folge ist, dass ein Luftspalt geöffnet bleibt, durch den Feuchte permanent in das Dachinnere der belüfteten Konstruktion gelangen kann. Das kann auch bei der Verwendung von stark konturierten Ziegeln geschehen. Hier kann Niederschlag in Form von Treibregen und Flugschnee in die innere Konstruktion eindringen und dort Schäden verursachen.

Aus den genannten Gründen sind nicht belüftete Konstruktionen zu bevorzugen, bei denen die Werkstoffe durch die Kehle hindurchgeführt oder in der Kehlmitte gestoßen werden. Die Nahtverbindung erfolgt dann analog zu denen der Fläche. Eine Problemstelle dieser Ausführung ist die Länge der Konterlattung, die einen deutlichen Abstand zur Kehlbohle haben muss, um einen sicheren Wasserablauf zu gewährleisten. Verunreinigungen in diesen Bereichen können bei zu geringem Abstand zu einem Rückstau führen und Niederschlagswasser in die Konstruktion leiten.

Zu beachten ist auch die Einhaltung der erforderlichen verbleibenden Holzdicken damit die Verbindungsmittel nicht zur Spaltung der Dachlattung oder der Kehlbohle führen. Hier besonders die Stützlatte im Kehlbereich, die die Kehlbohle und die Dachlattung trägt.

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